Tool der Woche – OpenStreetMap

OpenStreetMap ist “ein im Jahre 2004 gegründetes internationales Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu schaffen.” Kern des Projekts ist eine Datenbank mit freien Geodaten, aus denen dann Karten erstellt werden können.

OSMGoslar

Abb. 1: Innenstadtbereich von Goslar (© OpenStreetMap-Mitwirkende)

Jeder kann sich auf vielfältige Weise an dem Projekt beteiligen: Mit einem GPS-Gerät können beispielsweise Geodaten aufgenommen und eingepflegt werden. Es ist aber auch viel Arbeit am Schreibtisch zu erledigen: Hausnummern müssen nachgetragen oder überprüft werden. In jeder belebten Innenstadt eröffnen neue Geschäfte, die dann als Point of Interest eingetragen werden können.

OSMBsp

Abb. 2: Behindertenparkplatz, Trafostation und Sammelpunkt (Foto: CK)

Besonders reizvoll am Mappen ist es, Erkundungen im Ort oder in der Landschaft mit der anschließenden Auswertung der Notizen und dem Basteln am heimischen Computer verbinden zu können. Das Erkunden und Mappen eines Ortes schult die Aufmerksamkeit und lässt einen Dinge entdecken, die man vorher eher beiläufig wahrgenommen hat: Hydranten, Sirenen oder eine versteckt gelegene Sitzecke. Für jeden bietet OpenStreetMap die Möglichkeit, sich mit den eigenen Interessen einzubringen: Waldgebiete, Fahrradwege, Eisenbahnanlagen, Bibliotheken, historische Gebäude, Geschäfte, …

Ein ausführliches “Handbuch 2.0″ bildet das mehrsprachige Wiki, ebenso gibt es ein ForumPodcast & Blog.

OpenStreetMap-Karten werden heute von immer mehr Projekten verwendet:  KLEKs, Mundraub, OpenBookCase oder Wikipedia.

Ob drinnen, oder draußen – viel Spaß beim Mappen!

C.K.

24. Oktober 2014 at 09:28 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Knitty Buddy

Einfach mal neues ausprobieren, das wird bei der Zukunftswerkstatt ganz groß geschrieben. Neugier ist immerhin ein natürlicher Reflex. In meinem Leben habe ich schon viele Dinge probiert und leider fielen viele viel zu oft meiner mangelnden Ausdauer zum Opfer. Ich erinnere mich mich noch daran, wie meine Mutter mir mal zeigte, wie man strickt. Ich probierte mich zwei Tage daran und gab dann auf. Heute ärgere ich mich darüber, dass ich es nie weiter versucht habe. Gerne würde ich mir mal einen Schal nach eigenen Vorstellungen fertigen, gerade jetzt wo der Winter naht.

Würde ich stricken können, hätte ich hier das wohl perfekte Tool: Knitty Buddy (Android -App).

Knitty Buddy hilft einem, seine Strickprojekte zu organisieren. Man kann für jedes genaue Parameter eingeben, die Reihen zählen und einen Timer mitlaufen lassen. Die App hat auch viele Informationen rund ums Thema parat, wie Sockenmaße oder Stricknadelarten. Auch Häkelprojekte können mit der App organisiert werden.

Mama, mach dich bereit! In meinem Weihnachtsurlaub will ich nochmal stricken lernen!

 

MK

 

 

17. Oktober 2014 at 08:54 1 Kommentar

Tool der Woche – Topothek

Unser heutiges Tool der Woche ist eine Topothek, ein digitales Archiv zur Sammlung von Medien zu einem bestimmten Ort. Jede Topothek stellt eine Web 2.0-Plattform dar, in die jeder selbst Medien einstellen oder eingestellte Medien mit Informationen anreichern kann. Professionelle Forscher, private oder öffentliche Einrichtungen können ebenso wie ehrenamtlich tätige Heimatforscher oder Citizen scientists an einer Topothek mitwirken oder eine eigene betreiben. Mittlerweile sind etwa 30 Topotheken zu Orten in den Räumen Niederösterreich, Oberösterreich und Wien entstanden. Die Idee der Topotheken stammt von Alexander Schatek:

Die einfache Auffindbarkeit von historisch relevantem Material und Wissen ist die Aufgabe der Topothek. Darüberhinaus bietet sie die Möglichkeit für die Besucher, selbst wertvolle Mosaiksteine beizutragen. So entsteht ein virtuelles Archiv, das keine Grenzen kennt. Ich freue mich, dass die Idee, die ursprüngich für den Zweck entstanden ist, das gesammelte virtuell zu teilen, nun einen stets größeren und professionellen Nutzerkreis findet.

TopothekA

Abb. 1: Bildschirmfoto der Topothek Kloster Mariazell 

Sehr ansprechend sind die interaktiven Benutzungsmöglichkeiten gestaltet: Die einzelnen Medien können mit Orts- und Zeitangaben versehen werden und lassen sich so auf einer Karte und anhand einer Zeitleiste ermitteln. Die als “Bild”, “Video”, “Objekt”, “Text”, “Dokument” oder “Audio” klassifizierten Medien erscheinen mit entsprechenden Markern auf der Karte. Liegen einzelne Marker bei einer bestimmten Vergrößerungsstufe sehr nahe beieinander, werden sie unter einem gemeinsamen Marker zusammengefasst. Fährt man mit der Maus über einen Marker, erhält man eine Vorschau der hiermit verknüpften Mediendatei, die per Mausklick direkt aufgerufen werden kann.

TopothekB

Abb. 2: Bildschirmfoto der Topothek Himberg

Beim Aufruf einer Mediendatei erscheinen die Metadaten und weiterführende Informationen: Jede Datei lässt sich mit Tags, Kommentaren sowie CC-Lizenzangaben versehen. Zur Lokalisierung wird stets eine kleine Karte eingeblendet. Für Bilddateien lässt sich der Standort und somit der Blickwinkel des Fotografen einarbeiten. Mehrseitige (pdf-)Dateien können direkt im Browser durchblättert werden. Einzelne Dateien können durch interne Verlinkung via ID-Nummer gezielt miteinander verknüpft werden. Eine besondere Funktion ist die Möglichkeit, für einzelne Dateien offene Fragen zu formulieren: Diese dienen beispielsweise der Identifizierung von abgebildeten Personen oder Orten, denkbar ist auch eine Präzisierung von Zeitangaben, zum Beispiel bei anlässlich von sozialen Anlässen gemachten Fotografien.

Es macht Spaß, in den gut gestalteten Topotheken zu stöbern, aber es gibt auch einige Kritikpunkte anzumerken: Ein Projekt, dass Inhalte frei zugänglich machen möchte, sollte auf freien Karteninhalten basieren. Wie bei Wikipedia sollte man hier auf OpenStreetMap setzen. Mehr oder weniger beabsichtigt ist hier oft Copyfraud anzutreffen: Bei vielen Medien divergieren Besitzer und Urheber, aber sie sind – wahrscheinlich durch den einstellenden Besitzer – mit sehr restriktiven Lizenzen (CC-BY-NC-ND) versehen. Als Web 2.0-Projekte bieten Topotheken zwar Möglichkeiten der Beteiligung, wirken aber sehr in sich geschlossen: Die Formen, in denen die Dokumente mit Inhalten angereichert werden können, sind stark vorgegeben. Es besteht keine Möglichkeit, Dokumente von außen per Permalink anzusteuern.

Überlappen sich die Bezugsräume zweier benachbarter Topotheken, erscheint eine Topothek als Marker auf der Karte der jeweils anderen. Interessant wäre die Möglichkeit einer Zusammenschau der Dokumente verschiedener Topotheken auf einer gemeinsamen Karte.

Viel Spaß beim Stöbern, und: gründet Topotheken!

C.K.

10. Oktober 2014 at 07:00 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Krankheit

Unser allerneuestes Tool gibt es eigentlich schon recht lange und in verschiedenen Versionen – Krankheit. Krankheit ist ein Universaltool und läuft auf allen gängigen Plattformen. Der Einsatz von Krankheit kann recht spontan sein, so auch in unserem heutigen Beispiel.

Mal den Spaß beiseite. Da wir, wie einige wissen, unsere “Tool der Woche”-Artikel eher selten vorproduzieren und somit beim schreiben die bestmögliche Aktualität erreichen wollen, kommt es leider auch in seltenen Fällen dazu, dass der Autor, der sich am Anfang der Woche noch enthusiastisch ans Recherchieren gemacht hat, kurz vor Fertigstellung des Artikels erkrankt. Das ist eher unschön, aber nicht zu ändern. Und wenn sich dann ein anderer Autor an den Artikel setzt und ihn versucht kurzfristig zu vollenden, kann es leider zu Komplikationen kommen, die den Artikel zum Schluss seltsam aussehen lassen. Also haben wir beschlossen, in diesem Fall die Qualität vor die Quantität zu stellen und keinen richtigen Artikel zu schreiben. Dem Autor wünschen wir natürlich an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung.

Und euch/Ihnen wünschen wir einen schönen Tag der deutschen Einheit!

3. Oktober 2014 at 12:15 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Bitly

Man möchte einen Link auf Twitter oder Facebook posten, dieser ist aber zu lang und sehr kryptisch? Abhilfe kann da das verkürzen der Linkadresse bieten. Einer dieser Kurz-URL-Dienste ist Bitly. Dieser Dienst hinterlegt den eigentlichen Link auf seiner Seite, zu der man über den Kurzlink geleitet wird. Als Seitenaufrufer merkt man dies nur durch eine sehr kurze Verzögerung.

bitly

Ohne Account erstellt der Dienst selbstständig einen Kurzlink.

Aber mit Bitly bekommt man nicht nur einen kürzeren Link, wenn man sich kostenfrei einen Account erstellt, kann man diesen auch noch individuell im Aussehen beeinflussen. Zudem bleibt die Weiterleitung im Gegenstand zur Kurzlinkerstellung ohne Account zeitlich unbegrenzt erhalten.

Mit Anmeldung beim Dienst kann man den Kurzlink verändern.

Mit Anmeldung beim Dienst kann man den Kurzlink verändern.

Wenn man einen Kurzlink abgespeicher hat, kann man ihn noch nachträglich verändern und sich auch eine Statistik über die Zugriffszahlen über diese Weiterleitung ausgeben lassen.

Eine weiter Funktion, die Bitly anbietet, ist das erstellen einer Linksammlung, die man anschließend über soziale Netzwerke oder per Mail teilen kann.

 

MK

26. September 2014 at 09:00 2 Kommentare

Tool der Woche – GeoHack

GeoHack ist ein Tool, mit dem zu vorgegebenen Koordinaten verschiedene Geoinformationsdienste angesteuert werden können. Die Koordinaten werden dabei jeweils so formatiert, dass ein bestimmter Informationsdienst direkt per Mausklick abgefragt werden kann.

GeoHackA

Abb. 1: GeoHack in der deutschsprachigen Variante

Da GeoHack zu den Wikimedia-Tools gehört, wird es hauptsächlich von Wikipedia und Wikimedia Commons genutzt. Bei einem geokodierten Wikipedia-Artikel gelangt man zu GeoHack, wenn man oben rechts über dem Artikel auf die Koordinaten klickt. Bei vielen Artikeln sind die Positionsangaben auch direkt in einer Infobox angegeben. Geokodierte Fotos in Wikimedia Commons enthalten die Positionsangaben des Fotografen auf der jeweiligen Informationsseite. Diese können ebenfalls direkt angeklickt werden.

GeoHackB

Abb. 2: GeoHack in der englischsprachigen Variante

Ebenso wie bei Wikipedia existieren verschiedene Sprachversionen von GeoHack. Besonders beim Recherchieren zu anderen Ländern empfiehlt es sich, auch mal zur jeweiligen Sprachversion zu wechseln. Abbildung 2 zeigt die englischsprachige Variante von GeoHack mit Informationen zu Ottawa – hier werden auch Informationsdienste für die Region Kanada aufgeführt.

Auch von anderen Plattformen aus lässt sich GeoHack ansteuern, beispielsweise verlinken die Geograph-Projekte auf GeoHack.

Einige Geoinformationsdienste können nur benutzt werden, wenn die Koordinaten von Hand eingetragen werden. Hierfür zeigt GeoHack die benutzten Koordinaten in verschiedenen Formaten an, so dass diese dann in anderen Diensten genutzt werden können.

Neben Kartenanwendungen lassen sich mit GeoHack beispielsweise auch Geocaching-, Amateurfunk- und Fotografie-Plattformen ansteuern.

C.K.

19. September 2014 at 08:28 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Vine

Man behauptet, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Doch manchmal braucht es ein Video von maximal sechs Sekunden. Und dann kommt Vine ins Spiel. Vine ist ein soziales Netzwerk, auf dem man kurze Videos hochladen kann, welche zuvor über die App (iOS/Android) aufgenommen wurden. Diese können durchgehend oder mit Schnitten sein. Das Netzwerk ist Twitter recht ähnlich, auch hier gibt es Positivbewertungen und die Möglichkeit, Videon, die einem gefallen, an seine Abonnenten weiterzuleiten (Revine-Funktion).

Ich hab in Bremen auch ein Vine gemacht:

MK

12. September 2014 at 09:00 Hinterlasse einen Kommentar

Ältere Beiträge


Zukunftswerkstatt im Netz

Zukunftswerkstatt auf Twitter

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 846 Followern an

Kategorien


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 846 Followern an