Freier und komfortabler Zugang zum deutschen Recht

6. April 2013 at 15:23 3 Kommentare

„Das Bundesrecht auf dem Ebook lesen“ betitelte das Bundesjustizministerium (BMJ) im Juli letzten Jahres seine Pressemeldung. Das BMJ unterhält in Kooperation mit dem Datenbankanbieter Juris das Portal Gesetze im Internet.
Dort wird interessierten Bürgern schon seit Jahren der Zugang zu den aktuell geltenden Gesetzen und Verordnungen angeboten. Bislang konnte man die Gesetze kostenfrei im html- oder PDF-Format abspeichern. Nun wird auch das für Ebookreader ansprechendere EPUB-Format angeboten.

Der große Vorteil von EPUBs ist, dass sich der Seitenumbruch der Bildschirmgröße automatisch anpasst. Ebenfalls können Lesezeichen gesetzt und Notizen vorgenommen werden. Über das Inhaltsverzeichnis können die einzelnen Paragraphen direkt angewählt werden.

Es gibt diverse Apps für Android und IOS, die Epubs öffnen können. Die gebräuchlichsten sind Ibooks für die Apple- und Aldiko für die Androidgemeinde. Beim Kindle gehören Epubs leider nicht zu den unterstützten Formaten.

Der neue Service ist für den Auskunftsdienst in Bibliotheken interessant und stellt eine günstige Alternative für die konventionellen schnell veraltenden gedruckten Textsammlungen dar.
SF

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Tool der Woche – Blinkist 23 mobile things

3 Kommentare Add your own

  • 1. Susanne Drauz  |  7. April 2013 um 09:38

    Das verstehe ich nicht, ich brauche doch nur bei meinem Freund Google beispielsweise § 433 BGB einzugeben und erhalte sofort als Treffer das erwähnte Angebot Gesetze im Internet direkt mit der gesuchten Vorschrift. http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__433.html und das interaktive Inhaltsverzeichnis ist auch gleich anklickbar.

    Man liest doch Gesetze nicht wie einen Roman. Das gilt, obwohl Christoph Maria Herbst das BGB als Hörbuch umgesetzt hat – na gut, nur ein „best of BGB“

  • 2. Digital.immigrant  |  7. April 2013 um 14:29

    Die Juristen unter uns kennen natürlich direkt die Norm und da ist Google natürlich am schnellsten😉. Der Epub-Hinweis ist eher für die gedacht, die häufig mit Gesetzen arbeiten müssen (Azubis in der Berufsschule, Studenten) und den Text gerne vollständig auf ihr Tablet oder Smartphone laden möchten/müssen. Früher gab es nur html und PDF und da ist epub echt eine Augenweide. Die Bibliotheken müssen dann auch nicht ständig die neu erscheinenden DTV-Textausgaben kaufen.

  • 3. Susanne Drauz  |  7. April 2013 um 16:17

    Ich kenne weder Azubis noch Studenten, für diese Beschreibung gelten könnte und ich habe mit beidem viel zu tun. Und ich bestreite, dass Jurastudenten diesen Service nutzen würden.

    Und ich sehe nicht, welche Veranlassung Bibliotheken haben sollten, etwas unter Einsatz öffentlicher Mittel zu erwerben, dass es garantiert als OA im Internet gibt.

    Das einzige, was ich sehe, ist, dass man das Angebot im Katalog nachweist. Das habe ich aber schon viele Jahre für eine Selbstverständlichkeit gehalten

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