Posts tagged ‘Google Glass’

Tool der Woche – Ich sehe was, was Du nicht siehst …

Es ist Bibliothekartag in Bremen, ihr kommt in das Kongresszentrum und begebt Euch auf den Weg zur Zukunftswerkstatt. Auf unserer Fläche findet Ihr ein großes Rollup auf dem unser Maskottchen Ruby mit einer Google Glass zu finden ist. Ihr nehmt Euch Euer Smartphone, öffnet die kostenlose App Junaio und scannt unser Maskottchen ein. Ruby wird über den Browser erkannt und es wird automatisch die Homepage der Zukunftswerkstatt auf Eurem Smartphone geöffnet. Glückwunsch! Ihr hattet gerade ein Erlebnis mit der “Angereicherten Realität” – der “Augmented Reality”.

In einem früheren Beitrag im Bibliotheksdienst bzw. auf unserem Blog sind wir auf dieses Thema “theoretisch” schon einmal eingegangen. Nun habt Ihr auf dem Bibliothekartag in Bremen die Möglichkeit, verschiedene Gadgets selbst auszuprobieren.

Erstellt z.B. mit uns zusammen über die Software Metaio “Trackables” – reichert Bilder oder auch Gegenstände mit Zusatzinformationen an.

Und wenn wir Glück haben, wird in Bremen die Sonne strahlen – so dass Ihr Eure Sonnenbrille aufsetzen müsst. Wir werden auch so etwas ähnliches tun, wir werden uns auch  Brillen aufsetzen. Eine davon wird von Google produziert, die andere wurde von Facebook aufgekauft: Google Glass und Oculus Rift. Zwei Mitglieder der Zukunftswerkstatt konnten zu Beginn des Jahres diese “geheimnisumwobene” Google Glass ausprobieren. Die Eindrücke können unter “Die Welt durch neue Glasses sehen” nachgelesen werden.

Mal sehen, wer bei Euch das Rennen macht: Augmented Reality

oder Virtual Reality …

Und wenn Ihr schon immer wissen wollt, ob die/der rechte oder die linke KollegInnen an der Informationstheke die meisten Blicke Eurer Kunden auf sich zieht, ist der Vortrag über Eye-Tracking in Bibliotheken der Projektgruppe der FH Potsdam unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm sicher von Interesse. Lasst Euch überraschen, vielleicht sind es nicht die KollegInnen, sondern die neu angeschafften Bücher im Regal dahinter …

FH/IH

30. Mai 2014 at 09:00 1 Kommentar

Die Welt durch neue „Glasses“ sehen

“OK glass, take a picture.” Dieser Satz war das Highlight unseres Tages. 20. Februar – die Sonne scheint mit 12° C Außentemperatur – das allein ist schon nicht normal, aber beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern durften wir mittels einer Brille quasi in die Zukunft blicken. Möglich wurde dies durch Herrn Prof. Lukowicz, Leiter der Arbeitsgruppe “Eingebettete Intelligenz” und seinem Mitarbeiter Herrn Weppner. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank dafür!

Gute 20 Minuten nahm sich Shoya Ishimaru Zeit, uns die vielumworbene Brille zu zeigen, ihre Funktionsweise näher zu bringen und zu erklären, was für ihn als Forscher an Google Glass im Fokus steht.

Bei diversen YouTube-Videos wird die Grundinstallation der Entwickler-Version von Glass hinreichend besprochen und erklärt, was möglich ist:

  • Google…[Search]
  • take a picture
  • record a video
  • get directions to…
  • send a message to…
  • make a call to…
  • hang out with…

Eines ist klar – eine aufgesetzte Google Glass ist Grund genug, mit seinen Mitmenschen ins Gespräch zu kommen – allein schon um ihnen zu versichern, dass man nicht gerade ein Bild von ihnen gemacht hat. Ishimaru hat diese Erfahrungen auf dem Weg zur Mensa der TU Kaiserslautern schon des Öfteren gemacht.

Sein momentaner Forschungsschwerpunkt liegt aber nicht in der Untersuchung der menschlichen Interaktion bei der Wahrnehmung vermeintlicher Social Media-Überwachungsmedien sondern in der Erforschung der Aktivitätserkennung mittels Google Glass. Ähnlich zu modernen Smartphones beinhaltet Google Glass eine Reihe von Sensoren. Darunter befindet sich auch ein Infrarot-Näherungssensor der zum einen wahrnehmen kann ob man Google Glass aufgesetzt hat oder nicht. Die Gruppe von Prof. Lukowicz konnte diesen Sensor sogar dazu nutzen, um Blinzeln in Sekundenbruchteilen zu erkennen. Eine Beitrag zur Forschung in der Aktivitätserkennung gibt z.B. die Blinzel-Frequenz, denn wissenschaftlich wurde nachgewiesen, dass je nach Aktivität die Häufigkeit des Blinzeln unterschiedlich ist. Die “Google-Glass-Wink-App” gibt es zwar schon, aber diese erinnert eher an “mir ist gerade etwas ins Auge geflogen”. Die Programmierung einer Steuerung durch einen “natürlich” aussehenden Bewegungsablaufs ist das Ziel.

Ausschnitt_Google_Glass_Iris_DFKI

Für uns war es jedenfalls ein Erlebnis, Glass selbst aufsetzen zu dürfen und auch Fotos damit zu schießen … auch wenn der Mythos durch die momentan eingeschränkten Möglichkeiten etwas entzaubert wurde. Aber die Entwicklung steht ja erst am Anfang und wenn man beobachtet, welche Apps für Google Glasses bereits entwickelt wurden, erscheint der Blick in die Zukunft doch recht vielversprechend. Natürlich ist das Thema Datenschutz und Einhaltung der Persönlichkeitsrechte bei der Datenbrille ein Streitpunkt und sicherlich wäre es für unbeteiligte Dritte einfacher zu erkennen, ob sie gerade fotografiert wurden, wenn ein kleines rotes Lämpchen im Fall der Aufnahme aufblinken würde – aber auch bei den “normalen” Aufnahmegeräten erkennt das Gegenüber nicht unbedingt, ob er gerade abgelichtet wird – von so genannten Spy Cameras ganz zu schweigen.

Positiv zu Glass bleibt festzuhalten, dass man eine ganz normale Konversation halten kann, obwohl man die Brille auf der Nase hat. Das Prisma, auf das die Daten projiziert werden, ist so platziert, dass der direkte Augenkontakt ohne Probleme möglich ist. Und dies war laut Sergey Brin, dem Mitbegründer von Google, mit ein Grund, Glass zu entwickeln … Augenkontakt und wieder freie Hände zu haben, die nicht bei jedem Vibrieren des Handys in die Tasche greifen.

IH und FH

27. Februar 2014 at 09:35 1 Kommentar


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