Tool der Woche – Wayback-Machine

Unser Tool der Woche ist diesmal die Wayback-Machine, eine Spezialsuchmaschine, mit der die vom Internet Archive archivierten Internetseiten abgerufen werden können. Die Wayback-Machine stellt auch ein Tool zur eigenen Archivierung von Internetseiten dar.

Zum Einstieg gibt es bei YouTube ein Statement zur Web-Archivierung von Brewster Kahle, dem Begründer des Internet Archive.

Um das Web-Archiv zu durchsuchen, muss eine bestimmte Webadresse in das Suchfeld eingegeben werden. Es öffnet sich eine Kalenderansicht, mit der die unter dieser Adresse gefundenen und archivierten Seiten abgerufen und angezeigt werden können.

WaybackMachineA

Abb. 1: Kalenderansicht über die archivierten Seiten einer Adresse

Das Internet Archive archiviert Schnappschüsse (Snapshots) der Internetseiten, aber nicht im Sinne eines Bildschirmfotos, sondern deren HTML-Struktur. Zu jeder archivierten Version einer Seite erhält man einen Permalink, mit dem sich diese referenzieren lässt.

WaybackMachineB

Abb. 2: Die Domain unserer Zukunftswerkstatt wurde zuvor für ein anderes Projekt genutzt

Beim Stöbern offenbart sich schnell ein Problem, welches für den professionellen Gebrauch unbedingt bedacht werden sollte – die unregelmäßige und unvollständige Indexierung: Wurden viele Schnappschüsse in kurzen zeitlichen Abständen hinterlegt, so spiegelt dies nicht unbedingt einen Veränderungsprozess der archivierten Internetseite wider. Ebenso können Archivierungslücken die Rekonstruktion eines Veränderungsprozesses verunmöglichen. Bei vielen Seiten wurden die Unterseiten nicht mit archiviert, interne und externe Links führen zuweilen ins Leere. Dies gilt besonders für die Archivierung eingebetteter Inhalte.

WaybackWikipedia

Abb. 3: Ein Blick in die Entstehungszeit der Wikipedia

Ebenso faszinierend wie die Expeditionen in die Internet-Geschichte ist die Möglichkeit, selbst Internetseiten zu archivieren: Die betreffende Adresse wird eingetragen und, soweit keine technischen Hürden bestehen, ein Schnappschuss hinterlegt. Wie bei den bereits hinterlegten Seiten erhält man nun einen Permalink zur archivierten Internetseite.

Somit stellt die Wayback-Machine für Blogger oder Wiki(pedia)-Autoren ein besonderes Werkzeug dar: Meldungen oder Inhalte, die vielleicht nur für einen begrenzten Zeitraum verfügbar sind, können so dauerhaft archiviert und referenziert werden. Es entfällt das Risiko, das Links im Laufe der Zeit inaktiv werden oder nicht mehr zu der gewünschten Information führen. Wer selbst Internetseiten archivieren möchte, sollte darauf achten, auch die Unterseiten einer Domain aufzurufen und zu archivieren. Bleibt die Pfadstruktur erhalten, können so auch die archivierten Unterseiten dauerhaft abgerufen werden.

Zum Abschluss sei hier noch auf die Diskussion auf der re:publica 2014 zur Frage “Wer archiviert das Internet?” hingewiesen, bei der neben Elisabeth Niggemann von der Deutschen Nationalbibliothek auch Alexis Rossi vom Internet Archive zu sehen und zu hören ist.

C.K.

25. Juli 2014 at 08:00 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – MindMeister

Wenn man ein Projekt plant, empfiehlt es sich, eine Mind-Map zu erstellen. Wenn man allerdings ein Projekt in einer Gruppe planen will, bei der gegebenenfalls nicht alle Mitglieder in unmittelbarer Umgebung wohnen, dann wird das schwierig mit der Mind-Map. Unser aktuelles Tool der Woche schafft da Abhilfe: MindMeister.

MindMeister

Nach der kostenlosen Anmeldung über ein soziales Netzwerk oder über einen eigenen Account bei dem Dienst selbst kann man auch schon loslegen. Man bekommt eine vorgefertigte Demo-Map zur Verfügung gestellt, in der man sich die wichtigsten Funktionsweisen erklären lassen kann. Zur festigung des gerade gelernten kann man die Map dann auch gleich umgestalten. Das Spektrum reicht dabei von unterschiedlichen Schriftgrößen über verschieden gestaltete Textkästchen bis hin zu einsetzbaren Emojis. Auch Bilder können verbaut werden.

Ist man am Ende zufrieden mit seiner Map, kann man sie in der Bibliothek der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Oder man bastelt sich schnell aus der Karte eine Präsentation im Prezi-Stil.

Wenn man bereit ist noch ein bisschen Geld zu bezahlen, nehmen die Funktionen, die einem zur Verfügung stehen, zu.

Dieses Tool bietet eine Menge Möglichkeiten zur Projektplanung jeglicher Art und bringt etwas Ordnung ins Chaos. Es zumindest zu kennen bringt das nächste Projekt schon einen ganzen Schritt voran.

 

MK

 

18. Juli 2014 at 09:00 1 Kommentar

Tool der Woche – Reise-Apps

Urlaubszeit ist Reisezeit, deswegen möchte ich heute einige Reise-Apps und Reisehomepages vorstellen:

1. Urlaubsguru – auch als kostenlose App erhältlich. Dabei handelt es sich um ein Portal, dass Reiseangebote zusammenstellt – entweder selbst recherchiert oder von Anbietern als Restposten / Sonderaktion zugesandt. Ob Singlereise, Familienurlaub oder Städtetrip. Es gibt zahlreiche Schnäppchen, teilweise auch mit Bewertungen hinterlegt. Dahinter stehen zwei Enthusiasten, die diese Seite pflegen. Mir sind einige sehr zufriedene Reisende bekannt, die damit New York oder London erkundet haben.

2. Günstige Zugtickets: unter Zugprofi gibt es Hinweise für günstigeres Bahnfahren. Zum Teil auch mit Hotel.

Kurzfristige Restkarten ab Fernbahnhof zu Fernbahnhof Deutschlandweit für 27 Euro gibt es hier.

3. Eine App des Monats bietet regelmäßig die Reisezeitschrift GEO. In ihrer aktuellen Ausgabe 7 / 2014 auf S. 22 z.B. die Tripventure App als Familienabenteuer für Städte wie Berlin, Paris oder London. Daneben finden sich in diesem Heft weitere kostenlose Tipps für spontanes und sparsames Reisen wie Orbitz mit Kreuzfahrten weltweit oder Priceline, bei der es Hotel-Express-Deals gibt, bei denen die Preise minütlich fallen können. Die App erhält Bestnoten, hier lassen sich aber auch Mietwagen und Flüge buchen. Beide letztere Apps sind kostenfrei für iOS und Android in den jeweiligen App-Shops erhältlich.

 

A. L.

11. Juli 2014 at 09:00 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – Thingiverse

Mit unserem heutigen Tool der Woche – Thingiverse – kommen wir wieder auf das Thema 3D-Druck zu sprechen, beleuchten das Thema diesmal aber mehr unter dem Aspekt freier Software. Denn Thingiverse ist eine Plattform, auf der Dateien mit Design-Daten für 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Fräsen oder ähnliche Maschinen eingestellt und geteilt werden können. Mit Hilfe dieser Maschinen lassen sich so unter Verwendung der Dateien physische Objekte herstellen. Da darf Ruby, der Roboter der Zukunftswerkstatt, natürlich nicht fehlen!

ThingiverseA

Abbildung 1: Ruby – hier die Vorschau einer hinterlegten Datei

Thingiverse wurde 2008 gegründet und wird von der Firma Makerbot Industries betrieben, die sich auf die Herstellung von 3D-Druckern spezialisiert hat. Als eine Plattform der Maker-Bewegung lässt sich Thingiverse gleichermaßen der Freien Software und der Freien Hardware zuordnen. Jeder darf frei in den Beständen der Plattform stöbern und sich Dateien zu den Objekten seiner Wahl herunterladen. Dort gibt es viel zu entdecken: Ersatzteile für Haushaltsgeräte, dekorative Plastiken, besondere Spielfiguren, Schachteln, Spiele & Spielzeug, Schmuck und vieles mehr.

ThingiverseB

Abbildung 2: Zwei hinterlegte Dateien mit zugehöriger CC-Lizenz

Um eigene Dateien einstellen zu können bedarf es eines eigenen Accounts, der ebenfalls kostenfrei eingerichtet werden kann. Unterstützt werden verschiedene Dateiformate für Design-Daten, häufig trifft man das .stl-Format an. Zu einem Objekt können mehrere Dateien eingestellt werden, zum Beispiel in verschiedenen Dateiformaten oder von Designvarianten. Die Nachnutzung der Dateien wird durch freie Lizenzen geregelt.

Thingiverse funktioniert auch als soziales Netzwerk: Objekte können von anderen Benutzern geliked, diskutiert oder in selbst angelegte Sammlungen aufgenommen werden. Wer ein Objekt herstellt, kann Fotos seiner Verwirklichung oder eigens erarbeitete Dateien mit Designvarianten hinzufügen.

Auf unserer Aktionsfläche auf dem Bibliothekartag in Bremen haben wir unter anderem einen stationären 3D-Drucker aus dem Makerspace der Stadtbibliothek Köln vorgestellt:

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Abbildung 3: Der 3D-Drucker auf unserer Aktionsfläche

Wir haben gezeigt, wie die entsprechenden Dateien problemlos heruntergeladen und mit dem eigentlichen Druckprogramm aufgerufen werden können. Für ein Objekt kann vor dem Druck beispielsweise nicht nur die Größe, sondern auch der Grad der Füllung festgelegt werden, um einen stabilen Gegenstand zu erhalten.

Bibtag14_Bremen (37)

 Abbildung 4: Der gedruckte Ruby

Mit den Besuchern unserer Aktionsfläche ergaben sich dabei viele interessante und anregende Gespräche. Viele waren wie wir erstaunt darüber, wie schnell, leise, geruchsarm und präzise ein 3D-Drucker arbeiten kann.

C.K.

4. Juli 2014 at 07:00 Hinterlasse einen Kommentar

Vortragsinhalte vom #bibtag14 @ZW09

Die Woche in Bremen sollten wir so langsam alle verarbeitet haben. Da ja doch eine ganze Menge Informationen in den drei Vortragstagen auf unserer Fläche zusammenkamen, haben wir die meisten Vortragsfolien, PDF-Dateien, Berichte und Prezis der Redner zusammengestellt:

Gabriele Fahrenkrog und Melanie Kleist – German 23 Mobile Things

Sibylle Rudin und Daniel Tepe – Apps in Öffentlichen Bibliotheken – Ein Werkstattbericht aus Bremen und Liestal

Achim Bonte – SLUB: Servicebaustein FabLab

Gerald Schleiwies – Zeitschriften auf dem iPad – welch ein Papierkram!

Dörte Böhner - OpenBiblioJobs – gemeinsam für den richtigen Job

Meg Backus – Flickr-Account des 4th Floor der Chattanooga Public Library

„Zukunftsgestalter in Bibliotheken“:

Sergio Dogliani – Idea Store: into the second decade/Working the Idea Store way

Corinna Haas - Piraten, Kapitalisten und Bibliothekare: Bericht über die Complicity-Workshops der Berliner Gazette

Tara Radniecki – Making + Innovation = The future of academic libraries

Update:Tara Radniecki -DeLaMare Library: Academic Makerspace Case Study

Beate Rusch und Anja MüllerCoding da Vinci – Der Kultur-Hackathon

Torben Kohring und Cordula Nötzelmann – Lara tanzt mit Kafka – Über die Notwendigkeit von Games in der Bibliothek

 

 

Auch einige Bilder haben wir gemacht:

 

 

Wir freuen uns auf nächstes Jahr, Nürnberg 2015!

2. Juli 2014 at 14:01 Hinterlasse einen Kommentar

„Gut arbeiten in der Zukunft“ – zur Zukunft der Arbeit. Ein Streifzug über die Konferenzen “CoWork 2014 und “Work in Progress”

Dieser Text erschien in Heft 7/2014 des Bibliotheksdiensts im Rahmen der Zukunftswerkstatt-Kolumne

Die Digitalisierung verändert unser Leben und somit auch die Umstände, unter denen wir lernen und arbeiten,und dasimmer rasanter. Die gängige Vorstellung, dass Arbeit und Freizeit strikt voneinander zu trennen sind, „Work-Life-Balance“ also, hat sich längst in Richtung einer „Work-Life-Flexibility“ verwandelt. Und dabei stehen wir erst am Anfang der digitalen Revolution.

Wie wir auf den radikalen Wandel reagieren, den die Digitalisierung mit sich bringt, dafür müssen wir als Gesellschaft Strategien entwickeln. Wie kann sich Gesellschaft neu organisieren, wenn es immer weniger Arbeit einer bestimmten Art gibt? Wie konkret reagieren Unternehmen auf den Wandel? Inwieweit beeinflussen z. B. Coworking Spaces[1] die Zukunft der Arbeit und tragen auch zu einer kreativen Stadtentwicklung bei? Und was ist das überhaupt – „gute Arbeit“?

Fragen über Fragen, die auch bei der Weiterentwicklung von Bibliotheksangeboten eine große Rolle spielen. Mit diesem Blick besuchte ich die Cowork2014 vom 7. bis 9. Februar in Wolfsburg und die Konferenz „Work in Progress“, die vom 14. bis 16. März auf Kampnagel in Hamburg stattfand.

In seiner Keynote „Die Schönheit des halben Lebens“ zur „Work in Progress“ hob Professor Dr. Robert Pfaller von der Universität für angewandte Kunst in Wienhervor, dass unsere Gesellschaft schon zu über 50 Prozent aus Wissensarbeitern bestehe. Wissensarbeit wird definiert als die Bewältigung von komplexen und neuartigen Aufgaben, die sich nicht mehr mit den einmal gemachten Erfahrungen erledigen lässt. Wissensarbeiter müssen daher ständig neues Wissen erwerben, integrieren oder entwickeln. Das lasse sie insgesamt auch flexibler auf die rasanten Veränderungen der digitalen Revolution reagieren, resümierte Pfaller.

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Prof. Dr. Robert Pfaller (Foto: Nüstedt)

Berufsbilder und Berufungen sind also einem stetigen Wandel unterworfen. So wie wir bisher eine „gute Arbeit“ definierten – Arbeitszeit von 9 bis 17 Uhr, ein fester Arbeitsort und Kollegenkreis und das vom Berufsstart bis zur Rente – wird es in Zukunft immer seltener der Fall sein.

Das heißt aber nicht „Leben, um zu arbeiten“ und selbstoptimiert auch die Freizeit nach dem Prinzip „höher und weiter“ effektiver gestalten müssen. Denn ob eine Arbeit eine gute Arbeit ist, hängt ganz wesentlich auch von den Verwertungs-modellen ab, die ihr zugrunde liegen, sagt Robert Pfaller.

Arbeiten wir, um mit unserem Einsatz den Produktionskreislauf eines bestimmten Produktes in Gang zu halten oder mit dem Ziel einer gewissen Perfektibilität, bei der wir den Grad der Nachhaltigkeit selbst bestimmen können? Das „Mithineinkonstruieren diverser Defekte“ in ein Produkt, damit es nach einer bestimmten Zeitspanne durch ein neues ersetzt werden muss, wie z. B. in der Automobilproduktion, ist für Pfaller ganz eindeutig kein nachhaltiges Verwertungs-modell.

Stichwort „Nachhaltigkeit“: genau an diesem Punkt setzt ja die sog. Maker-Bewegung (Makerspaces, FabLabs etc,)an, in dem sie die „Entscheidung über die Produktionszyklen der Verantwortung des Einzelnen überlässt”. Mit den immer weiter verbreiteten 3D-Druckern bekommt mittelfristig jeder die Möglichkeit, nach seinen Wünschen und Bedürfnissen das zu produzieren, was er benötigt – individuelle und kreative Produkte und keine Massenware von der Stange. Die Entwicklung des 3D-Druckers ist der Anfangspunkt einer neuen industriellen Revolution.

Immer mehr Kreativschaffende stellen daher für sich den Aspekt der Berufung in den Vordergrund und arbeiten an dem, was sie erschaffen wollen, ob es nun zeitgemäße Produkte oder Dienstleistungen sind. Für sie ist Arbeit eine Lebensform, in der sie mit anderen kreativen Wissensarbeitern zusammenkommen und ihre Fähigkeiten entfalten können. Zum Stichwort „Gängige Vorstellung von guter Arbeit:“ Wissensarbeiter und Kreativschaffende verzichten oft auf einen Arbeitsplatz innerhalb einer festen Büro- und Organisationsstruktur. Immer häufiger sind Coworking Spaces die geeigneten Orte, an denen sie ihr Lebens- und Arbeitsideal verwirklichen wollen.

Rund 50 Coworker aus ganz Deutschland und der Schweiz waren vom 7. bis 9. Februar zur deutschen Coworking-Konferenz „Cowork2014“ nach Wolfsburg gekommen, um in Barcamp-Sessions verschiedene Aspekte des Coworkens zu thematisieren. Darunter waren Themen wie „Arbeitsstrukturen und Regeln“, die es in einem Space gibt und die oftmals so erlebten Gegensätze von kollektiven und individuellen Interessen wie produktives gemeinschaftliches versus produktives ungestörtes Arbeiten.

Wenn es im Zusammenhang mit Coworking um gruppendynamische Synergieeffekte wie Inspiration, Austausch und Vernetzung ging, hörte ich immer ganz besonders gut hin. Warum? Weil ich mir wünsche, dass das auch mehr und spontaner in Bibliotheken stattfindet: Ein gutes Beispiel dafür ist Co-Learning als Möglichkeit, sich untereinander spontan und flexibel über neue Technologien auszutauschen und Fähigkeiten dann von anderen Coworkern zu erlernen, wenn sie benötigt werden. Das, meine ich, ist gerade für Bibliotheken ein wichtiges Thema, die sich als Protagonisten im Prozess des lebenslangen Lernens neu aufstellen.

Coworking Spaces geben jungen Startups einen Raum, ihre noch unausgereiften Ideen in der Vorgründungsphase auszutesten und betreiben damit eine Art Wirtschaftsförderung von unten. In Bezug auf eine geplante Unternehmensgründung ist das wie eine Schule zur Selbstständigkeit im Gegensatz zur Kompaktberatung, die IHKs häufig noch anbieten.

Wie werden nun Coworking Spaces und die neuen kreativen Arbeitsformen die Gesellschaft und die Zukunft der Arbeit verändern? Und welchen Einfluss haben sie auf die Entwicklung unserer Städte und ländlichen Räume? Was brauchen Städte, um kreatives Potenzial entfalten zu können?

Mit seinem Projekt „Die Stadt als Campus“ betonte in Wolfsburg Prof. Dr. Reiner Schmidt

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Prof. Dr. Reiner Schmidt (Foto: Nüstedt)

von der Hochschule Anhalt die Bedeutung neuer Arbeits-, Entfaltungs- und Experimentierräume für Bildungsprozesse in der kreativen Stadtentwicklung. Indem die Stadt zum Labor für neue urbane Lebensstile, Bildungsmodelle, Arbeits- und Kooperationsformen würde, trage sie zu einer aktivierenden Stadt-, Immobilien- und Freiraumentwicklung bei.

Weiterführende Informationen gibt es unter: http://cowork.mixxt.de/, http://work-in-progress-hamburg.de/ und im Blog der Zukunftswerkstatt: http://www.zukunftswerkstatt.org

 

 

 

 

Über den Autor:

Uwe Nüstedt, Öffentlichkeitsarbeit in der Stadtbibliothek Wolfsburg und Zukunftswerkstatt e.V.

 

[1] Coworking Spaces sind Räume, die auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis Arbeitsplätze und Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume) zur Verfügung stellen und die Bildung einer Gemeinschaft („Community“) ermöglichen, welche mittels gemeinsamer Veranstaltungen, Workshops und weiterer Aktivitäten gestärkt werden kann. Dabei bleibt die Nutzung jedoch stets unverbindlich und zeitlich flexibel (Quelle: Wikipedia)

1. Juli 2014 at 16:13 1 Kommentar

Tool der Woche – Call a bike

Das Wetter ist schön und wir haben keine Lust auf eine umklimatisierte Bahn und wollen uns bewegen. Da bietet sich doch die Ausleihe eines Fahrrades an. Die Deutsche Bahn hat mit diesem Service angefangen, inzwischen gibt es diverse lokale Angebote oft in Zusammenarbeit mit den öffentlichen Nahverkehrsanbietern. Einige Anbieter bieten inzwischen auch Pedelecs an. Diese Woche stellen wir exemplarisch am Beispiel des Bahn Angebotes “Call a bike” eine Fahrradausleih-App vor. Solltet Ihr noch vergleichbare lokale Angebote kennen, postet bitte den Link in den Kommentaren.

Das Angebot Call a bike gibt es inzwischen in den Großstädten Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München, an über 50 ICE Bahnhöfen und in den Städten Aachen, Kassel, Lüneburg und Stuttgart. An den ICE Stationen ist der Bahnhof Ausleih- und Rückgabeort, die anderen Städte haben über das Stadtgebiet verteilt Rückgabestationen eingerichtet. Besonders komfortabel ist es in Köln und München. Dort kann man die Ränder im Kerngebiet einfach an einer Straßenkreuzung abbestellen. Infos über die Stationen und über die Kerngebiete sind auf der Internetseite “So funktioniert’s” abrufbar. Stellt man die Räder außerhalb der Stationen bzw. Kerngebiete ab, kommt es zu Bearbeitungsgebühren. In Hamburg und Lüneburg sind sogar die ersten 30 Minuten frei, hier besteht eine Kooperation mit Stadtrad Hamburg bzw. Lüneburg. In Kassel besteht eine Kooperation mit Konrad.

Bevor man aber starten kann, erfolgt die Registrierung und hier ist der erste Wermutstropfen, dass Kreditkarte- oder Bahncardinformationen hinterlegt werden müssen. Ein Prepaidmodell oder eine Abbuchung über Telefonguthaben ist nicht möglich. Die Teilnehmer müssen mind. 18 Jahre sein. Zur Wahl steht der Grundtarif für Gelegenheitsnutzer und der Pauschaltarif für Vielnutzer. Beim Pauschaltarif zahlt man eine Jahrespauschale zwischen 24 und 48 Euro und kann dafür die Räder die ersten 30 Minuten kostenfrei nutzen. Ansonsten liegt der bei allen Tarifen der Minutenpreis bei 8 Cent, der Tagespreis bei 15 Euro bzw. für Studenten oder Bahncardbesitzer bei 9 Euro. Zu beachten ist allerdings, dass sich das Abo beim Pauschalangebot automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn es nicht 14 Tage vor Ablauf gekündigt wird. Der Vorteil beim Grundtarif ist, dass man mit einer Registrierung 2 Fahrräder gleichzeitig ausleihen kann und so nicht registrierte Freunde zu einer Tour einladen kann.

Nach erfolgreicher Registrierung kann man nun starten. Die App gibt es für IPhone, Ipod touch, Android-Handys und Blackberrys. Um Fahrräder in der Nähe finden zu können, muss man der App natürlich erlauben, den aktuellen Ort zu verwenden. Über die Funktion CallBikes finden werden auf dem Stadtplan die verfügbaren Räder angezeigt. Steht man vor einem Rad, kann man durch beherztes Schütteln des Mobiltelefons auch den Ausleihvorgang starten. Dazu gibt man bei CallBike entleihen, die vierstellige Ausleihnummer an bzw. wählt Sie aus der Vorschau aus. Die App zeigt dann den Öffnungscode an der über das Touchdisplay oberhalb der Nummer eingegeben werden muss und los geht’s.

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Möchte man die Fahrt nur beenden, hat man über das Touchdisplay die Option Pause. Dann läuft allerdings die Zeit weiter. Wählt man beenden, sieht man in der App über sein Kundenkonto direkt, was die Fahrt gekostet hat.

An den Fahrräder selber gibt es eine ausführliche Anleitung mit QR-Code. Hier gibt es zusätzlich Hinweise zur telefonischen Ausleihe.

IMG_0204

Schäden am Rad können auch direkt über die App gemeldet werden.  Und wer seine Touren mit Apps planen möchte, findet in Martins Beitrag Apps fürs Radfahren sicher einige wertvolle Hinweise. SF

 

 


27. Juni 2014 at 09:00 Hinterlasse einen Kommentar

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