Posts tagged ‘RSS’

Kein Tool der Woche: page2rss

13. Mai 2016 at 12:18 1 Kommentar

ZW-Tool: RSS-Reader Inoreader

RSS-Feeds sind wieder im Kommen. Schlussendlich hat man damit die Möglichkeit, mehr Quellen als in sozialen Netzwerken abzufragen und auch selbst zu bestimmen, was man wie und wieviel davon zu sehen bekommt. RSS-Reader können dabei entscheidend helfen, je nachdem, wieviele Produktivitäts-Aspekte sie unterstützen und wie sie erlauben, die Inhalte anzusehen. Auch die Möglichkeit, den Reader über unterschiedliche Geräte hinweg nutzen zu können, spielt eine Rolle.

Als der Google Reader vor zwei Jahren nicht mehr angeboten wurde, schien es so, als ob die Welt unterging, wurde damit doch das produktivste Tool vom Markt genommen. Bald jedoch zeigte sich, dass eine ganze Reihe von Alternativen angeboten oder programmiert wurden, die durchaus Schritt halten konnten. Netvibes gab es schon länger, trat aber damals mehr in den Vordergrund und bot etwa in dieser Zeit neben der Präsentation der Feeds in Registern und Widgets die Möglichkeit, umzuswitchen auf eine klassische „Reader“-Sicht mit der Ordnung nach Tags. Feedly punktete insbesondere durch seine gute Darstellung insbesondere von Bilderquellen und durch die Möglichkeit der Nutzung auf verschiedenen Devices. Und Inoreader wurde damals von einem Google Reader-Fan gegründet, der zunächst die Grundfunktionen nachprogrammierte, jetzt aber – mittlerweile in einem Team – nach und nach andere Funktionen hinzunimmt.

Ich nutze Inoreader immer noch in der kostenlosen Variante (mit Werbeeinschaltungen). Neben der guten Handhabbarkeit schätze ich vor allem die Suchfunktion, mit deren Hilfe ich die Feeds durchsuchen kann. So kann man schnell Feeds wieder „heben“, von denen man vergessen hatte, wo sie enthalten waren, ebenso aber kann man mit Hilfe von Stichworten nach Aspekten suchen, die einem erst später aufgefallen sind.

Die verschiedenen Produktivitätsinnovationen, die regelmäßig hinzukommen, will ich nicht im einzelnen beschreiben, denn wahrscheinlich hat jede/r hier andere Präferenzen. Im Inoreader-Weblog gibt es eine Übersicht, welche die verschiedenen Zusatzfunktionen aufzeigt. Hier ein paar Beispiele:

  • Automatisches Highlighten von bestimmten Wörtern im Titel und im Text von Feeds
  • Ablegen von Seiten in Inoreader
  • Ablegen von Inhalten per E-Mail
  • Integration mit IFTTT
  • lesen von Facebook-Seiten im Inoreader
  • etc.

Wenn man Inhalte nicht verteilt ablegen, sondern möglichst an einer Stelle zusammenführen möchte, dann bietet der Inoreader hierfür differenzierte Funktionalitäten, um das gut umzusetzen. Ach ja, es gibt auch die Möglichkeit, aus ausgewählten Feeds eine öffentliche Webseite zu erstellen und diese zu verwalten, beispielsweise wenn man sich umentscheidet und etwas dann doch wieder (z.B. wegen Bildrechten) draussen haben möchte. Und die „soziale“ Funktion ist auch mit an Bord, man kann sich über Inoreader vernetzen. Zwar ist das nicht ganz so gut wie damals in Bloglines, dem früheren Feedreader, der völlig offen war, aber immerhin.

Alles in allem ein gut durchdachtes Tool, an dem kontinuierlich weiterentwickelt wird, und – was auch wichtig ist – bei dem wichtige Funktionen auch im kostenlosen Bereich zur Verfügung stehen wie z.B. die Suche, die beispielsweise bei Feedly nur im kostenpflichtigen Bereich zu nutzen ist.

3. Juli 2015 at 10:20 3 Kommentare

De/Zentralisierung der Information durch RSS

Vor fast drei Jahre habe ich einen Vortrag über Information Retrieval in Web2.0 erhalten, in dem ich über die grundlegende Ideen von Web2.0 und ein paar Anwendungen vorgestellt habe. Zu der Technologie RSS habe ich das obige Bild erstellt und erklärte, dass RSS die Informationen aus vielen Websites zusammenstellen kann. Statt wir jeden Tag viele Website öffnen, (man weißt oft nicht, ob diese Seite schon aktualisiert wurde.) können wir mit RSS viele Neuigkeiten in einer Stelle sammeln.

Die Verbreitung der RSS-Anwendung führt zu einer Dezentralisierung der Informationen, das heißt, von dem Zugriff auf Informationen in Web1.0 bis zu zukommen lassen der Informationen in Web2.0. Die Dezentralisierung von Informationen bezieht sich natürlich auf den klassischen Informationsanbieter. Aber hinsichtlich der Informationsempfänger findet eine starke Zentralisierung von Informationen durch RSS-Technologie statt. Viele Bibliotheken, die man als klassische Informationsanbieter bezeichnen kann, versuchten in letzten Jahren ihre Informationen auch per RSS an den Nutzern zu liefern.

Ein tolles Beispiel kann ich Ihnen heute die Kölner UniversitätsGesamtkatalog vorstellen, es handelt sich um einen Metakatalog, der 163 Katalogen aus verschiedenen Institutionen enthält. Wenn man ein Titel aufruft, bietet der Katalog an, verschiedene Suchfelder als RSS-Feeds zu abonnieren. Zum Beispiel Sie können das Schlagwort „Geschichteabonnieren, wenn neue Bücher unter dem Begriff katalogisiert wurden, wird der Nutzer dann per RSS benachrichtigt. Es funktioniert genau sowie bei den Verfassern. Oder der Nutzer kann auch ihr zugehörige Bibliothekskatalog abonnieren, was die Bibliothek neu erworben hat, kann der Nutzer durch RSS sofort wissen.

12. Januar 2009 at 15:32 Hinterlasse einen Kommentar


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