Nach der Gaming-Roadshow ist vor der Gaming-Roadshow…

25. Mai 2011 at 16:39 1 Kommentar

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

heute möchte ich Euch den zweiten Teil meines Berichtes zur Gaming-Roadshow in Berlin präsentieren. Es ist zugleich eine Zusammenfassung der Aktivitäten der ersten Phase, denn nun werden wir den nächsten Schritt gehen.

Dankeschön!

Vorab möchte ich zwei Dinge ansprechen:

1. Ich glaube wir können sagen: Die Gaming-Roadshow als Idee und als realer Event in Köln und Berlin war und ist ein voller Erfolg. Wir haben etwas bewegen können und das bisherige Feedback ermutigt uns weiter zu machen.

2. Die Gaming-Roadshow war und ist ein Erfolg, weil wir eine beispiellose Unterstützung von vielen Menschen, Institutionen und Unternehmen bekommen haben. Bevor ich also über die Roadshow an sich schreibe möchte ich kurz auf diese Unterstützer eingehen:

Zuerst möchten wir uns ganz herzlich bei der US-Botschaft Berlin bedanken. Nur durch ihre Unterstützung, ihre Netzwerke und Offenheit für dieses Thema konnten wir überhaupt mit dem Aufbau der Roadshow beginnen.

Ebenso wichtig waren die beiden Bibliotheken: Die StadtBibliothek Köln und die Bezirkszentralbibliothek-Friedrichshain-Kreuzberg. Das Team in Köln musste „damit leben“, dass wir in Köln u.a. herausfinden mussten, ob das theoretische Konzept praxistauglich ist. Mit großer Geduld, viel Power und Motivation haben wir gemeinsam die erste Gaming-Roadshow realisiert. Aber nicht nur der Event an sich war wichtig. Vielmehr hatten wir nun ein verändertes Konzept, welches auch in der Praxis umsetzbar war. So hatten wir ursprünglich geplant, eine Gruppe externer Promotoren “einzukaufen”. In der Vorbereitung in Köln konnten wir lernen, dass es viel besser ist, wenn die Mitarbeiter der Bibliothek zu Promotoren werden, und den Besuchern die Spiele erklären. Dadurch ergibt sich sofort die Möglichkeit zu dem angestrebten Dialog zwischen Institution und Kunden.

Nun hatten wir zwar in Köln ein tolles Konzept entwickelt – aber würde es auch woanders funktionieren? Vor allem dann wenn die Vorraussetzungen anders sind? Die Bezirkszentralbibliothek-Friedrichshain-Kreuzberg gab uns die Möglichkeit dies herauszufinden. Auch hier konnten wir wieder etwas Neues probieren. So haben wir zum Beispiel am Abend des ersten Tages einen Einführungsvortrag zum Thema Gaming gehalten. Auf diese Art und Weise konnten die Teilnehmer der Roadshow etwas mehr über die Welt der Computergames und die damit verbundenen Chancen und Risiken erfahren. Dieser Vortrag wird in Zukunft ein elementarer Teil der Roadshow werden.

Ebenso bedanken möchten wir uns bei Eli Neiburger von der Ann Arbor District Library und Justin Hoenke von der Portland Public Library. Beide haben während der Roadshow via Skype mit den Teilnehmern diskutiert und einen Einblick in ihre Arbeit mit Computerspielen als Bibliothekare in den USA gegeben.

Last but not Least: Vielen Dank an unsere Familien und Lebenspartner, die wieder einmal auf uns verzichten mussten.

Gaming-Roadshow in Berlin

Nun aber zurück zur Gaming-Roadshow in Berlin. Wie ich bereits berichtet habe, war der erste Tag ein voller Erfolg. Es gab viele Gespräche und natürlich jede Menge Spass. Das Highlight für alle war sicherlich der Besuch des US-Botschafters Phillip D. Murphy und seiner Familie. Danke nochmal an Max, dass Du hier als Sparringspartner aktiv warst:-) Am Abend schließlich durfte ich meinen Vortrag zum Thema Gaming halten: Es ging dabei weniger darum, die einzelnen Genres vorzustellen. Vielmehr wollte ich einen Einblick in die Chancen und Möglichkeiten bzw. die Bedeutung für die Kultur- und Wissensvermittlung geben. Es gab danach eine sehr spannende Diskussion, bei der es weniger um eine Grundsatzdiskussion, als vielmehr um die Frage, wie die Bibliothek das Thema Gaming in der Zukunft umsetzen kann, ging – und ich glaube zum Thema Gaming wird man in Zukunft einiges, spannendes aus Friedrichshain-Kreuzberg hören:-)

Am zweiten Tag kamen vor allem Familien und Lehrer. Es gab sehr viele Fragen zum Thema Gaming und während die “Kleinen” spielten, diskutierten die “Erwachsenen” wie man Gaming z.B. im Schulalltag nutzen könnte – und was man dafür tun müsste. Natürlich haben wir dafür gesorgt, dass die “Erwachsenen” nicht nur redeten sondern auch spielten…

Gegen 15.00h stellten wir die Geräte ab und versammelten und zu einer kleinen Abschlussdiskussion an der auch wieder Vertreter der US-Botschaft teilnahmen. Das war insofern spannend, als dass sie noch mehr Informationen zum Arbeitsalltag der Bibliotheken in den USA geben konnten. Gegen 15.30h haben wir dann Justin Hoenke von der Portland Public Library via Skype zugeschaltet. Justin zeigte uns nicht nur sein Zelda-Tattoo am Arm, sondern er berichtete auch vom Umgang mit Computergames in seiner Bibliothek. Wir durften z.B. erfahren, dass er “teenlibrarian” und in seiner Bibliothek offiziell verantwortlich für das Thema Gaming ist. Dazu gehört auch das Ausprobieren neuer Spiele bzw. die theoretische Weiterbildung. Die Bibliothek arbeitet am Aufbau einer richtigen Gaming-Sammlung und hat bereits jetzt über 150 verschiedene Spiele im Angebot. Das alles wird erweitert um Gaming-Events. Es gab auch hier eine spannende Diskussion.

Gegen 16.00h war auch der zweite Gaming-Roadshow-Event vorbei. Aber das ist nicht das Ende der Gaming-Roadshow:-)

Nach der Gaming-Roadshow ist vor der Gaming-Roadshow

Seit Samstag 16.00h hat die zweite Phase der Gaming-Roadshow begonnen. Nun wollen wir die Gaming-Roadshow ausbauen. Zum Einen werden wir versuchen, die Hard- und Software zu erweitern. Ziel ist es 20 Stationen zu haben. Zum Anderen können wir ab jetzt in jeder interessierten Institution die Roadshow durchführen. Dafür haben wir ein Konzept entwickelt, auf dessen Basis die Roadshow nun “auf Tour” gehen kann. Das Konzept entspricht im wesentlichen der schon bekannten Gaming-Roadshow. Allerdings haben wir einen zentralen Punkt geändert. Wir haben festgestellt, dass es wichtig ist, den Mitarbeitern einer Institution die Möglichkeit zu geben, in einem geschützten Raum die Spiele auszuprobieren und zudem etwas über die Hintergründe zu lernen. Deshalb soll in Zukunft der erste Tag ein interner Workshop sein, bei dem die Mitarbeiter der Institution eventuell erweitert um Kollegen aus Partnerinstitutionen Spiele ausprobieren und in der deren Nutzung ausgebildet werden. Des weiteren sollen Vorträge und Diskussionen helfen, die damit verbundenen Nutzungsmöglichkeiten für die Kultur- und Wissensvermittlung besser zu verstehen. Am zweiten Tag öffnet die Instituition dann ihre Pforten für die interessierte Öffentlichkeit.

Wir haben zwischenzeitlich auch die Strukturen und Abläufe anpassen können. Zudem wissen wir jetzt auch, welche personellen, räumlichen, technischen und finanziellen Ressourcen auf Seiten der jeweiligen Institution benötigt werden.

Die Gaming-Roadshow richtet sich an alle interessierten Kultur- und Bildungsinstitutionen. Wir freuen uns über interessierte Bibliotheken, Museen, Archive, Theater, Universitäten etc.

Alle an der Gaming-Roadshow interessierten Institutionen können sich gerne bei mir unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt.org melden. Ich schicke dann Ihnen/Euch gerne das Konzept zu. Auch bei Rückfragen, Anregungen und Kritik freuen wir uns entweder über eine Nachricht oder einen Kommentar auf diesem Blog. Die Institutionen, die bereits im Vorfeld angefragt haben bekommen heute die Konzepte via Mail zugeschickt.

Aber wir wollen noch mehr: Zum Einen möchten wir die Roadshow um andere Themen wie z.B. eBooks, mobile Internet etc. erweitern. Ebenso wichtig ist der programmatische Ausbau. Wir möchten sehr gerne Themen wie z.B. die Informations- und Medienkompetenz bearbeiten. Hierfür haben wir bereits mit ersten Gesprächen begonnen.

Zum Anderen möchten wir das Thema Gaming noch weiter entwickeln. So planen wir zusammen mit unseren amerikanischen Freunden den Aufbau einer amerikanisch-deutschen Bibliotheks-Gaming-Liga. Hierzu werden wir in Kürze einen eigenen Beitrag posten. Zudem möchten wir versuchen, monatliche Videokonferenzen zum Thema Gaming durchzuführen. Vorbild ist hier der Treffpunkt Kulturmanagement.

Ihr seht: nach der Roadshow ist vor der Roadshow und wir möchten Euch alle einladen, uns zu unterstützen bzw. mit uns gemeinsam die Roadshow weiter zu entwickeln. Wir freuen uns auf Eure Ideen und vor allem auf viele interessierte Institutionen….

Euer Christoph Deeg

Entry filed under: Bibliotheken, Games, Kulturinstitutionen, Veranstaltungen, ZW Projekte. Tags: .

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  • […] In den letzten zwei Wochen konnte ich mich kaum um meinen Blog kümmern, da ich vor allem mit der Gaming-Roadshow des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. beschäftigt war. In diesem Verein versuchen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen die Kultur- […]

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