Posts filed under ‘Tool der Woche’

Tool der Woche – Feiertage

Dieses wunderbare Tool ist die pure Erholung für die arbeitsgestressten Nerven… es sei denn, es handelt sich um die Feiertage, die so etwa am Ende eines jeden Jahres stattfinden und dennoch immer unerwartet vor der Tür stehen. Spätestens eine Woche vor dem 24.12. hat einen die Weihnachtspanik gepackt und man steht unter Dauerstrom: Was wünschen sich die Liebsten, was haben sie noch nicht und was schenkt man denen, die schon alles zu haben scheinen? Welcher Nippes fällt unter die Kategorie „Dieses Jahr schenken wir uns nichts!“? Ein echter Baum oder kein echter Baum? Was soll auf dem Tisch stehen? Das gleiche wie jedes Jahr oder doch mal was anderes? Sind jetzt Vegetarier dabei? Fragen über Fragen. Und die Zeit rennt erbarmungslos, genauso wie all die Menschen auf den Straßen und in den Läden mit den gleichen Beweggründen.

Hinterher, wenn man dann daheim in bequemen Klamotten auf dem Sofa sitzt, sagt man sich entweder, dass man nächstes Jahr früher mit den Vorbereitungen anfängt oder das Fest ganz absagt, nur um sich dann doch wieder ein Jahr später die gleichen Fragen zu stellen.

"Boule de Noël" by Eusebius (Guillaume Piolle)

“Boule de Noël” by Eusebius (Guillaume Piolle)

Ich habe aber tatsächlich einen kleinen Rat, wie zumindest die Geschenkesuche einfacher werden kann: Über das Jahr verteilt setze ich verschiedene Dinge, die mir so ein- und gefallen, auf eine Wunschliste. Auf diese hat meine Mutter Zugriff, sucht sich dort Sachen aus, kauft diese, verteilt sie an die Verwandschaft, die packen sie hübsch ein und ich bekomme sie zur Bescherung. Ich hab ein Wunschgeschenk und die Schenkenden die leuchtenden Kinderaugen. Was ich bekomme, weiß ich nicht. Ich könnte es rausbekommen wenn ich wollte, aber dann würde die Überraschung fehlen. Es stehen schon recht viele Dinge auf der Liste, einige auch etwas länger, aber das macht nichts. Irgendwann hab ich ja auch Geburtstag.

Ich wünsche allen eine erfolgreiche Vorweihnachtszeit und einen schönen vierten Advent!

MK

19. Dezember 2014 at 10:00 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – LeYo!

Mit LeYo! – Einfach. Mehr. Entdecken hat der Carlsen Verlag eine Kinderbuchreihe gestartet, mit der das Konzept der Augmented Reality auf besondere Weise umgesetzt wird: Die Sach- und Bilderbücher für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren können in gewohnter Weise angeschaut und vorgelesen werden. Die klassische Form des Buches bleibt gewahrt und soll nicht ersetzt werden.

Doch mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets können die Inhalte eines Buches zum Leben erweckt werden: Plötzlich erzählt ein Landwirt von seiner Ernte, ein Musikstück erklingt oder es wird der Aufbau einer Maschine erläutert. Dafür sorgt eine kostenfrei erhältliche App.

Die Augmentierung erfolgt nicht über ausgewiesene AR-Flächen oder QR-Codes, sondern durch Hotspots auf der Buchseite, die von der Kamera erkannt werden, aber so in das Bild integriert sind, dass der Leser sie nicht bemerkt. Der Atlas aus der Reihe verdeutlicht die transmediale Innovation: Die Buchseite tendiert zum Bildraum, der zum multimedialen Interaktionsraum erweitert wird.

Durch drei Grundfunktionen lassen sich Inhalte auf verschiedenen Ebenen abrufen: Mit der Geräusche-Funktion lassen sich Erzähltexte, Geräusche oder Musik abrufen, die Durchblick-Funktion bietet zusätzliche Einblicke und Informationen, die Spiele-Funktion eröffnet interaktive Spielmöglichkeiten. Eine bestimmte Stelle im Buch und ihre multimediale Erweiterung sind so technisch und inhaltlich direkt aufeinander bezogen.

Alle zusätzlichen Inhalte werden via App an das Buch herangetragen. Es muss keine bestimmte Technik im Buch installiert werden, wie zum Beispiel bei Büchern mit Geräuschknöpfen oder einer kleinen Klaviertastatur. Es muss auch kein spezielles Lesegerät mit begrenzten Funktionen oder Speicher erworben werden, welches nur in Verbindung mit bestimmten Medien funktioniert.

Das Konzept der LeYo!-Reihe wurde weithin sehr begrüßt und wohlwollend aufgenommen. Die Reaktionen der Anwender im Netz fallen unterschiedlich aus. Bei iFun-iPhone gibt es ein Video von einem kleinen Praxistest:

(C.K.)

12. Dezember 2014 at 10:24 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Power Bank

Smartphonebesitzer kennen das: da ist man mitten im Nirgendwo und das Akku macht schlapp. Eine ganz dumme Situation, gerade wenn man auf die Funktionen des Smartphones angewiesen ist, zum Beispiel auf Karten- oder Nahverkehrapps.

Viele Smartphonebesitzer holen an dieser Stelle ein kleines, meist viereckiges Gerät aus der Tasche, welches inzwischen in den verschiedensten knallig bunten Farbtönen erhältlich ist. An diesem befindet sich ein oder mehr  USB-Anschlüsse. Es handelt sich hierbei um eine Power Bank, ein externes Akku. An dieses wird einfach das reguläre Lade- oder Datenkabel gesteckt, welches zum Beispiel bei einem Samsung-Smartphone ein Micro-USB-/USB-Kabel oder beim iPhone ein Lightning/USB-Kabel ist. Bei manchen Power Akkus wird auch ein Kabel mitsamt verschiedenen Aufsätzen mitgeliefert. Und nicht nur Smartphones können aufgeladen werden. Alle Geräte, die mit einem USB-Kabel aufgeladen werden, kann man anschließen.

Power Bank

Wie oft man mit der Power Bank sein Gerät aufladen kann, hängt vom Akku ab, welches im Gerät steckt. Meine Power Bank hat eine Leistung von 15.000mAh, mein Akku im Smartphone fasst 3.000mAh (es handelt sich hierbei um ein sog. Power Akku, ein leistungsstärkeres Akku als vom Werk verbaut; das übliche Akku eines Samsung Galaxy S3 hat 2.100mAh). In der Theorie heißt das, ich kann mit einer voll geladenen Power Bank fünfmal mein Smartphone aufladen, ohne eine Steckdose zu benötigen.

Bei fast jedem Gang aus dem Haus ist die Power Bank dabei, man weiß ja nie. Sie ist zu einem ständigen Begleiter geworden.

 

MK

 

5. Dezember 2014 at 10:00 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – MOOCs

Normalerweise wird in der Rubrik „Tool der Woche“ ein konkretes Werkzeug vorgestellt: eine App, eine Software oder ein Programm. In dieser Woche jedoch möchte ich den Begriff Tool weiter fassen und mich mit einem didaktischen Werkzeug befassen, den so genannten MOOCs. Der erste Massive Online Open Course fand 2008 statt und seitdem sind MOOCs ein Trendthema im e-Learning geblieben (wenn auch langsam Begriffe wie mobil learning und gamification den MOOCs den Rang ablaufen).

Aber was genau sind MOOCs eigentlich?

Massive: die Kurse haben eine Vielzahl Teilnehmern. Häufig werden ca. 150 Teilnehmer als niedrigste Teilnehmerzahl genannt; es gibt jedoch viele MOOCs an denen mehrere Zehntausende teilnehmen. Je nach Teilnehmerzahl und dem sich daraus ergebenden didaktische Konzept findet noch einmal eine Unterscheidung statt. Es gibt cMoocs mit einer eher geringen Teilnehmerzahl, die nach konstruktivistischem Design aufgebaut sind. Hier geht es um die aktive Beteiligung der Teilnehmer und die Interaktion im Kurs. Daneben gibt es xMoocs, dabei handelt es sich um die klassischen MOOCs mit einer riesigen Anzahl von Teilnehmern basieren eher auf instruktionaler Wissensvermittlung, ähnlich großer Universitätsvorlesungen.

Online: es handelt sich um reine Online-Kurse; in der Regel gibt es keine Präsenzveranstaltungen. Die zentrale Anlaufstelle ist einen Blog oder Lernmanagementsystem (LMS).

Open: MOOCs sind offen für alle, d.h. es gibt keine Teilnahmevoraussetzungen außerdem sind die Kurse kostenlos (soll am Ende ein Zertifikat erworben werden muss man in vielen Fällen jedoch dafür zahlen).

Course: MOOCs sind kursförmig organisiert,es gibt also einen festen Start- und Endtermin, die Themeneinheiten sind strukturiert und es gibt einen oder mehrere Lehrende, sowie Betreuungsangebote.

Meistens werden die Kurse von Universitäten konzipiert und über zentrale Plattformenangeboten angeboten. Thematisch sind MOOCs keine Grenzen gesetzt. Recherchiert einfach einmal selbst z.B. über die Plattformen iversity oder coursera – man findet zu fast allem etwas. (Reminder: Stephanie hatte euch Anfang des Jahres die Suchmaschine Class Central in einem Blogbeitrag vorgestellt). Grundsätzlich übertrifft das englischsprachige Angebot das deutschsprachige bei Weitem. Mittlerweile haben sogar einige „Metamoocs“ stattgefunden, bei denen es darum geht, wie MOOCs konzipiert werden und ihr didaktische Design sowiedie technischen Möglichkeiten diskutiert werden. Anfang 2013 gab esz.B. einen deutschsprachigen MOOC zum Thema „Gestalten von MOOCs“http://howtomooc.org/ .

Wie in vielen anderen Fachbereichen wird auch imBibliothekswesen überlegt, ob bzw. welche Rolle MOOCs bei der Aus- und Weiterbildung eigener Fachleute und bei der Vermittlung von Informationskompetenz spielen können. Im März 2013 hat OCLCeine Konferenz zum Thema “MOOCs and Libraries: Massive OpportunityorOverwhelming Challenge?” initiiert. Die Beiträge können teilweise nachgehört oder gelesen werden unter: http://oclc.org/research/events/2013/03-18.html.

MOOCs werden hoch gehandelt, da durch die digitale Vermittlung der Inhalte eine große Anzahl von Menschen erreicht werden kann. Idealerweise können Lernwillige voraussetzungs- und kostenlos(zudem noch ort- und zeitungebunden) an den Kursen teilnehmen – damit bieten MOOCs gleiche Bildungschancen für alle. Aber es gibt auch Kritiker, die die Didaktik (die häufig ähnlich dem klassischen Frontalunterricht ist) als überholt bezeichnen und die fehlende individuelle Betreuung anprangern. Macht euch am besten selbst ein Bild undran an die MOOCs! Ich freue mich auf Erfahrungsberichte und Diskussionen über Facebook und Twitter #moocsandlibraries

Katrin Fleischmann

Quellen:

e-teaching.org: Beitrag zu Moocs. http://www.e-teaching.org/lehrszenarien/mooc/index_html

Schulmeister, Rolf (Hrsg.) (2013). MOOCs – Massive Open Online Courses. Offene Bildung oder Geschäftsmodell? Münster: Waxmannhttp://www.waxmann.com/fileadmin/media/zusatztexte/2960Volltext.pdf

 

 

28. November 2014 at 10:00 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – QRpedia

Vor ein paar Monaten besuchte ich mit meinen besten Freunden das wunderschöne Prag. Aus unserem verlängerten Wochenende wurde ein wunderschöner Kurzurlaub. Natürlich konnten wir nur einen kleinen Teil der vielen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt besichtigen, darunter die Prager Rathausuhr.

Prag

Als ich später in den Wikipedia-Artikeln über Prag schmökerte, war ich mal wieder verblüfft, wie informativ und ausführlich die ehrenamtlich erstellten Artikel gehalten sind: Es ist sogar beschrieben, wie das astronomische Zifferblatt zu lesen ist. Wer über ein Smartphone verfügt, kann auf diese Erläuterungen sofort zugreifen, wenn er unmittelbar vor dem Astrolabium steht.

Monmouthpedia Abb.: QRpedia-Code in Monmouth (Monmouthshire County Council, Lizenz: CC-BY)

Wie lassen sich Verbindungen zwischen einem Ort oder Objekt und den im Netz verfügbaren Informationen schaffen?

Eine Antwort auf diese Frage stellt QRpedia dar: QR-Codes an Gebäuden, Informationstafeln oder Ausstellungsstücken beinhalten einen Link zur relevanten Wikipedia-Seite. Auf einer eigenen Internetseite können spezielle QR-Codes erzeugt werden. Beim Abrufen eines QRpedia-Codes wird die Spracheinstellung des mobilen Endgeräts ausgelesen und die Verfügbarkeit einer Wikipedia-Seite in der jeweiligen Sprachversion geprüft.

Eine besonders ambitionierte Umsetzung dieser Idee ist Monmouthpedia: Monmouth in Wales ist die erste Wikipedia-Stadt. Ein ähnliches Projekt in Deutschland ist BremenpediA. Auch das Museum für Hamburgische Geschichte setzt QRpedia ein.

C.K.

21. November 2014 at 10:39 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Snipping Tool

Das Tool, dass ich heute vorstellen möchte, hat jeder Benutzer eines Windows-Betriebssystemes (Windows Vista und höher) auf dem Rechner. Mir selbst war es wie vielen anderen nicht bewusst, bis vor einigen Tagen. Da kam ich das erste mal damit in Kontakt und erkunde nun die Einsatzmöglichkeiten des Snipping Tools.

Snipping Tool

Je nach gewählter Ausschneidefunktion gibt einem das Tool Tipps – hier „Freies Ausschneiden“

Snipping Tool – das Schnappschusswerkzeug. Dass man bei einem Betriebssystem von Windows nur auf die Druck-Taste drücken braucht, um einen Screenshot zu machen, ist den meisten bekannt. Dass ein gleichzeitiges drückender ALT- und der Druck-Taste einen Sceenshot des aktuellen Fensters anfertigt, wissen vermutlich auch schon viele. Das Snipping Tool treibt das Ganze aber noch etwas weiter. Mit diesem kleinen Programm kann man nicht nur das Vollbild oder ein bestimmtes Fenster als Bild speichern, man kann auch selber einen rechteckigen oder sogar komplett frei wählbaren Bereich aussuchen. Direkt im Anschluss wird dieser angezeigt und man kann das Bild abspeichern. Das aufrufen eines Bildbearbeitungsprogrammes, um den Sceenshot abspeichern zu können, fällt weg.

Snipping Tool 2

Das Programm findet man in dem Programm-Ordner „Zubehör“. Viel Spaß beim basteln!

 

MK

14. November 2014 at 10:33 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Mapillary

Mapillary ist eine kartenbasierte Plattform, auf der geokodierte Fotos mit Orts- und Straßenansichten eingestellt und geteilt werden können. Mit spezieller Software werden aus den Fotos Sequenzen gebildet, die auf der Karte als Linien erscheinen. So lassen sich fotografisch dokumentierte Wegstrecken auswählen, um die hinterlegten Bilder einzeln oder ihrer Abfolge nach betrachten zu können. Alle Inhalte unterliegen freien Lizenzen zur Weiternutzung. Jedes einzelne Foto lässt sich per Permalink gezielt aufrufen, teilen oder einbetten.

MapillaryA

Abb. 1: Straßenansicht in Malmö (peterneubauer, Lizenz: CC-BY-SA)

Mit Hilfe einer eigens hierfür entwickelten Smartphone-App lassen sich gezielt Bildsequenzen erstellen, da die hierfür benötigten Metadaten mit aufgenommen werden. Die App ist nicht unbedingt erforderlich, aber genau für diesen Zweck zugeschnitten. Dann kann die Feldarbeit beginnen: Beim Flanieren, Wandern oder anderen Aktivitäten in der Landschaft oder in der Stadt lassen sich so gewöhnliche und ungewöhnliche Orte einfangen. Für Wege und Straßen lässt sich das Smartphone mit einem Halter am Fahrradlenker, Auto-, Bus- oder Eisenbahnfenster montieren, während auf der Fahrt in regelmäßigen Abständen Fotos erstellt werden.

MapillaryB

Abb. 2: Royal Botanic Gardens, Kew (agatefilm, Lizenz: CC-BY-SA)

Yubin Kuang stellt Mapillary in seinem Vortrag “Mapillary – the missing view of the planet” vor. Weitere Videos gibt es bei Vimeo, mehr Hintergrundinformationen sind bei Wikipedia und im OpenStreetMap-Wiki nachzulesen.

Zur Zeit gibt es auf der Karte noch viele weiße Flecken, was für viele Web-2.0-Bastler bestimmt eine verlockende Herausforderung darstellt. Bei virtuellen Ausflügen durch die hinterlegten Sequenzen stößt man leider noch oft auf wenig aussagekräftige Fotos.

C.K.

7. November 2014 at 10:36 Hinterlasse einen Kommentar

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