Posts filed under ‘Tool der Woche’

Tool der Woche – QRpedia

Vor ein paar Monaten besuchte ich mit meinen besten Freunden das wunderschöne Prag. Aus unserem verlängerten Wochenende wurde ein wunderschöner Kurzurlaub. Natürlich konnten wir nur einen kleinen Teil der vielen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt besichtigen, darunter die Prager Rathausuhr.

Als ich später in den Wikipedia-Artikeln über Prag schmökerte, war ich mal wieder verblüfft, wie informativ und ausführlich die ehrenamtlich erstellten Artikel gehalten sind: Es ist sogar beschrieben, wie das astronomische Zifferblatt zu lesen ist. Wer über ein Smartphone verfügt, kann auf diese Erläuterungen sofort zugreifen, wenn er unmittelbar vor dem Astrolabium steht.

Monmouthpedia Abb.: QRpedia-Code in Monmouth (Monmouthshire County Council, Lizenz: CC-BY)

Wie lassen sich Verbindungen zwischen einem Ort oder Objekt und den im Netz verfügbaren Informationen schaffen?

Eine Antwort auf diese Frage stellt QRpedia dar: QR-Codes an Gebäuden, Informationstafeln oder Ausstellungsstücken beinhalten einen Link zur relevanten Wikipedia-Seite. Auf einer eigenen Internetseite können spezielle QR-Codes erzeugt werden. Beim Abrufen eines QRpedia-Codes wird die Spracheinstellung des mobilen Endgeräts ausgelesen und die Verfügbarkeit einer Wikipedia-Seite in der jeweiligen Sprachversion geprüft.

Eine besonders ambitionierte Umsetzung dieser Idee ist Monmouthpedia: Monmouth in Wales ist die erste Wikipedia-Stadt. Ein ähnliches Projekt in Deutschland ist BremenpediA. Auch das Museum für Hamburgische Geschichte setzt QRpedia ein.

C.K.

21. November 2014 at 10:39 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Snipping Tool

Das Tool, dass ich heute vorstellen möchte, hat jeder Benutzer eines Windows-Betriebssystemes (Windows Vista und höher) auf dem Rechner. Mir selbst war es wie vielen anderen nicht bewusst, bis vor einigen Tagen. Da kam ich das erste mal damit in Kontakt und erkunde nun die Einsatzmöglichkeiten des Snipping Tools.

Snipping Tool

Je nach gewählter Ausschneidefunktion gibt einem das Tool Tipps – hier „Freies Ausschneiden“

Snipping Tool – das Schnappschusswerkzeug. Dass man bei einem Betriebssystem von Windows nur auf die Druck-Taste drücken braucht, um einen Screenshot zu machen, ist den meisten bekannt. Dass ein gleichzeitiges drückender ALT- und der Druck-Taste einen Sceenshot des aktuellen Fensters anfertigt, wissen vermutlich auch schon viele. Das Snipping Tool treibt das Ganze aber noch etwas weiter. Mit diesem kleinen Programm kann man nicht nur das Vollbild oder ein bestimmtes Fenster als Bild speichern, man kann auch selber einen rechteckigen oder sogar komplett frei wählbaren Bereich aussuchen. Direkt im Anschluss wird dieser angezeigt und man kann das Bild abspeichern. Das aufrufen eines Bildbearbeitungsprogrammes, um den Sceenshot abspeichern zu können, fällt weg.

Snipping Tool 2

Das Programm findet man in dem Programm-Ordner „Zubehör“. Viel Spaß beim basteln!

 

MK

14. November 2014 at 10:33 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Mapillary

Mapillary ist eine kartenbasierte Plattform, auf der geokodierte Fotos mit Orts- und Straßenansichten eingestellt und geteilt werden können. Mit spezieller Software werden aus den Fotos Sequenzen gebildet, die auf der Karte als Linien erscheinen. So lassen sich fotografisch dokumentierte Wegstrecken auswählen, um die hinterlegten Bilder einzeln oder ihrer Abfolge nach betrachten zu können. Alle Inhalte unterliegen freien Lizenzen zur Weiternutzung. Jedes einzelne Foto lässt sich per Permalink gezielt aufrufen, teilen oder einbetten.

MapillaryA

Abb. 1: Straßenansicht in Malmö (peterneubauer, Lizenz: CC-BY-SA)

Mit Hilfe einer eigens hierfür entwickelten Smartphone-App lassen sich gezielt Bildsequenzen erstellen, da die hierfür benötigten Metadaten mit aufgenommen werden. Die App ist nicht unbedingt erforderlich, aber genau für diesen Zweck zugeschnitten. Dann kann die Feldarbeit beginnen: Beim Flanieren, Wandern oder anderen Aktivitäten in der Landschaft oder in der Stadt lassen sich so gewöhnliche und ungewöhnliche Orte einfangen. Für Wege und Straßen lässt sich das Smartphone mit einem Halter am Fahrradlenker, Auto-, Bus- oder Eisenbahnfenster montieren, während auf der Fahrt in regelmäßigen Abständen Fotos erstellt werden.

MapillaryB

Abb. 2: Royal Botanic Gardens, Kew (agatefilm, Lizenz: CC-BY-SA)

Yubin Kuang stellt Mapillary in seinem Vortrag “Mapillary – the missing view of the planet” vor. Weitere Videos gibt es bei Vimeo, mehr Hintergrundinformationen sind bei Wikipedia und im OpenStreetMap-Wiki nachzulesen.

Zur Zeit gibt es auf der Karte noch viele weiße Flecken, was für viele Web-2.0-Bastler bestimmt eine verlockende Herausforderung darstellt. Bei virtuellen Ausflügen durch die hinterlegten Sequenzen stößt man leider noch oft auf wenig aussagekräftige Fotos.

C.K.

7. November 2014 at 10:36 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – VideoNotes

Man kennt das: Man schaut sich ein Infovideo/Tutorial/Keynote an und schreibt mit. Dann schaut man sich nach ein paar Tagen die Notizen an und fragt sich, worauf diese sich bezogen oder sucht verzweifelt die Stelle im Video, die zu der Notiz gehört.

Hier kommt VideoNotes zum Einsatz, ein Dienst der es ermöglicht Notizen mit einem Zeitstempel zu schreiben. Man benötigt dazu ein Google-Konto, da die Notizen für jedes Video auf Google Drive gespeichert werden. Dies macht auch ein erneutes Abrufen der Notizen möglich.

VideoNot.es

Nachdem man sich also mit seinem Google-Konto angemeldet hat, fügt man die URL des Videos von vimeo oder Youtube (sowie einige weitere Plattformen) in das Suchfeld auf der linken Seite ein. Dann wird an dieser Stelle das Video gestartet. Links kann man dann die Notizen verfassen, einfach während das Video noch läuft. Die Notiz wird dann mit dem Zeitstempel versehen, bei dem man angefangen hat sie zu schreiben. Indem man die Enter-Taste drückt, geht ein neues Notizfeld auf. Durch klicken auf den Zeitcode vor einer Notiz, springt das Video an diese Stelle zurück.

Ein recht simpler Dienst, der nach Bedarf seine intuitiv zu bedienenden Funktionen auch nochmal erklärt.

MK

31. Oktober 2014 at 10:00 2 Kommentare

Tool der Woche – OpenStreetMap

OpenStreetMap ist “ein im Jahre 2004 gegründetes internationales Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu schaffen.” Kern des Projekts ist eine Datenbank mit freien Geodaten, aus denen dann Karten erstellt werden können.

OSMGoslar

Abb. 1: Innenstadtbereich von Goslar (© OpenStreetMap-Mitwirkende)

Jeder kann sich auf vielfältige Weise an dem Projekt beteiligen: Mit einem GPS-Gerät können beispielsweise Geodaten aufgenommen und eingepflegt werden. Es ist aber auch viel Arbeit am Schreibtisch zu erledigen: Hausnummern müssen nachgetragen oder überprüft werden. In jeder belebten Innenstadt eröffnen neue Geschäfte, die dann als Point of Interest eingetragen werden können.

OSMBsp

Abb. 2: Behindertenparkplatz, Trafostation und Sammelpunkt (Foto: CK)

Besonders reizvoll am Mappen ist es, Erkundungen im Ort oder in der Landschaft mit der anschließenden Auswertung der Notizen und dem Basteln am heimischen Computer verbinden zu können. Das Erkunden und Mappen eines Ortes schult die Aufmerksamkeit und lässt einen Dinge entdecken, die man vorher eher beiläufig wahrgenommen hat: Hydranten, Sirenen oder eine versteckt gelegene Sitzecke. Für jeden bietet OpenStreetMap die Möglichkeit, sich mit den eigenen Interessen einzubringen: Waldgebiete, Fahrradwege, Eisenbahnanlagen, Bibliotheken, historische Gebäude, Geschäfte, …

Ein ausführliches “Handbuch 2.0″ bildet das mehrsprachige Wiki, ebenso gibt es ein ForumPodcast & Blog.

OpenStreetMap-Karten werden heute von immer mehr Projekten verwendet:  KLEKs, Mundraub, OpenBookCase oder Wikipedia.

Ob drinnen, oder draußen – viel Spaß beim Mappen!

C.K.

24. Oktober 2014 at 09:28 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Knitty Buddy

Einfach mal neues ausprobieren, das wird bei der Zukunftswerkstatt ganz groß geschrieben. Neugier ist immerhin ein natürlicher Reflex. In meinem Leben habe ich schon viele Dinge probiert und leider fielen viele viel zu oft meiner mangelnden Ausdauer zum Opfer. Ich erinnere mich mich noch daran, wie meine Mutter mir mal zeigte, wie man strickt. Ich probierte mich zwei Tage daran und gab dann auf. Heute ärgere ich mich darüber, dass ich es nie weiter versucht habe. Gerne würde ich mir mal einen Schal nach eigenen Vorstellungen fertigen, gerade jetzt wo der Winter naht.

Würde ich stricken können, hätte ich hier das wohl perfekte Tool: Knitty Buddy (Android -App).

Knitty Buddy hilft einem, seine Strickprojekte zu organisieren. Man kann für jedes genaue Parameter eingeben, die Reihen zählen und einen Timer mitlaufen lassen. Die App hat auch viele Informationen rund ums Thema parat, wie Sockenmaße oder Stricknadelarten. Auch Häkelprojekte können mit der App organisiert werden.

Mama, mach dich bereit! In meinem Weihnachtsurlaub will ich nochmal stricken lernen!

 

MK

 

 

17. Oktober 2014 at 08:54 1 Kommentar

Tool der Woche – Topothek

Unser heutiges Tool der Woche ist eine Topothek, ein digitales Archiv zur Sammlung von Medien zu einem bestimmten Ort. Jede Topothek stellt eine Web 2.0-Plattform dar, in die jeder selbst Medien einstellen oder eingestellte Medien mit Informationen anreichern kann. Professionelle Forscher, private oder öffentliche Einrichtungen können ebenso wie ehrenamtlich tätige Heimatforscher oder Citizen scientists an einer Topothek mitwirken oder eine eigene betreiben. Mittlerweile sind etwa 30 Topotheken zu Orten in den Räumen Niederösterreich, Oberösterreich und Wien entstanden. Die Idee der Topotheken stammt von Alexander Schatek:

Die einfache Auffindbarkeit von historisch relevantem Material und Wissen ist die Aufgabe der Topothek. Darüberhinaus bietet sie die Möglichkeit für die Besucher, selbst wertvolle Mosaiksteine beizutragen. So entsteht ein virtuelles Archiv, das keine Grenzen kennt. Ich freue mich, dass die Idee, die ursprüngich für den Zweck entstanden ist, das gesammelte virtuell zu teilen, nun einen stets größeren und professionellen Nutzerkreis findet.

TopothekA

Abb. 1: Bildschirmfoto der Topothek Kloster Mariazell 

Sehr ansprechend sind die interaktiven Benutzungsmöglichkeiten gestaltet: Die einzelnen Medien können mit Orts- und Zeitangaben versehen werden und lassen sich so auf einer Karte und anhand einer Zeitleiste ermitteln. Die als “Bild”, “Video”, “Objekt”, “Text”, “Dokument” oder “Audio” klassifizierten Medien erscheinen mit entsprechenden Markern auf der Karte. Liegen einzelne Marker bei einer bestimmten Vergrößerungsstufe sehr nahe beieinander, werden sie unter einem gemeinsamen Marker zusammengefasst. Fährt man mit der Maus über einen Marker, erhält man eine Vorschau der hiermit verknüpften Mediendatei, die per Mausklick direkt aufgerufen werden kann.

TopothekB

Abb. 2: Bildschirmfoto der Topothek Himberg

Beim Aufruf einer Mediendatei erscheinen die Metadaten und weiterführende Informationen: Jede Datei lässt sich mit Tags, Kommentaren sowie CC-Lizenzangaben versehen. Zur Lokalisierung wird stets eine kleine Karte eingeblendet. Für Bilddateien lässt sich der Standort und somit der Blickwinkel des Fotografen einarbeiten. Mehrseitige (pdf-)Dateien können direkt im Browser durchblättert werden. Einzelne Dateien können durch interne Verlinkung via ID-Nummer gezielt miteinander verknüpft werden. Eine besondere Funktion ist die Möglichkeit, für einzelne Dateien offene Fragen zu formulieren: Diese dienen beispielsweise der Identifizierung von abgebildeten Personen oder Orten, denkbar ist auch eine Präzisierung von Zeitangaben, zum Beispiel bei anlässlich von sozialen Anlässen gemachten Fotografien.

Es macht Spaß, in den gut gestalteten Topotheken zu stöbern, aber es gibt auch einige Kritikpunkte anzumerken: Ein Projekt, dass Inhalte frei zugänglich machen möchte, sollte auf freien Karteninhalten basieren. Wie bei Wikipedia sollte man hier auf OpenStreetMap setzen. Mehr oder weniger beabsichtigt ist hier oft Copyfraud anzutreffen: Bei vielen Medien divergieren Besitzer und Urheber, aber sie sind – wahrscheinlich durch den einstellenden Besitzer – mit sehr restriktiven Lizenzen (CC-BY-NC-ND) versehen. Als Web 2.0-Projekte bieten Topotheken zwar Möglichkeiten der Beteiligung, wirken aber sehr in sich geschlossen: Die Formen, in denen die Dokumente mit Inhalten angereichert werden können, sind stark vorgegeben. Es besteht keine Möglichkeit, Dokumente von außen per Permalink anzusteuern.

Überlappen sich die Bezugsräume zweier benachbarter Topotheken, erscheint eine Topothek als Marker auf der Karte der jeweils anderen. Interessant wäre die Möglichkeit einer Zusammenschau der Dokumente verschiedener Topotheken auf einer gemeinsamen Karte.

Viel Spaß beim Stöbern, und: gründet Topotheken!

C.K.

10. Oktober 2014 at 07:00 Hinterlasse einen Kommentar

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