Posts tagged ‘Wiki’

ZW-Tool – WikiTree

An den Festtagen zum Jahresende werden im Freundes- oder Familienkreise oft Erinnerungen und Erzählungen über frühere Begebenheiten und Ereignisse ausgetauscht. Wer aufmerksam zuhört und interessiert nachfragt, kann dabei einiges über die Geschichte der Vorfahren in Erfahrung bringen. Und manchmal kommt der Wunsch auf, etwas davon festzuhalten, um es weitergeben zu können. Meine Oma und ich öffnen dazu neben Fotoalben immer den „Koffer“ mit alten Dokumenten, unter denen wir sogar einen alten Stammbaum entdeckten.

wikitreewidget

Screenshot: Widget mit Baumdarstellung

Ein mögliches Tool für die Familienforschung ist WikiTree, ein freies Genealogie-Wiki. Neben der Sammlung von genealogischen Informationen und der Erarbeitung von Stammbäumen stellen die Widgets ein spannendes Tool für Webbastler dar: Über einen generierten Code können verschiedene genealogische Darstellungen in ein Wiki, ein Blogpost oder andere Webseiten eingebettet werden. Der aktuelle Stand der Daten wird über den Code automatisch aus WikiTree abgerufen.

Wir wünschen Euch einen guten Start in das kommende Jahr

Eure Zukunftsentwickler

30. Dezember 2016 at 11:05 1 Kommentar

ZW-Tool: Überarbeitetes Google Sites

Google kaufte 2007 JotSpot-Wiki auf und erstellte daraus den Dienst Google Sites, mit dem man Webseiten selbst erstellen konnte. Dieser Dienst wurde nun runderneuert, und beim Google Watch Blog ist ein schöner Beitrag zu finden, was sich alles getan hat.
Von der Leistungsfähigkeit her ist Google Sites vergleichbar mit pbworks: man kann hierarchische Seiten anlegen, aufeinander verlinken, Bilder und Dateien hinterlegen und einbinden und hat eine gute Benutzerverwaltung, mit deren Hilfe man vom komplett geschlossenen Wiki bis hin zu offenen Seiten alles mit unterschiedlichen rechtlichen Rollen (Eigentümer / darf schreiben / darf lesen) umsetzen kann. Beide, Google Sites wie pbworks sind vielseitig einsetzbar, als Kursplattform, als Gruppen-Repositorium (wenn man bereit ist, den Datenschutz-Frosch, dass die Server in den USA oder sonstwo stehen, zu schlucken!).

26. November 2016 at 20:52 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – Wikidata

Wikidata ist ein Wikimedia-Projekt zum Aufbau einer freien Wissensdatenbank, die von Menschen und Softwareprogrammen benutzt und verändert werden kann. Für die Wikimedia-Projektfamilie soll Wikidata als zentrale Datenquelle und zur Vernetzung der Wikimedia-Inhalte dienen. Insbesondere die verschiedenen Sprachvarianten der Wikipedia werden nun in Wikidata verwaltet.

wikidata

Screenshot: Datenobjekt Mount Everest

So vielfältig wie das menschliche Wissen sind auch die möglichen Wissensgegenstände, die in Wikidata erfasst werden können. Zu Personen, Werken oder Gebäuden beispielsweise werden Daten in Form von Behauptungen und Aussagen erfasst: Geburtsort, Epoche oder Baustil. Jede Behauptung kann mit Qualifikatoren näher bestimmt und über Nachweise belegt werden. Das Datenmodell erlaubt es auch, mehrere oder sich widersprechende Behauptungen mit Quellenangaben aufzunehmen und nebeneinander zu stellen.

commons-goethe

Screenshot: Wikimedia Commons-Vorlage mit Normdaten aus Wikidata

Normdaten und Identifikatoren ermöglichen die Verknüpfung von Wikidata mit externen Datenbanken. Mithilfe einer Abfragesprache können Datenbankauszüge zum Beispiel für Visualisierungen (Beispiel: Weltraum-Erkundungen) oder zur automatischen Erstellung von Listen erzeugt werden.

Für Freunde des freien Wissens stellt Wikidata ein ebenso leistungsstarkes wie leicht zu benutzendes Werkzeug dar.

C.K.

6. November 2016 at 15:25 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – Wikisource

Wikisource ist ein Wikimedia-Projekt zur Sammlung und Edition von Quellentexten. Analog zur Wikipedia existieren verschiedene Sprachversionen des Projekts. Zu Autoren oder Themen werden im Internet zugängliche Quellen nachgewiesen.

wikisource

Die Edition der Texte geschieht durch eine bemerkenswerte Umsetzung des Autopsieprinzips: Das Digitalisat einer Quelle und ihre Edition können jederzeit abgerufen und miteinander verglichen werden. Zum Qualitätsanspruch des Projekts gehört es auch, die Quellen zu erschließen, zu kommentieren und zusammen mit Bildern und anderen Inhalten ansprechend zu präsentieren (Beispiel: Die alte Mordkuhle). Eine weitere Art der Präsentation wird durch die Gesprochene Wikisource ermöglicht.

C.K.

16. Oktober 2016 at 20:05 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – GeoLocator

geolocator1Abb. 1: Koordinatenpaar mit weiteren Parametern

GeoLocator ist das Schweizer Offiziersmesser für Georeferenzierung und Geotagging. Anhand von Karten oder Satellitenbildern können Positionsangaben in verschiedenen Datenformaten überprüft und formatiert oder neu generiert werden.

geolocator2Abb. 2: In GeoLocator erzeugte Vorlagen für Wikis

Besonders hilfreich ist das Tool für Wikipedianer und andere Bewohner des Wikiversums. Denn GeoLocator erzeugt Vorlagen, die direkt in Wikipedia-Artikeln oder in Wikimedia Commons genutzt werden können. Unterstützt werden auch zusätzliche Parameter wie zum Beispiel der Typ des Objekts (Gewässer, Berg, …) oder die Blickrichtung des Fotografen.

geolocator3Abb. 3: Metadaten einer Datei in Wikimedia Commons

Die Georeferenzierung von Wikipedia-Artikeln oder (historischen) Fotografien, Galerien und Kategorien in Wikimedia Commons eröffnet wichtige Recherchemöglichkeiten.

C.K.

24. September 2016 at 14:31 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche: Google Sites revisited

Im aktuellen Scout Report Newsletter – übrigens im 22. Jahrgang! – wird Google Sites in der Rubrik „network tools“ wie folgt vorgestellt:

„There seems to be no end to the innovative free products Google launches. Google Sites, a wiki- and Web page-creation service is no exception. Besides being able to connect with and leverage all of Google’s other products (Gmail, Maps, Calendar, Drive, Hangouts, etc.) right on the site, Google’s intranet creation and management tool allows users to create a page with customizable and simple templates. While a Google account is necessary to use the service, it is easy to use. Multiple users can upload files and attachments, embed rich content (docs, videos, slideshows, etc.), work and share together, and, of course, use the Google search engine. For small businesses that are looking for a simple, collaborative, intranet service, or educators who are looking for an easy way to build and host a virtual classroom, Google Sites is a nice option. [CNH]“

Wenn man einmal davon absieht, dass Google Sites schon einige Jahre angeboten wird, hat Google zudem hier die Technologie der Firma JotSpot aufgekauft, wie in der Wikipedia nachzulesen ist.
Davon einmal abgesehen, ist Google Sites wirklich ein leicht zu handhabendes Wiki, mit dem man abgeschlossene Ablagen für sich und für Gruppen basteln kann, ebenso kann man es als Webseitengenerator nehmen oder als freies Wiki zu bestimmten Themen oder für E-Learning. Gerade im letzten Bereicht ist es sinnvoll einzusetzen – auch als Backup, denn Dozentinnen und Dozenten werden sich doch hoffentlich nicht nur auf ein System verlassen? 😉 Alternativen zu Google Sites sind – um das auch zu nennen – PBWorks (nur im Bildungsbereich kostenlos nutzbar), Wikispaces (ebenso nur im Bildungsbereich kostenlos nutzbar) und Zoho Wiki (nur eines kostenlos nutzbar). – Wenn man einmal vergleicht, dann ist Google Sites von den Bedingungen her unschlagbar: Kostenlos, auch mehrere Wikis, kann für bestimmte Zwecke abgeschlossen werden, einfache Seitengestaltung.
Nachteile von Google Sites? Es ist Google und damit besteht die Problematik wie bei jedem anderen Provider auch, dass man sich fragen muss, wie lange der Dienst aufrecht erhalten wird. Und wenn er eingestellt wird, gibt es keine komfortable Export-Funktion, mit der man das gesamte Wiki sichern kann (beispielsweise in einer xml-Datei), sondern es ist Aktion mit Copy-and-Paste angesagt! Lambert Heller hat letzt auf Twitter in einer Konversation betont, dass es immer noch erstrebenswert ist, Kontrolle über die eigenen Daten zu haben. Das würde in diesem Fall bedeutet, dass man ein Wiki auf einem eigenen Server installiert, um nicht von Datenverlust oder plötzlichem Wechselaufwand überrascht zu werden.

15. Januar 2016 at 23:09 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – Klexikon

Das Klexikon (Kinder-Lexikon) ist ein Wiki-Projekt zur Erstellung eines freien Lexikons für Kinder im Alter von etwa sechs bis zwölf Jahren: eine Wikipedia für Kinder. Über 300 Artikel sind bereits im Klexikon enthalten, bis Ende des Jahres 2015 sollen es 1000 werden.

KlexikonArchäologie

Abb.: Klexikon-Artikel Archäologie

Die ursprüngliche Idee zu einem freien Kinderlexikon stammt von dem Journalisten Michael Schulte, der das Klexikon leitet. Unterstützt wird das Projekt vom Förderprogramm von Wikimedia Deutschland, aufgesetzt wurde das Wiki von der ZUM. Die Einrichtung einer selbständigen Webpräsenz ist geplant.

Neben Erwachsenen sind selbstverständlich auch Kinder zur Mitarbeit eingeladen. So können sie die gemeinschaftliche Erarbeitung von Inhalten auf Basis eines Wikis erlernen. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens ein Elternteil als angemeldeter Benutzer mithilft. Auch Schülergruppen aus beteiligten Projektschulen werden in die Artikelarbeit eingebunden.

Das Wiki enthält auch Anleitungen und Hilfsseiten, die den jungen Beteiligten die Artikelarbeit und spezifische Arbeitsabläufe erläutern: Jeder Artikel entsteht zuerst als Entwurf in einem eigens dafür angelegten Namensraum. Erst nach erfolgreicher Abstimmung wird ein Entwurf in den Artikelnamensraum verschoben und somit offizieller Teil des Klexikons. Mit der Artikelarbeit lernen die Kinder auch die Arbeit im Web 2.0 kennen, zum Beispiel die Erstellung von Wikilinks oder die Einbindung von Bildern.

Für Kinder zu schreiben, ist eine besondere Herausforderung: Wie stellt man abstrakte Begriffe auf eine für Kinder nachvollziehbare Weise dar? Wie schreibt man auf einfache Weise über gesellschaftliche Probleme oder historische Verbrechen, ohne diese selbst zu sehr zu verkleinern? Wie bildet man die Aussprache eines fremdsprachlichen Begriffs für Leser verständlich nach?

Solche und weitere Fragen können im Klexikon zusammen mit den jungen KollegInnen praktisch angegangen werden…

C.K.

Klexikon: Ein Kinderlexikon nach Wikipedia-Vorbild, in: lehrer-online, 06.01.2015.

 

20. März 2015 at 10:25 1 Kommentar

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