Tool der Woche – Twitter

1. Mai 2013 at 19:59 2 Kommentare

SMS an die Welt

Heute kümmern wir uns beim Tool der Woche um eines der gerade in den englischsprachigen Ländern weit verbreiteten Elemente der heutigen sozialen Vernetzung, das auch hier in Deutschland immer mehr Anhänger hat: Twitter (dt.: Gezwitscher).

Eine Bekannte sagte mal zu mir: “Du bist bei Twitter? Da sind doch die ganzen berühmten Leute, oder?“

Ich gab mich einer Sekunde lang diesem Gedanken hin, wälzte mich in dieser Gleichstellung mit diversen Celebrities. Dann erschien mit einem Mal das Bild von Justin Bieber in meinem Kopf und ich kehrte wieder schnellstmöglich in die Realität zurück, bei der sich auf Twitter unterschiedlichste Charaktere tummeln. Und Konzerne, fiktionale Personen, politische Gruppierungen etc..

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, in dem man kleine Texte mit bis zu 140 Zeichen verfassen und seinen „Followern“ zu lesen geben kann. Diese Texte können auch Links zu Webseiten oder Videos enthalten. Fotos kann man auch mit diesem Dienst hochladen, diese werden dann automatisch in den „Tweet“, die Nachricht, integriert.

Tweets können von jedem gelesen werden, der einem folgt oder der auf das Profil des Nutzers geht. Optional kann man seinen Account auch schützen, dann muss jeder potentielle Neu-Follower erst vom Accountbetreuer bestätigt werden.

Auf einen Tweet kann man antworten, dann wird einem von der Seite automatisch ein Tweet-Fenster angezeigt, das mit „@Benutzername“ beginnt. Man kann auch einfach so einen anderen Nutzer mit dieser Formel erwähnen, ohne auf einen bestimmten Tweet zu antworten. Ein Tweet kann favorisiert und „retweetet“ werden. Das retweeten stellt das erneute Wiedergeben eines von einem anderen Nutzer verfassten Tweets dar.

Über die Suche kann man bestimmte verwendete Wörter in Tweets, aber auch Personen suchen. Einige Konzerne verwenden dies beispielsweise, um als Serviceleistung eventuell angesprochenen Probleme zu lösen.

Ein oft verwendetes Mittel auf Twitter ist der sogenannte „Hashtag“, das Doppelkreuz mit einem direkt folgendem Begriff oder Abkürzung. Er stellt einen direkten Link zu weiteren Tweets mit diesem Hashtag her, ohne dass man eine lange URL eingeben muss. Gerne genutzt wird er hierzulande auf Veranstaltungen wie zum Beispiel bei Bibliothekarstagen (#bibtag) oder BibCamps (#bib6).

Für den Einstieg auf Twitter empfehle ich, vielleicht einigen Leuten aus dem eigenen privaten Umfeld oder Konzernen und Musikern zu folgen. Starten Sie vielleicht mit der Zukunftswerkstatt . Wenn man das ganze bibliotheksaffin nutzen will, kann man auch einfach mal in das Suchfeld „Bibliothek“ eingeben und damit eine Personensuche auf der Plattform auslösen, die einen zu den zahlreichen twitternden Bibliotheken im deutschsprachigen Raum führt. Folgen Sie anfangs vielleicht so zehn, fünfzehn Accounts. Wenn Sie sich etwas mit Twitter angefreundet haben, werden Sie diese Zahl ganz von alleine steigern, weil Sie immer öfter den „Folgen“-Button benutzen werden. Sie können selbstverständlich auch selber etwas schreiben. Was und wie oft, das ist natürlich ganz Ihnen überlassen. Und sei es nur, was Sie zum Frühstück hatten.

Twittern geht von zu Hause aus, aber auch von Unterwegs. Twitter selbst bietet eine solide App für iOS, Android und Windows Phone an, aber es gibt noch zahlreiche andere Apps, auf denen man Twitter abrufen kann. Man kann seinen Twitteraccount auch mit anderen Anwendungen verbinden, die dann automatisch Tweets über eigene Aktivitäten senden. Einige dieser Anwendungen werden wir in nächster Zeit auch noch vorstellen, wie z. B. Foursquare oder Pinterest. Man kann auch Facebook-Posts automatisch an den eigenen Twitter-Account schicken lassen. Aber das alles zu seiner Zeit. Man fängt klein an und irgendwann trifft man Menschen, mit denen man sonst nur über die Plattform kurze Nachrichten ausgetauscht hat, auch mal in einem Café zum persönlichen Plausch. Ich habe schon viele verschiedene tolle Menschen über Twitter kennengelernt und möchte es nicht mehr missen, mein Sprachrohr an die Welt.

MK

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