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Werdet “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” – Einsendeschluss am 07. Februar 2016

Auch 2016 könnt Ihr Euch auf den Preis “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” bewerben oder tolle Projekte, die Ihr kennt, dafür vorschlagen. Hier der offizielle Ausschreibungstext:

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Zukunftsgestalter 2016

Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2016.

Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und dem Netzwerk Zukunftswerkstatt – Kultur- und Wissensvermittlung im Rahmen des 6. Bibliothekskongress im März 2016 in Leipzig verliehen.

Ziel:

Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagieren.

Prämiert werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Sofern das Endresultat schon absehbar ist, können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind.

Preis:

Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 6. Bibliothekskongresses in Leipzig zu präsentieren. Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und auf dem Blog der Zukunftswerkstatt über Ihre Arbeit zu berichten.

Bewerbung:

Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

Einzureichende Unterlagen:

Erforderlich ist eine maximal 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes. Darin sollten die unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 7. 2. 2016 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: claudia.heyer@degruyter.com).

Bewertungskriterien, Auswahl der Preisträger:

Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern des Netzwerkes Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?

Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben Sie eine Einschätzung dazu ab.
Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt?

Daneben werden bewertet:

Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie  Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt? Inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

Preisverleihung:

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt während des 6. Bibliothekskongresses in Leipzig.

Wir freuen uns auf eure Bewerbung oder euren Vorschlag!

 

 

Kontakt:

Claudia Heyer

Library and Information Science

De Gruyter Saur, Rosenheimer Str. 143

D-81671 München

Tel. +49 (0)89 76 902-253

Email: claudia.heyer@degruyter.com

7. Dezember 2015 at 12:06 Hinterlasse einen Kommentar

Werdet “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” – Einsendeschluss am 9. März

Auch 2015 könnt Ihr Euch auf den Preis “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” bewerben oder tolle Projekte, die Ihr kennt, dafür vorschlagen. Hier der offizielle Ausschreibungstext:

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Zukunftsgestalter 2015

Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2015.

Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und dem Netzwerk Zukunftswerkstatt – Kultur- und Wissensvermittlung im Rahmen des 104. Bibliothekartags in Nürnberg im Mai 2015 verliehen.

Ziel:

Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagieren.

Prämiert werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Sofern das Endresultat schon absehbar ist, können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind.

Preis:

Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 104. Bibliothekartags in Nürnberg zu präsentieren. Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP und auf dem Blog des Netzwerks Zukunftswerkstatt über Ihre Arbeit zu berichten.

Bewerbung:

Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

Einzureichende Unterlagen:

Erforderlich ist eine max. 3-seitige Beschreibung des Projektes oder Produktes in deutscher Sprache. Darin sollten die unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 9.03.2015 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: claudia.heyer@degruyter.com).

Bewertungskriterien, Auswahl der Preisträger:

Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern des Netzwerk Zukunftswerkstatt – Kultur-und Wissensvermittlung zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Die Gewinner werden bis Anfang Mai schriftlich beanchrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?

Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben Sie eine Einschätzung dazu ab.
Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt?

Daneben werden bewertet:

Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie  Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt? Inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

Preisverleihung:

Die öffentliche Bekanntgabe der Preisträger und die Preisübergabe erfolgt während des 104. Bibliothekartags.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag!

 

Kontakt:

Claudia Heyer

Library and Information Science

De Gruyter Saur, Rosenheimer Str. 143

D-81671 München

Tel. +49 (0)89 76 902-253

Email: claudia.heyer@degruyter.com

 

UN

20. Februar 2015 at 15:22 Hinterlasse einen Kommentar

Vortragsinhalte vom #bibtag14 @ZW09

Die Woche in Bremen sollten wir so langsam alle verarbeitet haben. Da ja doch eine ganze Menge Informationen in den drei Vortragstagen auf unserer Fläche zusammenkamen, haben wir die meisten Vortragsfolien, PDF-Dateien, Berichte und Prezis der Redner zusammengestellt:

Gabriele Fahrenkrog und Melanie Kleist – German 23 Mobile Things

Sibylle Rudin und Daniel Tepe – Apps in Öffentlichen Bibliotheken – Ein Werkstattbericht aus Bremen und Liestal

Achim Bonte – SLUB: Servicebaustein FabLab

Gerald Schleiwies – Zeitschriften auf dem iPad – welch ein Papierkram!

Dörte Böhner – OpenBiblioJobs – gemeinsam für den richtigen Job

Meg Backus – Flickr-Account des 4th Floor der Chattanooga Public Library

„Zukunftsgestalter in Bibliotheken“:

Sergio Dogliani – Idea Store: into the second decade/Working the Idea Store way

Corinna Haas – Piraten, Kapitalisten und Bibliothekare: Bericht über die Complicity-Workshops der Berliner Gazette

Tara Radniecki – Making + Innovation = The future of academic libraries

Update:Tara RadnieckiDeLaMare Library: Academic Makerspace Case Study

Beate Rusch und Anja Müller – Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon

Torben Kohring und Cordula Nötzelmann – Lara tanzt mit Kafka – Über die Notwendigkeit von Games in der Bibliothek

 

 

Auch einige Bilder haben wir gemacht:

 

 

Wir freuen uns auf nächstes Jahr, Nürnberg 2015!

2. Juli 2014 at 14:01 Hinterlasse einen Kommentar

Abschied von Fabienne

Fabienne

Fabienne Kneifel, verh. Wassermann ist am 19. Juni 2014, kurz vor ihrem 33. Geburtstag, gestorben. Ihren Namen verbindet man in der Bibliothekswelt sofort mit den Begriffen der Bibliothek 2.0 und dem Katalog der nächsten Generation. Ihre Masterarbeit „Mit Web 2.0 zum Online-Katalog der nächsten Generation“ an der HU Berlin 2008 wurde 2009 b.i.t. Innovationspreis ausgezeichnet. Für das „Handbuch Bibliothek 2.0“ steuerte sie das Kapitel „Katalog 2.0“ bei.

Fabienne kam ganz traditionell über die Liebe zum Buch und über das Lesen zum Beruf der Bibliothekarin. Aber sie brachte noch mehr mit: Neugier, Offenheit und eine ausgeprägte Affinität zu technischen Neuerungen und dem Internet. Auffällig war dabei ihre besondere Schwäche für alles, was mit Äpfeln zu tun hatte ;-) Sie war so unglaublich jung und hat sich doch souverän und mit Sachverstand an der fachlichen Diskussion um das Web 2.0 und seine Potentiale für Bibliotheken beteiligt. Sie hielt Vorträge, schrieb Artikel für Fachzeitschriften und fütterte regelmäßig ihren Blog (the fabilous librarian, bloggte über „bibliothek 2.0, virtuelle auskunftsdienste und andere interessante bibliotheksthemen“). Das alles tat sie sowohl mit Ruhe und Geduld als auch mit echtem Enthusiasmus für die neuen Möglichkeiten des Internets. Ihr hat das alles wahnsinnig viel Spaß gemacht und genau das hat man gemerkt.

Fabienne war Bibliothekarin mit Leib und Seele, klassisch ausgebildet an der Bibliotheksschule Frankfurt und in der Universitätsbibliothek Frankfurt. Sie stand mit beiden Beinen auf dem bibliothekarischen Boden, leitete in der Stadtbücherei Frankfurt das Sachgebiet Katalog. Sie hat den Spagat geschafft zwischen Tradition und Zukunft und war in beiden Bibliothekswelten – 1.0 und 2.0 – zu Hause. Ihr ging es dabei um die Nutzerinnen und Nutzer und dass die Bibliothek in deren Lebenswelten präsent ist. Die wollte sie da abholen, wo sie sind und wenn die sich im Internet tummeln, dann sollte die Bibliothek eben auch dort sein und eine „virtuelle Zweigstelle“ einrichten, um direkt und unkompliziert auf Fragen und Wünsche reagieren zu können.

Sie wurde für ihre unglaubliche Energie, ihren Fleiß und ihre Kreativität geschätzt und bewundert. Was hätten wir gemeinsam mit ihr noch alles reißen können… Mit ihr wären wir gerne auch ins Web 3.0 gestartet! Doch dazu wird es nicht kommen. Ende 2010 wurde bei Fabienne ein Gehirntumor entdeckt, der trotz Operation und zeitweiliger Genesung (mit Zeit für eine Traumhochzeit in ihrer Lieblingsstadt New York) nun zu ihrem Tod führte. Nicht nur die Bibliotheken in Frankfurt und Stuttgart, in denen sie gearbeitet hat, haben eine hochgeschätzte Kollegin und Mitarbeiterin verloren, sondern die gesamte bibliothekarische Community verliert eine innovative Vordenkerin und Gestalterin.

 

Einige persönlichen Erinnerungen von

 

Heike Schniedermeyer

Ich habe Fabienne 2004 auf der Buchmesse am Stand des US Generalkonsulats kennengelernt. Folgerichtig, bei ihrer USA-Begeisterung. Ich war auch schon mehrmals dort gewesen und wir hatten beide Praktika an Goethe-Instituten gemacht (ich in Johannesburg, sie in New York – wo sonst?), es gab also viele Anknüpfungspunkte. Im ersten Kontakt wirkte sie sehr ruhig und eher zurückhaltend. Aber man merkte schnell, dass sie echt was auf dem Kasten hatte. Wir haben uns dann gegenseitig durch unsere berufsbegleitenden Masterstudiengänge in Berlin und Köln begleitet und diese regelmäßigen Treffen, erst in diversen Starbucks-Filialen in Frankfurt (wegen des „USA-Gefühls“, das wir beide so mochten und ihrer Vorliebe für Kaffeespezialitäten mit ellenlangen Namen), später in einem Cafe im 1. Stock eines Schuhgeschäfts an der Frankfurter Hauptwache mit Blick auf eine große Buchhandlung (wegen der frisch gebackenen Waffeln und den witzigen Bodenkissen, auf denen einem Frankfurt zu Füßen lag), waren eine Mischung aus bibliothekarischer Fachsimpelei und Gesprächen über Gott und die Welt.

Fabienne war für mich immer der Blick in die Zukunft, denn sie war begeistert von der neuen Technik und lebte das beruflich und privat. Sie hat mir als erstes gezeigt, wie man auf einem Display wischt und schaute mal kurz nach, wann die nächste S-Bahn fuhr als das noch nicht völlig normal war. Sie hätte mir sicher noch viele andere Dinge gezeigt, von denen ich vorher noch nie was gehört habe. Die muss ich jetzt selbst entdecken. Mein nächstes Handy kann also nur Fabi heißen.

 

Julia Bergmann

Ich bin Fabienne das erste Mal im Zusammenhang mit dem allerersten Auftritt der Zukunftswerkstatt auf dem Bibliothekartag 2009 in Erfurt begegnet. Natürlich war Fabienne dabei und hat uns mit ihrem Enthusiasmus in unserem Vorhaben unterstützt und auch einen Vortrag über das Thema “Virtuelle Zweigstelle” bei uns gehalten. Ich bin sehr froh, dass wir die Vorträge damals alle auf Video aufgenommen haben und ich mir Fabienne jederzeit so lebendig und und tatkräftig ansehen kann, wie ich sie in Erinnerung behalten werde.

Wer mag, kann sich Ihren Vortrag hier nochmal ansehen: Teil 1, Teil 2, Teil 3

Als ich 2010 mit Patrick Danowski das “Handbuch Bibliothek 2.0” herausbrachte, war Fabienne selbstverständlich auch wieder mit von der Partie und hat ein Kapitel zu Ihrem Thema, dem Katalog 2.0 beigetragen.

Auch in den folgenden Jahren haben wir uns sowohl beruflich als auch privat immer wieder getroffen und uns ausgetauscht. Fabienne war jederzeit voller Ideen und neuer Pläne, so dass jedes Treffen ein großes Vergnügen war. Die gemeinsamen Treffen in Fankfurt mit Fabienne und Heike werden mir in bester Erinnerung bleiben und mir jederzeit Ansporn sein.

 

Lambert Heller

Ich habe Fabienne beim ersten BibCamp kennengelernt, das 2008 in Berlin und Potsdam stattfand, und habe dann zwei Jahre später auf der Buchmesse in ihrer Heimatstadt Frankfurt mit ihr gemeinsam einen Beitrag zu Veranstaltungsformen wie BibCamps gemacht.

Fabienne gehörte zu denen, die lange vor dem Hype gesehen hatten, dass wir den Austausch unter FachkollegInnen ganz anders organisieren müssen, als dies z.B. bei den damaligen Bibliothekartagen oder anderen Fortbildungs-Formaten der Fall war, und vor allem hat sie diese Einsicht auch ganz selbstverständlich gelebt. Diese Selbstverständlichkeit, Fabiennes große Neugier, Freundlichkeit und Eigensinnigkeit – mit Fabienne etwas gemeinsam zu unternehmen war einfach eine Wonne.

Die Anfrage vom Zukunftsforum des Börsenvereins des deutschen Buchhandels an uns “BibCamper” war  kurzfristig gekommen. Obwohl ich Fabienne ja nur beruflich kannte war es bei der Buchmesse so, dass wir uns ohne nennenswerte gemeinsame Vorbereitungen, sondern eher “aus der Hüfte geschossen” entschlossen hatten, das gemeinsam zu machen. Wir hatten dann aus bibliothekarischer Sicht den KollegInnen aus der Buchbranche etwas zum Thema Community-Bildung und Botton-Up-Engagement erzählt, was mit großem Interesse aufgenommen und diskutiert wurde.

Fabiennes Tod ist traurig, und dieser Tod ist auch ein Verlust für die ganze bibliothekarische Fachcommunity.

26. Juni 2014 at 17:00 2 Kommentare

Tool der Woche – der 3D-Drucker und sein kleinerer Bruder

Heute geht es um zwei weitere Tools, die wir Euch nicht nur hier vorstellen, sondern auch nächste Woche auf unserer Aktionsfläche in Bremen präsentieren werden. Es sind zwei Verwandte: einmal der 3D-Drucker und dann sein “kleinerer Bruder” der 3Doodler – ein Stift, mit dem sich ebenfalls 3D-Modelle herstellen lassen.
Das erste Mal angewandt wurde die 3D-Druck-Technologie in der Automobilindustrie, mittlerweile sind die Anwendungsmöglichkeiten auch bei Privatmenschen breiter gefächert und der Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Ersatzteile für Haushaltsgeräte, personalisierte Schachfiguren, Dekorationsgegenstände, kunstvolle Schmuckstücke, sogar 3D-gedruckte Häuser wie das FabLab Haus in Barcelona wurden komplett aus digital erzeugten Einzelteilen gebaut. Die Auswirkungen für die Zukunft sind so offensichtlich, dass im Zusammenhang mit der 3D-Druck-Technologie von der dritten industriellen Revolution gesprochen wird. Und man kann sich gut vorzustellen, welche Auswirkungen es auf die Gesellschaft hat, wenn immer mehr Privatleute mit dem 3D-Drucker Ersatzteile für ihre Haushaltsgeräte selbst entwerfen, programmieren und ausdrucken und u. U. ganz auf eine kostspielige Reparatur verzichten.
In der Medizin hilft der 3D-Druck sogar schon zeit- und kostenintensive Behandlungen zu optimieren. Faszinierend das Beispiel aus den Niederlanden, bei dem eine 3D-gedruckte Unterkieferprothese implantiert und damit die Operationszeit auf ein Fünftel reduziert wurde.
3D-Drucken ist eine Lebensphilosophie. Ein gutes Beispiel sind die 3D-Druck-und Maker- Community mit Makerspaces und Fab-Labs, Internetplattformen und Foren, die vom Open Source- und Do-it-Yourself-Gedanken geprägt sind.
Was man braucht, um mitzumachen, ist gar nicht mehr so unerschwinglich. So ist das preiswerteste 3D-Drucker-Modell aus dem Haus MakerBotIndustries , der „MakerBot Replicator“ ab rund 1300 Euro zu haben. Zum Modellieren der Vorlagen kann man sich einer einfach zu handhabenden browserfähigen Modellierungssoftware wie z.B. Tinkercad bedienen oder aber auf Vorlagen im Netz zurückgreifen. MakerBotIndustries z. B. präsentiert auf ihrer Plattform Thingiverse zahlreiche 3D-Modelle verschiedener User der Öffentlichkeit.

Aber jetzt erstmal ein praktisches Filmchen und alles weitere dann nächste Woche auf unserer Aktionsfläche:

Wenn man den 3Doodler das erste Mal sieht, muss man unweigerlich an eine Heißklebepistole denken. Der 3Doodler ist ein 3D-Drucker in Form eines Stiftes, seine Entwicklung wurde über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sehr erfolgreich finanziert.
Die Bedienung erscheint kinderleicht: an der Rückseite des Geräts führt man Kunststoffdraht ein, den ein kleiner Motor zur Sppitze des Stiftes transportiert. 240 Grad Celsius bringen den Kunststoff zum Schmelzen, bevor er durch die Düse austritt und hier gleichzeitig so gekühlt wird, dass er auf der aufgebrachten Oberfläche erhärten kann. Zum Regulieren hat das Gerät einen Fast- und einen Slow-Button, die die Geschwindigkeit mit der der Kunststoff austritt, bestimmen.
Das ist im Grunde schon alles, um mit dem Stift kreativ zu werden. Seht selbst:

28. Mai 2014 at 11:02 1 Kommentar

Bibliothekartag in Bremen – heute “noch mehr” Gäste der Zukunftswerkstatt in Bremen – Erik Boekensteijn, Jaap van de Geer und Koen Rotteveel mit TWIL und DOKLAB

Vielen wird das Wörtchen TWIL vielleicht noch nichts sagen!? Das wird sich aber ändern, sind wir der Meinung! Denn spätestens nach dem Bibliothekartag in Bremen sollte diese Abkürzung genauso wie DOKLAB in aller Munde sein!  Man muss nur am Mittwoch (4. Juni) während des Bibliothekartages in Bremen genügend Zeit auf der Aktionsfläche der Zukunftswerkstatt einplanen.
Hinter TWIL verbirgt sich „This week in Libraries“, eine wöchentliche Internet-Talkshow mit Erik Boekensteijn, die weltweit über innovative und kreative Projekte in Bibliotheken berichtet und dafür jeweils auch Best-Practice-Bibliotheken und deren Akteure und Konzepte heranzieht.

Erik @ the Cliffs

Erik Boekensteijn (flickr: Sarah Houghton, Librarian In Black https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/legalcode)
Die Talkrunde, die von Shanachie Media, einem Unternehmen von Erik Boekensteijn und Jaap van de Geer, produziert wird, ist eine hervorragende Inspirationsquelle für Bibliotheken, die sich auf den Weg in die Zukunft machen oder bereits gemacht haben.

Jaap at the tidepool

Jaap van de Geer (flickr: Sarah Houghton, Librarian In Black https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/legalcode)
Innerhalb der ebenfalls von Shanachie Media durchgeführten Shanachietour, einer Bibliothekstour durch die USA und andere Länder, spüren Boekensteijn und van de Geer, beide übrigens Gewinner des Mover&Shaker –Preises 2009, regelmäßig innovative Bibliotheken und Konzepte auf.

Koen Rotteveel bij Flickr Multitouch app de Bibliotheek tweedaagse 2011

Koen Rottelveel (flickr: DOKLAB https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/legalcode
Gemeinsam mit Koen Rottelveel, Spezialist für Multitouch- und Multiuser-Konzepte, gründeten die beiden 2012 DOKLAB, ein Unternehmen, das weltweit Bibliotheken, Museen und Archive berät und für sie innovative Konzepte und Produkte entwickelt, die reale und virtuelle Welt miteinander verbinden. Im Vordergrund stehen dabei ein Nutzerzentriertes Design mit Storytelling-Werkzeugen, wie man an dem von Rottelveel mit dem Multitouch Microsoft Surface entwickelten Cultural Heritage Browser gut erkennen kann.

Auf unserer Aktionsfläche könnt Ihr während des Bibliothekartages einen Touchtable sehen und testen, den die Firma utouch aus Großbritannien entwickelt hat. Erik und Jaap haben hierfür die Software entwickelt.  An dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön auch an  utouch für die großartige Unterstützung.

Und hier die Veranstaltungen mit TWIL und DOKLAB am Mittwoch, 4. Juni auf der Aktionsfläche der Zukunftswerkstatt

9 bis 9.30 Uhr:

DOKLAB: “Innovation in Storytelling”

10 bis 11 Uhr:
“Open Idea Workout” (Erik, Jaap, Koen, Meg, Tara und Sergio)

14 bis 15.30 Uhr:

TWIL-Show
(Moderation: Erik und Jaap. Mit Meg, Tara und Sergio)

16.30 bis 17 Uhr:
DOKLAB: “Extreme Library Makeover: Reinventing Spaces and Places”

 

17. Mai 2014 at 08:42 1 Kommentar

Let’s make it! – Die Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. auf dem Bibliothekartag in Bremen und das sind unsere Gäste – heute Tara Radniecki

In diesem Jahr dreht sich bei der Zukunftswerkstatt alles um das Thema “Neue digitale Arbeitswelten”. Unsere Schwerpunkte sind “Raum und Akustik im multimedialen Zeitalter” und die “Maker Space”-Bewegung in Bibliotheken. Zu diesen Themen wird es einiges zu entdecken und auzuprobieren geben auf unserer 300 m² großen Aktions- und Spielfläche. Ganz besonders freuen wir uns auf die Vorträge und Workshops unserer Gäste. Heute stellt sich Tara Radniecki hier vor. Tara arbeitet als Engineering Librarian in der  DeLaMare Science & Engineering Library der Universität von Nevada in Reno und wird am Mittwoch und Donnerstag (4. / 5. Juni) aktiv mit dabei sein bei uns. Am Donnerstag wird sie z. B. über die “Auswirkungen der Maker-Kultur auf wissenschaftliche Bibliotheken” sprechen. Wir freuen uns auf Tara – jetzt lassen wir sie aber erstmal selbst zu Wort kommen.

“Hi my name is Tara Radniecki and I’m so excited to be one of the Zukunftswerkstatt guests at the upcoming Bibliothekartag 2014 conference in Bremen. I am currently the Engineering Librarian at the DeLaMare Science & Engineering Library at the University of Nevada, Reno where we push the boundaries of traditional academic librarianship and encourage our users to go beyond the class assignment to make their own successful learning experiences.
I’ve been invited to speak about Delamare’s makerspace, which is unique for academic libraries in its makerspace mentality, connection to local collectives and hackerspaces, and fostering of innovation and entrepreneurship. I will talk about how this small library was transformed from a quiet, empty building into a full, vibrant knowledge center at the heart of campus. How technology and making were at the core of that transformation and what tools, toys, resources, services, and making-inspired events we provide. The effect on student learning and faculty engagement and success has been overwhelmingly positive and made the library a vital and valued partner in the science and engineering departments.

Tara Radniecki

Tara Radniecki

I will also focus on what I think is ultimately more important than the technology itself – embracing the maker culture in an academic setting. Not every library will be able to finance an expensive 3D printer or have the room for woodworking tools. But making isn’t just expensive printers and robotics, it’s a culture that encourages inclusiveness, learning, innovation, resource and knowledge sharing, creativity, problem solving, and collaboration. I argue that many of these have long been at the core of academic libraries.
For centuries, academic libraries have prided themselves on being the heart of the university. Yet, if we continue to simply cling to content provision and how to access that content we will not only lose our honored place in higher education, but our very existence. I cannot foresee the future, but if the IT department can begin managing electronic journal subscriptions and students can find comfy chairs in the student union, why will the university continue to fund our existence? And which students would be at our defense if they threatened to close our doors? A mind shift towards making and innovation can keep the academic library a vibrant and necessary component of the learning experience in our universities. The academic library is not just a quiet space or an information warehouse, it can and should be the place where our students find their passions and make their futures.”

16. April 2014 at 20:41 1 Kommentar

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