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Handbuch Bibliothek 2.0

Vor einem Jahr haben Patrick und ich zusammengesessen und darüber gesprochen, dass es zum Thema Bibliothek 2.0 zwar schon eine Reihe Publikationen aus dem englischsprachigen Raum gab, besonders aus Amerika, uns aber keine vergleichbaren Publikationen für den deutschsprachigen Raum einfielen. Und so sehr wir auch die Ideen und Praxisberichte der KollegInnen aus den USA schätzen, erschien es uns doch, dass sich vieles nicht unmittelbar auf den deutschsprachigen Raum übertragen ließ. Sowohl das Bibliotheksystem als auch der Umgang mit neuen Technologien unterscheiden sich in beiden Gesellschaften. Ein weiterer Punkt war der Wunsch nach einem Überblick zum Status quo zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Welche Projekte sind bereits gestartet? Welche Ergebnisse haben sie erbracht? Wie waren die Rückmeldungen durch die Kunden?
Dies war der Anlass für uns, das Handbuch Bibliothek 2.0 herauszugeben und die KollegInnen aufzurufen ihre Beiträge zu diesem Projekt beizusteuern.

Nach einem Jahr ist es nun erschienen, und alle, die gern mehr zum Thema Bibliothek 2.0 wissen möchten, sind herzlich eingeladen, es zu lesen. Hier finden sich sowohl theoretische Betrachtungen zum Thema Bibliothek 2.0 im deutschsprachigen Kontext als auch viele Praxisbeispiele aus dem Bereich wissenschaftlicher Bibliotheken, öffentlicher Bibliotheken, Spezialbibliotheken, großer und kleiner Bibliotheken.
Ich glaube, unser Wunsch, mit diesem Buch einen Überblick zur aktuellen Diskussion zu geben, hat sich erfüllt. Einen herzlichen Dank an alle beteiligen Autoren und Bibliotheken, die dies möglich gemacht haben.

Darüber hinaus glaube ich, dass die Diskussion und auch die Praxisbeispiele in ihrer Aussage nicht beschränkt sind auf Bibliotheken, sondern ihre Gültigkeit auch im Kontext von Archiven und Museen behalten. Zumal die meisten Publikationen zum Thema Web 2.0 und Social Media sich in erster Linie mit Marketingaspekten befassen, sich aber wenig mit der Vermittlung und Behandlung von Inhalten beschäftigen. Auch eine Diskussion zum Wandel von Institutionen aus dem Kultur- und Bildungbereich, bedingt durch den veränderten Einsatz von Medien und Endgeräten, wird in der Regel in diesen Publikationen nicht angeschnitten.

Das Handbuch ist bei De Gruyter / Saur erschienen und dort entweder als Hardcover zu einem Preis von 59,95 € erhältlich oder als Open Access Version verfügbar.

Handbuch Bibliothek 2.0
Hrsg. v. Bergmann, Julia / Danowski, Patrick
Open access | Gebunden | Euro [D] 59,95 / für USA, Kanada, Mexiko US$ 84,-. *
De Gruyter Saur München 2010
ISBN 978-3-11-023209-7
Reihe: Bibliothekspraxis 41

 

Viel Spaß beim Lesen,

eure Julia

17. Oktober 2010 at 17:31 2 Kommentare

Gastbeitrag: „Zukunftsmusik der Gegenwart“ von Marion Weiß

Auf der Leipziger Buchmesse suchte ich intensiv nach Möglichkeiten, möglichst viele verschiedene e-Book-Reader auszuprobieren. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn kein Unternehmen machte großes Aufhebens vom neuen Zeitalter des Lesens – obwohl amazon nach dem letzten Weihnachtsfest doch stolz verkündet hatte, mehr e-Books als Bücher verkauft zu haben! (Ein bisschen weniger nachdrücklich wurde erwähnt, dass sich die Zahl auf die Weihnachtsfeiertage bezog – das heißt, dass die konsuminteressierte Kundschaft also vielleicht einfach die Gelegenheit beim Schopfe nahm, zum soeben geschenkten „Kindle“-Reader nun rasch ein paar Titel zu ordern.)

Am angekündigten Stand von Sony Music Entertainment fanden sich Hörbücher der „???“ (Drei Fragezeichen)- kein Sony, kein Sony Reader. Das wurde selbstverständlich gleich mit einen dicken Punkt für Ironie belohnt und ich machte mich auf, den „´txtr“ aus Berlin zu entdecken. Tatsächlich bietet die txtr GmbH ein Konzept, das für wissenschaftliches Arbeiten sehr interessant ist: Es gibt die txtr-community, auf der angemeldete Mitglieder an gemeinsamen Projekten arbeiten können: So besteht z.B. die Möglichkeit, eigene Texte einzustellen, anderen Zugriffsrechte darauf zu erteilen und sich darüber auf der txtr-Plattform auszutauschen. Auf der Messe irrlichterte ich allerdings eine Weile vergebens um den Block, in dem sich der txtr-Stand befinden sollte. Dann stellte sich heraus, dass der Stand sehr klein war und eine Ansammlung von ca. acht Personen davor bereits genügte, ihn praktisch unauffindbar werden zu lassen.

Letztenendes gelang es mir, insgesamt acht verschiedene e-Book-Reader ausfindig zu machen und auszuprobieren. Außer dem txtr und dem Reader von Hexaglot fand ich die Geräte nicht bei den Herstellern, die– siehe Sony – eben durch Abwesenheit glänzten. Und deshalb möchte ich technische Details (die sich rasant verändern) hier auch vernachlässigen und mich konzeptionellen Unterschieden widmen. Denn der gern angestellte technische Vergleich lässt außer Acht, was beim Kauf eines Gerätes ausschlaggebend sein sollte: Kann es das, was es für mich tun soll?

Bei eBook-Readern kommt es entscheidend darauf an, wie, wie viel und aus welchem Anlass man liest. Ist es der reine Zeitvertreib bei der täglichen S-Bahnfahrt zur Arbeit? Oder wird auf professioneller Basis gelesen, mitunter mehrere Titel parallel? Liest man überwiegend kürzere Abschnitte und schätzt die Abwechslung oder vertieft man sich? Arbeitet man wissenschaftlich, so dass der Austausch mit Kooperationspartnern Teil der Arbeit ist? Ist Lesen genug oder streicht man gern im Text herum und macht ihn sich so zu eigen? Will man eigene Notizen verfassen, die das Gerät am besten auch erkennen sollte?

Für diese Anforderungen gibt es Lösungen. Grundlegend ist die Unterscheidung vom umfangreichen, häufigen, langen Lesen gegenüber dem Lesen als „Kurzzeittätigkeit“. Im ersten Fall empfiehlt sich das digitale Lesen mit einem eigens dafür konzipierten Reader – demgegenüber steht das Lesen mit einem Smartphone. Die „hauptberuflichen“ Reader verwenden die sogenannte eInk-Technologie. Die Darstellung im Display orientiert sich klar am papiernen Text-Vorbild. Das heißt, dass auch die Bildschirme der eBook-Reader nicht hintergrundbeleuchtet sind. Dadurch soll es möglich sein, an diesen Geräten auch über mehrere Stunden ermüdungsfrei und augenschonend zu lesen. (Jeder weiß, wie man sich nach ein paar Stunden am PC-Bildschirm fühlt) Aufladen muss man das Gerät auch nur selten, da Energie nur bei Aktivitäten (wie z.B. dem Umblättern) verbraucht wird – nicht beim Anzeigen des Textes. Allerdings können keine Farben abgebildet werden – ob das ein Nachteil ist, hängt aber vom gewünschten Gebrauch ab. Die gut bebilderte Ratgeberliteratur ist hier aber tatsächlich nicht so gut aufgehoben.

Smartphones dagegen können Farben abbilden – aber in der Regel machen die Akkus nicht allzu lange mit und das Lesen strengt durch die Hintergrundbeleuchtung die Augen an. Auch sind die Displays noch kleiner als bei den eBook-Readern, was nicht unbedingt zum ausschweifenden Lesen einlädt. Die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig hat mit der Folkwang Universität Essen ein Projekt („Zenodot“) auf den Weg gebracht, mit dem Texte speziell für Smartphones gestaltet werden sollen. Von japanischen Handyromanen hat manch einer sicher schon gehört, so dass an dieser Stelle möglicherweise aus der Technologie eine neue Art Literatur oder Literaturdarstellung entstehen wird. Das bleibt abzuwarten und man sollte vielleicht klarer zwischen e-Book-Readern, die nahe am klassischen Lesen funktionieren und Smartphone-Readern unterscheiden.

Für beide Richtungen bedauerlich ist die derzeitige Strategie der Verlage, ihre Inhalte rigide mit Kopierschutz zu versehen. Sie ist durchaus verständlich, obwohl auf der Buchmesse zugleich häufig die Erkenntnis ausgesprochen wurde, dass man doch bei der Musikindustrie gesehen hat, wohin das rigide Abschotten führt. Und ehrlich gesagt: Ich sträube mich, bei allem Interesse, auch dagegen, Geld für ein Produkt zu bezahlen, das dann nicht wirklich mir gehört.

Zum Abschluss ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Liebe Verlage, ich habe den Wunsch, in Verbindung mit einem klassischen Buch für einen Aufpreis den Zugang zu diesem Buch als eBook mitkaufen zu können. Denn ich lese gern parallel und wenn ich unterwegs bin, habe ich stets mehrere Bücher dabei, die ordentlich Gewicht haben. Statt dessen könnte ich dann meine aktuellen drei oder fünf Titel auf meinen Reader laden und mitnehmen, die physischen Bücher bleiben hübsch zu Hause und die kleine Tasche reicht. Das wird es geben? Ja?! Danke!

———————–
Das Team der Zukunftswerkstatt bedankt sich ganz herzlich bei Marion Weiß für diesen Gastbeitrag. Möchtest Du auch einen Gastbeitrag auf unserem Blog verfassen? Dann melde dich bei uns unter: christoph.deeg@zukunftswerkstatt.org

7. April 2010 at 12:16 1 Kommentar

Smartphone Happening auf Bibliothekskongress 2010

Foto von The U.S. National Archives

von The U.S. National Archives

Jakob hat absolut Recht, dass das deutsche Bibliothekswesen momentan mit dem aktuellen Thema “mobile Endgeräte für Bibliotheken” zu wenig beschäftigt. Aber die Situation versuchen wir auf der Bibliothekskongress zu ändern.

Wie Sie sicherlich auf unserer Ankündigung schon erfahren haben, werden wir Sie diesmal in Leipzig unter dem Motto “Die Zukunftswerkstatt bewegt sich” den neuen eBook-Readers, Nintendo DS und Sony PSP Sie vorstellen. Die Geräte können Sie jede Zeit auf unserem Stand ausprobieren und auf dem ganzen Kongressbereich finden Sie die Bauchläden von der Zukunftswerkstatt, die Sie dort die Geräte zusammen mit Kollegen testen können.

Neben den spannden Vorträgen von interessanten Kollegen planen wir jetzt die Veranstaltung „Smartphone Happening“, die am Dienstag den 16.03 von 14:00 bis 16:00 auf dem BID-Stand stattfinden soll, wo Sie auch die Zukunftswerkstatt finden können. Wir werden die Smartphonenutzer (besonderes die iPhonenutzer:-) einladen und jede stellt eine seine Lieblingsapplikation oder Funktion vor. Euch alle sind ganz herzlich eingeladen, auch wenn Sie kein Smartphone besitzen. Es wäre ganz toll, wenn Sie für das „App(s) Show“ unten einen kurzen Kommentar hinterlassen können.

Durch diese Veranstaltung möchten wir für alle Kollegen eine Plattform schaffen, auf dem wir die Erfahrungen mit Smartphones austauschen können. Sehr wichtig ist auch dabei zu diskutieren, wie wir in der Zukunft die Bibliotheksangebote auf den mobilen Endgeräten bringen und wie wir ein besseres Service für den Kunden auf ihren mobilen Endgeräten anbieten können.

Also teilen Sie bitte Ihr Wissen über Smartphone, lernen wir miteinander auf Bibliothekskongress und bringen wir die Bibliotheksinhalte in Bewegung!

p.s. Noch ein sehr wichtiger Hinweis zu der Preisverleihung von B.I.T-Online Innovationspreis auf Bibtag10, Kollegin Regina Pfeifenberger hat mit ihrer Masterarbeit „Bibliotheksdienste für Mobiltelefone” den Preis gewonnen und wird dort ihre Arbeit präsentieren. Wenn an das Thema interessieren, sollen Sie unbedingt zu der Präsentation gehen. (wird wahrscheinlich auch Sekt geben:-)

29. Januar 2010 at 01:21 11 Kommentare

Zukunftswerkstatt auf dem Bibliothekskongress 2010

Liebe Freunde der Zukunftswerkstatt,

es ist soweit – heute lüften wir das Geheimnis um die Frage unserer Aktivitäten auf dem Bibliothekskongress 2010 in Leipzig. In den letzten Wochen wurden wir immer wieder gefragt, ob und wie wir denn in Leipzig dabeisein werden. Wir haben lange überlegt, wie eine Teilnahme aussehen könnte. Ein Projekt wie 2009 in Erfurt war aus Platz- und Finanzgründen nicht umsetzbar. Deshalb haben wir ein neues Konzept entwickelt:

„Die Zukunftswerkstatt bewegt sich“

Was werden wir also tun? Da ein eigener großer Stand nicht möglich ist, möchten wir die Vorträge und die Möglichkeit eBook-Reader und Computergames auszuprobieren auf die gesamte Fläche des Bibliothekskongress verteilen. Bei den eBooks-Readern und den Computergames werden wir uns mit mobilen Angeboten beschäftigen. Wir planen den Einsatz von Zwei-Mann-Teams. Diese Teams werden einen Bauchladen gefüllt mit eBooks-Readern, Nintendo DS und Sony PSP bekommen und die Besucher des Bibliothekskongresses überall ansprechen und zum Ausprobieren animieren. Für die Vorträge möchten wir die Messestände unserer Kooperationspartner nutzen. Wir befinden uns bereits in intensiven Gesprächen mit verschiedenen Unternehmen und Organisationen, die auf dem Bibliothekskongress einen Messestand haben.

Natürlich haben wir auch einen eigenen kleinen Messestand – in diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an den BID. Der Messestand wird aber vor allem als Treffpunkt vor den Vorträgen und als kleine Infostation genutzt werden. Natürlich liegt jetzt ein weiter Weg vor uns. Und wieder brauchen wir Eure Hilfe. Wir benötigen Unternehmen und Organisationen auf deren Messestände wir die Vorträge durchführen können. Und wir brauchen Helfer z.B für die Bauläden usw.

Und natürlich laden wir wieder herzlich ein, Vorträge zu halten. Dieses Jahr werden wir versuchen auch einige externe Referenten zu finden und wir hoffen mit Euch zusammen ein tolles Programm erstellen zu können.

Für alle mitmachen wollen, haben wir bei Mixxt eine kostenlose Online-Community gebaut. Ihr findet sie hier. Auf dieser Plattform findet Ihr alles Wichtige zu unseren Aktivitäten in Leipzig. Demnächst könnt Ihr Euch dort auch in Helfer- und Vortragslisten eintragen, Fragen stellen und Anregungen und Kritik anbringen. Um die Plattform nutzen zu können müsst ihr Euch einmal kostenlos registrieren.

In den nächsten Tagen werden wir weitere Informationen veröffentlichen. Für uns beginnt nun die heiße Phase und wir möchten Euch wie immer einladen:

Macht mit! Redet mit uns und über uns! Verbreitet unsere Idee!

Vielen Dank und beste Grüße

Euer Team der Zukunftswerkstatt

21. Dezember 2009 at 15:51 5 Kommentare

eBook-Reader und mehr eBook-Reader

Pünktlich zur Buchmesse gibt es auch ein neues Aktivitätshoch auf dem Markt der eBook-Reader. Time .com berichtet über die neuen Konkurrenten des Marktführers Amazon (Kindle). Hier tauchen die Namen Apple und Microsoft genauso auf wie die Buchhandelskette Barnes & Noble. Aus Asien sind eBook-Reader von ASUS, Samsung und LG Electronics zu erwarten. Futjii hat in Japan den ersten eBook-Reader mit Farbbildschirm auf den Markt gebracht.

Bernd Sommerfeld wundert sich in seinem Blogbeitrag eher über die rege Berichterstattung und hat eine Online-Umfrage zu diesem Thema gestartet und fragt: Was ist dran an den eBook-Readern?

Ein Punkt der hier auch wieder diskutiert wird ist die Frage, ob es wirklich noch ein zusätzliches Gerät braucht. Zu diesem Thema hatte Jin Tan vor einiger Zeit auf unserem Blog einen spannenden Artikel geschrieben.

E-Book-News schreibt, dass Sony für Ende des Jahres ebenfalls eine Neuheit plant. Das Gerät namens “Reader Daily Edition” kann sich über das UMTS-Netz von AT&T drahtlos mit  dem Sony “eBook Store” verbinden. Es sollen dafür keine zusätzlichen Mobilfunkkosten für die Kunden (in den USA) anfallen. Es wird aber nicht nur möglich sein Bücher herunterzuladen oder online Zeitung zu lesen. Über das Features “Library Finder” soll es auch möglich sein Bücher bei der örtlichen Bibliothek auszuleihen.

Auch Spiegel online beschäftigt sich anläßlich der Buchmesse nochmals ausführlich mit dem Thema eBook-Reader und stellt einige Modelle vor.

Immer wieder fällt auch der Name Txtr. Das Berliner Startup Txtr hat seinen eBook-Reader für Ende des Jahres angekündigt.

Es ist also viel Bewegung zu spüren auf dem eBook-Reader Markt. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und sorgt für gute Preise. Bis Mitte nächsten Jahres wird sich einiges getan haben in diesem Segment. Wer wird das Rennen machen? Die 2-seitigen Screens mit dem Buchfeeling? Die Reader mit den größten eigenen Buchangebotsplattformen im Rücken? Oder doch Multifunktiongeräte wie das iPhone?

Bernd SommerfeldBernd Sommerfeld

14. Oktober 2009 at 07:22 2 Kommentare

Handyromane und die Bibliotheken

Das Handy ist eigentlich kein Freund von Bibliotheken, in vielen Bibliotheken darf das Handy nicht benutzt werden, um die anderen Nutzer nicht durch die Klingeltöne und Gespräche zu stören. Es wird aber interessant, wenn das Handy als Lesegeräte, Schreibmaschine oder Zugang zu Information genutzt wird.

Oliver Bendel ist ein Schriftsteller, er schreibt Romane für die Jugendlichen. Ungewöhnlich ist, dass er seine Bücher im Netz veröffentlicht und die Jugendlichen können gegen kleinen Betrag die Bücher auf dem Handy herunterladen und lesen auf dem Handy-Display. Auf der Edumedia Tagung letzte Woche in Salzburg hat Herr Bendel ein sehr spannender Vortrag über das neue Trend über die neue Leskultur mit Handy vorgetragen. In Japan (und auch nach meiner Erfahrung in China) verbringen die Jugendlichen viele Freizeit mit Handy, beim Warten auf Busse, im Zug oder auch in einer uninteressanten Vorlesung ist Handy das beste Lesegerät.

Was bedeutet es eigentlich für die Bibliotheken, wenn die Literaturen in anderen Formen publiziert und konsumiert werden? Ist die Bibliothek bereit die auf java-basierten Handyromanen aufzubewahren, zu erfassen und auszuleihen? Könnte Handyromane die Leseförderung bei Jugendlichen unterstützen? ….

Dank Herrn Bendel werden wir ein freies Exemplar von seinem Handyroman „Lucy Luder und…“ bekommen, dem wir auf Messestand der Zukunftswerkstatt Ihnen zeigen können. Wir werden uns sehr freuen, wenn Sie mit uns zusammen die oben genannten Fragen auf dem Bibliothekartag beschäftigen können.

13. Mai 2009 at 15:56 1 Kommentar

Zukunftswerkstatt gestaltet „Create Input“

slideshare create berlin
Das Team der Zukunftswerkstatt hatte gestern Abend die Ehre, im Münzsalon den monatlich veranstalteten Create Input zu gestalten. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Create Berlin für die Organisation und die tolle Atmosphäre und bei allen Gästen für das Zuhören und die vielen fruchtbaren Gespräche.

Die Präsentation unserer Ideen und Visionen bei unterschiedlichsten Zielgruppen – in diesem Fall Designern, Architekten, PR- und Marketingspezialisten – ist besonders wichtig und spannend, denn nur so können wir unseren interdisziplinären Ansatz verwirklichen. Wir freuen uns nicht nur über die positiven Feedbacks zur Zukunftswerkstatt vielmehr konnten wir ein großes Interesse an Bibliotheken und Ihren Diensten feststellen, auch wenn einige der Teilnehmer Ihre Informationen nicht mehr von Bibliotheken sondern aus anderen Quellen beziehen.

Wir glauben fest daran, dass die Zusammenarbeit verschiedener Gruppen wie den Kultur- und Bildungsinstitutionen und Unternehmen aus den Bereichen Computergames, Web2.0 und eBooks in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird und die Bibliothek als das Gedächtnis unserer Gesellschaft und unserer Kultur ein unverzichtbarer Teil oder genauer gesagt das Fundament einer Wissens- und Kulturgesellschaft sein wird. Wir versuchen unseren Teil dazu beizutragen, dass diese Vision verwirklicht werden kann.

10. April 2009 at 14:18 Hinterlasse einen Kommentar

e-Book-Reader oder was-Reader?

(Foto von andyi)

Eine der größte online eBook Portal Project-Gutenberg hat kurz vor Weihnachten eine gute Nachricht gebracht: alle eBooks bzw. Texte von Project-Gutenberg kann man jetzt mit dem Software PG Mobile – Project Gutenberg’s Mobile Edition in handylesbare Texte umwandeln. Das Software basiert auf Java-File-Format (JAR), das heißt alle Handys, die Java unterstützt bzw. in letzten zwei drei Jahre produziert werden, kann das Software benutzen, außerdem unterstützt das Software auch Bilddatei und Bookmarks. (Es war ein größter Kritikpunkt an Handy-Reader.) Über 25.000 eBooks von Project-Gutenberg kann man herunterladen, per WLAN, Bluetooth, Infrarot oder Kabel werden die eBooks auf dem Handy als Java-Applikation installiert.

Allerdings stellt Project-Gutenberg auf seinem Blog die Frage:

    „Why using Amazon’s proprietary Kindle when you can use your mobile phone instead? Today’s cell phones offer excellent screens and massive computing power to ensure best reading comfort. Mobile books do not weigh much and you can carry them with you wherever you are.“

Beim Lesen in elektronischer Form ist Kindle schon angenehmer als ein kleines Handy, aber wollen Sie für eine „zusätzliche“ Funktion von einem Handy noch ein anderes Lesergerät investieren? Wollen Sie das Gerät auch jeden Tag mitschleppen, wenn Sie sowieso schon ein Laptop als „großes“ Lesergerät benutzen?

Natürlich hat Kindle eine sehr große Auswahl von Medieneinheiten, mit dem man über 170.000 elektronische Bücher und eine Reihe von elektronischen Zeitungen bei Amazon bestellen kann. Und viele kostenlose eBooks im Internet und in Bibliotheken kann man auch mit Kindle lesen, leider unterstützt Kindle bisher noch kein PDF-Format.

Laut der Horizon-Report wird Mobilität in nächsten zwei bis drei Jahre ein großes Thema, durch technische Entwicklung wie zum Beispiel neue Handys (mit großem Display) und eBook-Reader wird die Informationsbeschaffung immer ortsunabhängig. Wenn wir Kindle als ein Mobilgerät betrachten, ist das noch zu erwarten, ob das reine „Lesegerät“ von ihren Kunden angenommen wird. Hier meine ich nicht nur die Multifunktionalität, sonder auch die technische Einschränkung von eInk-basierte eBook-Reader, damit die Grafik und Videos nicht anzeigen kann.

Es könnte aber natürlich eine große Chance für eBooks und das Lesen in elektronischer Form sein, weil Elektronisches Papier die Vorteile von Computerbildschirm und Papier vereint, sagt Wikipedia. Aber es ist auch noch zu erwarten bis das neue Leseverhalten mit eBook-Reader entwickelt wird.

29. Dezember 2008 at 13:10 8 Kommentare

E-Books für Nintendo DS

Nintendo erweitert seine Konsole Nintendo DS um den Bereich E-Books. Vorerst auf dem britischen Markt werden in Zusammenarbeit mit dem Verlag HarperCollins 100 Literaturklassiker für den Nintendo DS angeboten. Mehr zu diesem Thema findet Ihr hier (englisch) und hier (deutsch).

Viele Grüße

Christoph Deeg

28. Dezember 2008 at 17:24 Hinterlasse einen Kommentar

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