ZW-Tool: dataviz.tools

Heinz-Jürgen Bove hat recht: Eine wirklich umfassende, brauchbare Sammlung, die gut strukturiert ist, knappe Beschreibungen enthält und vielfältige Tools, unter denen man Apps, Cloud-Dienste ebenso wie Software zum Herunterladen findet. Es wäre zwar schön gewesen, wenn man schon in der Beschreibung sieht, um welche Umgebung (Linux, Windows, App oder Cloudservice) es sich handelt, aber egal, das hält einen beim Stöbern nicht auf!

24. Februar 2017 at 21:03 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – freesound

freesound

Freie Tonaufnahmen zum Hören, Teilen und Verändern bietet freesound, ein digitales Klangarchiv, an dem sich jeder beteiligen kann. Alle Tonaufnahmen sind durch Tags und Geotags erschlossen und können heruntergeladen, geteilt oder eingebettet werden. Die Nutzungsmöglichkeiten für jede Klangdatei sind durch Creative Commons Lizenzen geregelt. Wer nicht nur eigene Aufnahmen einbringt, sondern auf vorhandenes Material zurückgreift, kann die verwendeten Aufnahmen mit der selbst erstellten Variante verknüpfen.

C.K.

18. Februar 2017 at 22:37 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Recherchetipp – Bildrecherche mit UK Grid Reference Finder und Geograph

Auf vielen britischen Karten wird ein spezifisches Koordinatensystem angewendet. Dieses lässt sich nutzen, um eine Recherche nach Fotografien zu einem Objekt oder einem Gebiet durchzuführen.

Als National Grid wird das Koordinatensystem bezeichnet, welches auf allen Karten des britischen Ordnance Survey zur Positionsbestimmung eingesetzt werden kann. Dazu werden die Karten in Planquadrate eingeteilt, welche mit Buchstaben und Ziffern bezeichnet werden. Im folgenden soll eine Bildrecherche zu Wray Castle durchgeführt werden. Mit dem UK Grid Reference Finder lässt sich die Lage von Wray Castle ermitteln: NY 37495 01002.

gridreferencefinder

Screenshot: UK Grid Reference Finder

Die Buchstaben NY bezeichnen ein Planquadrat von 100 km Seitenlänge. Mithilfe der beiden Ziffernfolgen wird dieses Planquadrat in weitere Quadrate unterteilt. Je länger die Ziffernfolgen, desto feiner die Unterteilung: NY 37 01 bezeichnet ein Planquadrat von 1 km Seitenlänge, NY 374 010 ein Quadrat von 100 m Seitenlänge, in dem sich Wray Castle befindet. In der Literatur werden oft solche Koordinaten für die Lage eines geografischen Objekts angegeben.

Das National Grid wird auch von Geograph unterstützt, ein geografisches Fotoprojekt, welches bereits in unserem Blog vorgestellt wurde. Eine National Grid Reference kann direkt in das Suchfeld eingegeben werden, um eine Umkreissuche durchzuführen:

umkreissuche

Screenshot: Resultat einer Umkreissuche in Geograph

Die Struktur von Geograph folgt der Einteilung in Planquadraten von einem Quadratkilometer, hier NY 37 01. Jedes dieser Planquadrate kann für genaue Recherchen direkt aufgerufen und zur Dokumentation stabil verlinkt werden. Für jedes Planquadrat lässt sich unter See geographical distribution of pictures eine Kartenansicht aufrufen, welche die geografische Verteilung der bisher eingereichten Fotos darstellt:

centisquareraster

Screenshot: geografische Verteilung von Fotos innerhalb des Planquadrats

Diese Darstellung veranschaulicht die Rolle der Ziffern einer Grid Reference: Die erste Ziffer steht für den Ostwert (=Rechtswert, Easting), die zweite Ziffer für den Nordwert (=Hochwert, Northing) einer Position. Wir können also nun anhand des dargestellten Planquadrats NY 37 01 zum kleineren Planquadrat NY 374 010 navigieren, indem wir auf dem Raster oder im Eingabefeld die Position 4,0 anwählen.

centisquarewaehlen

Screenshot: exakte Wahl des kleineren Planquadrats

So gelangen wir zu den eingereichten Fotos, welche im kleineren Planquadrat NY 374 010 lokalisiert sind.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten dieses großartigen Projekts. Wer noch etwas mehr über Wray Castle erfahren möchte, findet unter der Shared Description weitere Informationen und Fotografien.

C.K.

P.S.: In Wikidata können National Grid-Planquadrate eingetragen werden.

12. Februar 2017 at 23:16 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – Webcam-Portale

Als erste Webcam der Welt gilt eine Kamera, welche Bilder einer Kaffeemaschine in der Universität Cambridge an die Mitarbeiter und ins Internet sendete. Sie sollte den Mitarbeitern der Universität unnötige Laufwege ersparen, entwickelte sich im Internet aber schnell zu einer kleinen Berühmtheit. Heute können Webcams eine wichtige Informationsquelle sein, um etwas über einen Ort oder ein Ereignis zu erfahren.

webcam-cusco

Screenshot: Vorschau der Webcam Cusco, Peru, Webcam Galore

Mittlerweile gibt es eine breite Fülle öffentlich zugänglicher Kameras im Netz. Sie zeigen berühmte Bauwerke, Häfen, Forschungseinrichtungen und sogar Raumstationen. Zu finden sind sie auf Webcam-Portalen wie Webcam Galore, die eine Suche nach Kameras in bestimmten Regionen oder zu bestimmten Themen ermöglichen. Angemeldete Benutzer können Listen über Webcams anlegen oder eine eigene Webcam anmelden.

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Screenshot: Webcam Pendling Ost, foto-webcam.eu

Das Projekt foto-webcam.eu setzt auf gute Kameratechnik, um hochwertige Bilder zu erzielen. Die Bilder jeder der betreuten Kameras werden über einen langen Zeitraum hinweg gespeichert. Über einen Kalender können die archivierten Bilder gezielt aufgerufen oder im Zeitraffer hintereinander abgespielt werden. In jedes Bild lassen sich die Namen der geografischen Objekte, welche im Bild zu sehen sind, einblenden. Zu jeder Kamera ist eine Karte verfügbar, in die der Blickwinkel der jeweiligen Kamera eingezeichnet ist.

C.K.

4. Februar 2017 at 21:57 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Lesetipp: Makerspaces für kleinere und kleinste Bibliotheken

Ein instruktiver Bericht über ein Projekt der HTW Chur zum Einsatz mehrerer Boxen bei Makerspaces in kleinen Gemeindebibliotheken, versehen mit weiteren Informationen und Materialien.

27. Januar 2017 at 08:48 Hinterlasse einen Kommentar

ZW-Tool – Crotos

motiv-hamburger-hafen

Screenshot: Der Hamburger Hafen als Motiv

Crotos ist eine Sammlung von Werkzeugen zur Suche und Darstellung von Werken der bildenden Kunst, welche in Wikidata semantisch erschlossen sind.

crotos-callisto

Screenshot: Motive nahe der Londoner Themse

Zu Crotos gehört auch Callisto, ein kartenbasiertes Werkzeug zur Suche nach den Orten der dargestellten Motive sowie den Standorten der Sammlungen und Kunstwerke.

Zum Potential der Erschließung des kulturellen Erbes mit Wikidata erschien kürzlich ein lesenswerter Artikel:

The data are incomplete, but these are the early days of an ongoing and ambitious project to share data about cultural heritage—all of it.

Dr. Martin Poulter: Wikidata: the new hub for cultural heritage

C.K.

22. Januar 2017 at 12:54 1 Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017: Einladung zur Bewerbung oder Benennung

Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2017.

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Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung im Rahmen des 106. Bibliothekartages in Frankfurt verliehen.

Ziel:

Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagiert haben.

Prämiert werden jeweils eine Einzelperson oder ein Team. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Es können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind, sofern das Endresultat schon absehbar ist.

Preis:

Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 106. Bibliothekartages in Frankfurt zu präsentieren.

Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP über Ihre Arbeit zu berichten.

Bewerbung:

Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

Einzureichende Unterlagen:

Erforderlich ist eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes. Darin sollten die unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 15. April 2017 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: claudia.heyer@degruyter.com).

Bewertung:

Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
  • Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben Sie eine Einschätzung dazu ab.
  • Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.

Daneben werden bewertet:

  • Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
  • Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
  • Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
  • Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
  • Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

Preisträger:

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt während des 106. Bibliothekartages in Frankfurt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag.

Kontakt:

Claudia Heyer
Library and Information Science
De Gruyter Saur
Rosenheimer Str. 143
D-81671 München
Tel. +49 (0)89 7 69 02-386
Email: claudia.heyer@degruyter.com

16. Januar 2017 at 21:02 Hinterlasse einen Kommentar

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