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Die VisionenKlause – lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf…

Gemeinsam mit Jochen Dudeck und Prof. Tom Becker und seinen Studierenden des Seminars „Bibliotheken für die Zukunft – Zukunft für die Bibliotheken“  an der FH Köln, läd die Zukunftswerkstatt Sie in diesem Jubiläumsjahr zu einem Blick in die Zukunft ein. Lesen Sie dazu den Gastbeitrag von Kirsten Groth, Studierende an der FH Köln:

Die Zukunft. Etwas, das man manchmal gern verdrängt, zeitweise begrüßt und das meistens doch irgendwie anders kommt, als man denkt. Sei es George Orwell mit 1984 oder Douglas Adams mit „Per Anhalter durch die Galaxis“ – jeder hat so seine eigenen Ansichten davon, was geschehen wird und dies kann durchaus sehr gegensätzlich sein.

Machen Sie es sich bequem und lassen auch Sie Ihren Visionen freien Lauf! Ob Sie sie aufschreiben, auf Video festhalten oder sprachlich formulieren möchten ist dabei völlig Ihnen überlassen – uns interessiert, was Sie denken: Wie fühlt sich die Zukunft für die Bibliotheken an? Wie sieht die Bibliothek von morgen aus? Welche Medien kann man entleihen, gibt es physischen Bestand? Was ist mit den Mitarbeitern, der Technik, der Informationskompetenz und – vor allem – den Kunden, Dienstleistungen und Angeboten der Einrichtung?

Werden Sie aktiv und geben Sie sich und anderen neue Impulse – die Zukunft ist zum Greifen nah: Es liegt an Ihnen, ob Sie Zuschauer des Geschehens bleiben oder mit uns die Zukunft aktiv gestalten!!

Treffen Sie uns ab dem 7. Juni live auf dem Bibliothekartag in Berlin – Wir sehen uns in Raum Paris!!

verfasst von: Kirsten Groth, Studierende an der FH Köln

(im Rahmen des fakultativen Seminars „Bibliotheken für die Zukunft – Zukunft für die Bibliotheken“ bei Prof. T. Becker, FH Köln)

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3. Juni 2011 at 10:12 1 Kommentar

Innovationsmanagement und Captain Kirk

Liebe Leser,

heute möchte ich über ein Thema schreiben, welches ein bißchen nach Science Fiction klingt. Es geht um das Raumschiff Enterprise bzw. die TV-Serie „Star Trek“. Zu genau dieser Serie gab es vor ein paar Tagen auf ARTE eine zweiteilige Dokumentation. In dieser Dokumentation ging es aber nicht um die Dramaturgie oder die Fans oder die Maskenbildner. Es ging vielmehr um die Frage, wie diese TV-Serie unsere reale Welt nachhaltig verändert hat. Wenn man über diese Frage nachdenkt, fällt einem sicherlich zuerst der „Kommunikator“ auf. „Scotty beam me up“ wurde zu einem der bekanntesten TV-Sätze überhaupt. Und in der Tat – die Chefentwickler der Firma Motorola sollen laut dieser Dokumentation auf Basis dieses Kommunikators auf die Idee des Handys gekommen sein. Zudem war es lange Zeit ein wichtiges Ziel genau diese Variante für die mobile Kommunikation zu ermöglichen mit dem uns allen bekannten Klapphandy als Ergebnis.

Ein anderes Beispiel war das Design des Maschinenraumes der Enterprise. Einige Mitarbeiter der NASA nahmen dieses Design zum Vorbild und tatsächlich gibt es Schaltzentralen in der Triebwerksentwicklung, die so aussehen als hätte man sie direkt aus dem Raumschiff übernommen. Gleiches gilt für Tablet-PC’s wie das iPad oder das Galaxy Tab von Samsung. Selbst die Entwicklung des PC als Arbeitsstation inkl. Videochat wird zumindest in Teilen von Entwicklern von Apple und Microsoft der TV-Serie zugeschrieben.

All das mag noch halbwegs nachvollziehbar sein. Ich wusste von einigen dieser Zusammenhänge schon durch Artikel in Zeitungen etc. Dabei wurde sogar immer wieder darauf hingewiesen, dass selbst der Warp-Antrieb physikalisch möglich sei. Das Ganze hat irgendetwas mit Raumkrümmung zu tun. Bitte verzeiht, dass ich aufgrund meiner mangelnden Physikkenntnisse nicht näher darauf eingehe:-)

Was mich aber nun wirklich beeindruckte war die Aussage von Medizinern, dass die TV-Serie auch die Chirurgie beeinflusste. Die Idee ohne oder nur mit minimalen Schnitten auszukommen inkl. Laserbehandlungen bei Krebspatienten etc. soll ebenfalls durch die TV-Serie entstanden sein. Zumindest, so meinte es einer der Mediziner, sei man durch die Krankenstation von Dr. Mc Coy inspiriert worden.

Ob nun Star Trek alle diese Innovationen wirklich alleine hervorgerufen hat, weiß ich nicht. Das eine Science Fiction Serie inspiriert, kann ich mir gut vorstellen. Das Entscheidende ist meiner Meinung nach auch nicht, dass Menschen dadurch auf interessante innovative Ideen kamen. Viel interessanter ist die Tatsache, dass sie offensichtlich in einem Umfeld lebten und arbeiteten, bei dem diese Ideen auf einen fruchtbaren Boden fielen. Sie konnten diese teilweise exotischen Ideen weiter entwickeln. Diese Menschen gingen mit offenen Augen durchs Leben. Sie waren in der Lage auch auf Basis von exotischen Quellen wie der Science Fiction Innovationen zu denken und zu entwickeln.

Nun soll dies kein Aufruf an Kultur- und Bildungsinstitutionen sein, in Zukunft nur noch Star Trek zu schauen. Man muss dieses Genre mögen – sonst macht es keinen Sinn. Was wir aber davon lernen können ist, dass überall um uns herum Innovationen bzw. Inspirationen zu finden sind. Wir müssen nur die Augen aufmachen. Dabei sind es eher die kleinen Dinge, die etwas besser machen. Dr. Rudolf Mumenthaler von der ETH-Bibliothek meinte im Rahmen eines Vortrages, dass für ihn Innovationen auch kleine Verbesserungen sein können. Es muss also nicht immer etwas völlig Neues entwickelt werden. Von einer Cafe-Kette wie Starbucks können wir lernen, wie man einen Raum gestaltet, in dem Menschen gerne lernen – mit freiem WLAN und überteuertem Kaffee. Auch online können wir überall lernen. Überall gibt es spannende Plattformen und Webseiten, z.B. neue Ideen, wie man Twitter und Facebook nutzen kann.

Was wir ebenfalls davon lernen können ist in der eigenen Institution oder dem eigenen Unternehmen ein Klima zu schaffen, dass die Entwicklung von Innovationen begünstigt. Deshalb ist es wichtig, Ideen zuzulassen. Stellen wir uns vor, den Entwickler von Motorola hätte man ausgelacht, als er meinte er habe Star Trek gesehen und da sei er auf eine Idee gekommen….

Beste Grüße

Christoph Deeg

18. Januar 2011 at 13:44 1 Kommentar

Die Sache mit Delicious

Liebe Freunde der Zukunftswerkstatt,

heute möchte wir über ein Thema schreiben, von dem sicherlich schon einige von Euch gehört haben. Es geht um den kostenlosen Bookmarking-Dienst “Delicious”. Wie durch das durchsickern einer internen Präsentation Ende letzter Woche bekannt wurde, plant Yahoo sich von diesem Service zu trennen. Während die Folie noch nahelegt, dass Yahoo ursprünglich plante diesen Service zu schließen, besagen die aktuellen Stellungnahmen von Yahoo, dass sie den Service lediglich verkaufen aber nicht schließen werden. Offen bleibt noch, wer den Service übernehmen wird.

Da wir in unseren Workshops und Seminaren immer wieder auf Delicious verweisen bzw. Kultur- und Bildungsinstitutionen animieren, dieses Werkzeug zu nutzen, erreichten uns in den letzten Tagen eine Vielzahl an Fragen hierzu. Vor allem möchte man wissen, was die aktuelle Situation denn nun konkret bedeutet – und was sie vielleicht nicht bedeutet.

Alle diese Dienste wie Social Bookmarking-Dienste, Weboffice-Produkte wie z.B. Google-Docs sind Teile des sog. Cloud Computing. Die Inhalte und Dienste liegen nicht bei uns in einer eigenen Software auf eigenen Servern, sondern bei externen Dienstleistern. Dies praktizieren wir in Bibliotheken bereits bei unseren eJournals und eBooks und anderen Diensten, die wir täglich verwenden. Das Thema Cloud Computing ist also bereits in weiten Teilen Normalität geworden beim Umgang mit Inhalten im Internet. Nicht umsonst wurde es auch von Gartner zu einer der Strategic Technologies for 2011 erklärt.

Aber was gilt es zu beachten beim Umgang mit Cloud Computing?

Besonders wichtig ist unserer Meinung nach ein Punkt: Unabhängig von der Frage was aus Delicious wird, müssen sich alle Institutionen und Unternehmen, die im modernen Internet aktiv sind, daran gewöhnen, dass Services oder Plattformen verschwinden können oder aber an Bedeutung verlieren. Noch vor ein paar Jahren war AOL einer der großen Anbieter für Onlineplattformen. Tausende Internetuser nutzen die Software von AOL um ins Internet zu gelangen – und landeten zuerst auf der AOL-eigenen Seite. Heute ist AOL in diesem Segment absolut unbedeutend. Andere Dienste wie z.B. Bloglines, bekommen eine neue Heimat bei einem neuen Anbieter.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass Inhalte, die man in einen Dienst einpflegt auch wieder durch einen geordneten Export entnommen werden können. Dies ist z.B. bei einem Dienst wie Delicious gegeben und somit die Mitnahme der Daten aus Delicious in einen anderen Social Bookmarking-Dienst kein Problem.

Zur Risikoabschätzung beim Cloud Computing hat Christian Hauschke auf seinem Blog infobib einige interessante Quellen zusammengetragen:

Hilfreich kann dabei die Broschüre zum Cloud Computing Risk Assessment der European Network and Information Security Agency sein. Dort werden verschiedene Risikofaktoren unterteilt in drei Felder (Technical risks, policy and organizational risks und legal risks) identifiziert und erörtert. Auch der NYT-Artikel “Lost in the Cloud” von Jonathan Zittrain gibt Hinweise auf weitere mögliche Risiken zum Beispiel für den Datenschutz.

Wir wissen nicht, ob es in 10 Jahren noch Twitter gibt. Wir wissen auch nicht, ob Facebook in 10 Jahren immer noch die gleiche Bedeutung haben wird. Wir können aber davon ausgehen, dass auch in 10 Jahren noch über das Internet kulturelle und wissenschaftliche Inhalte erschlossen, wahrgenommen und kommuniziert werden. D.h. auch wenn die Relevanz einer Plattform sinkt, die Relevanz des Internets wird weiter zunehmen.

Die Geschwindigkeit, mit der sich das Internet verändert, erfordert ein neues Denken bei Kultur- und Bildungsinstitutionen. Wir benötigen eine neue Form der Flexibilität. Damit sind sowohl die Strukturen und Arbeitsweisen als auch die Kultur der einzelnen Institutionen gemeint. Wir benötigen also einen Wandel, einen Anpassungsprozess, der es im Ergebnis den Institutionen erlaubt, schnell auf neue Technologien zu reagieren bzw. sie zu gestalten. Aktuell sind die weitaus meisten Kultur- und Bildungsinstitutionen nicht in der Lage, ausreichend schnell auf den technologischen Wandel zu reagieren. Sie sind Technologie-Folger bzw. Technologie-Follower aber (noch) keine Innovationsträger. Das Ziel für das Jahr 2011 sollte also sein, sich diesen Themen noch intensiver anzunehmen und die geänderten technologischen wie kulturellen Bedingungen in die Strukturen einfließen zu lassen.

Julia Bergmann & Christoph Deeg

21. Dezember 2010 at 13:24 5 Kommentare

Zahl der Woche: 2.500.000 Kinect verkauft

Liebe Leser,

am 02. Dezember konnte man in den Medien erfahren, dass Microsoft innerhalb von 25 Tagen bereits 2,5 Millionen Einheiten der neuen Steuerung „Kinect“ verkaufen konnte. Bei diesem System gibt es keinen haptischen Controller mehr. Der Gamer bzw. sein Körper ist selber der Controller. Kinect ist eine Bewegungssteuerung die mit jeder XBOX 360 genutzt werden kann. Es gibt eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten. Ich hatte hierzu schon einiges geschrieben. Sony hat übrigens laut eigener Aussage 4,1 Millionen Exemplare ihrer neuen Steuerung „Move“ verkauft. Diese Bewegungssteuerung besteht aus einer neuen Form von Controllern, die ähnlich dem System der Wii von Nintendo funktionieren – allerdings mit weitaus besseren Eigenschaften.

Was aber bedeutet diese Zahl für die Kultur- und Bildungsinstitutionen?
Zum Einen kann man hier erkennen, wie schnell die Kunden bereit sind, neue Technologien auszuprobieren. Dabei ist es ein großer Vorteil, dass hierfür kein Komplettsystem gekauft werden muss. Es handelt sich vielmehr um eine neue Hardware, die die vorhandene Spielkonsole in ihren Nutzungsmöglichkeiten erweitert. Zum Anderen gibt es ein paar Kultur- und Bildungsinstitutionen, die ähnliche Systeme entwickelt haben. Hierzu habe ich in meinem letzten Beitrag etwas geschrieben. Durch die massenhafte Verbreitung solcher Bewegungsteuerungen, kann davon ausgegangen werden, dass immer mehr Menschen ohne Anleitung in der Lage sein werden, Produkte wie den BSB-Explorer oder das Gesture Space der ETH zu nutzen. Zudem bietet es sich an, die Menschen die Kinect nutzen einzuladen um mit Ihnen gemeinsam das eigene Produkt weiterzuentwickeln. Hier sehe ich ein sehr großes Potential für neue interdisziplinäre Netzwerke und Kooperationen.

Abschließend möchte ich noch auf einen ebenso wichtigen Punkt hinweisen: Kinect und Move machen einfach Spass. Ich hatte auf der letzten Gamescom die Möglichkeit, diese System auszuprobieren. Sicherlich steckt diese Technologie noch in den Anfängen aber sie ist trotzdem ein Meilenstein – auch wenn die meisten bekannten Spiele damit nicht funktionieren.

Bleibt die Frage: Wäre es nicht eine interessante Idee, in jeder Kulturinstitution ein System wie Kinect oder Move zu haben um damit zu experimentieren?

Was denkt Ihr? Ich habe hierfür eine kleine Umfrage vorbereitet:

Beste Grüße

Christoph Deeg

3. Dezember 2010 at 18:12 1 Kommentar

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