Neues vom Technologieradar

24. November 2010 at 18:35 2 Kommentare

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

heute möchte ich Euch mit aktuellen Informationen zu unserem Projekt „Technologieradar“ versorgen. Für all diejenigen von Euch, die nicht wissen was der Technologieradar ist möchte ich zuerst nochmal kurz das Projekt beschreiben:

Was ist der Technologieradar?

Der Technologieradar soll aktuelle und zukünftige Kommunikations- und Medientechnologien identifizieren und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Kultur- und Wissensvermittlung analysieren

Warum Technologieradar?

Kommunikations- und Medientechnologien wie das Web 2.0 und die Welt der Computerspiele haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Kultur- und Wissensvermittlung und damit auf die Arbeit von Museen, Bibliotheken, Universitäten, Theatern, Unternehmen etc. Es entstehen neue Formen des Austauschs, der Wahrnehmung und der Verbreitung kultureller und wissenschaftlicher Inhalte. Kultur- und Bildungsinstitutionen aber auch Unternehmen fällt es immer schwerer, mit diesen Veränderungsprozessen Schritt zu halten. Der Technologieradar soll hier Abhilfe schaffen.

Institutionen und Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, kommende Kommunikations- und Medientechnologien sowie deren Bedeutung für ihre Arbeit frühzeitig zu erkennen und zu verstehen. Auf Basis dieser Kenntnisse können dann individuelle Strategien entwickelt werden, um diese Technologien frühzeitig in die eigene Arbeit zu integrieren.

Wie funktioniert der Technologieradar?

In einem ersten Schritt sollen von einem interdisziplinären Team von sog. „Gatekeepern“ die 12 Technologien benannt werden, die innerhalb eines Jahres bearbeitet werden sollen. Das Team der Gatekeeper soll sich aus Mitgliedern der Zukunftswerkstatt, ausgewählten Spezialisten und einem Redaktionsteam zusammensetzen.

Die ausgewählten Technologien sollen nun innerhalb eines Jahres analysiert in zwei parallelen Schritten werden.  Zum Einen soll jeden Monat auf einer eigens dafür entwickelten Onlineplattform eine Technologie vorgestellt und durch eine offene Fachcommunity diskutiert werden. Die Vorstellung und eine erste Einschätzung der Bedeutung der jeweiligen Technologie soll durch einen der sog. Gatekeeper durchgeführt werden. Zum Anderen soll innerhalb eines Jahres zu diesen Technologien eine mehrstufige Breitband-Delphi-Studie mit ausgewiesenen Experten durchgeführt werden.

Der vierte Schritt betrifft nun die Zusammenfassung und Verbreitung der Ergebnisse. Hierfür ist die jährliche Veröffentlichung eines Berichtes – der sowohl die Ergebnisse der Diskussion der Fachcommunity als auch der Delphi-Studie beinhaltet – sowie eine zweijährig stattfindende Konferenz geplant. Alle Ergebnisse des Technologieradars stehen der Öffentlichkeit unentgeldlich zur Verfügung.

Wer macht den Technologieradar?

Träger des Technologieradars ist der Verein „Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V.“ Gründungsmitglieder und Projektpartner sind die ETH-Bibliothek Zürich und die Fachhochschule Potsdam.

Was macht den Technologieradar zu etwas Besonderem?

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt eine Vielzahl an Projekten, die mit dem Technologieradar vergleichbar sind. Am bekanntesten ist sicherlich der US-amerikanische „Horizon-Report“. Das Besondere an unserem Projekt sind seine inhaltliche Ausrichtung sowie sein struktureller Aufbau. Es ist weltweit das erste Projekt dieser Art, welches sich ausschließlich mit der Kultur- und Wissensvermittlung beschäftigt. Zudem ist die Aufteilung in eine öffentliche und interdisziplinäre Diskussion einer Fachcommunity auf der einen Seite und der Durchführung einer Delphi-Studie auf der anderen Seite ebenso einzigartig wie erfolgsversprechend.

Und nun die News:

1. Wir haben den Projektbeirat gegründet!

Am 19.11.2010 haben wir den Projektbeirat gründen können. Dies geschah am Rande der Tagung Innovationsmanagement in Bibliotheken des Vereins Deutscher Bibliothekare e.V. in Nürnberg.

Zum Projektbeirat gehören Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm für die Fachhochschule Potsdam, Dr. Rudolf Mumenthaler für die ETH-Bibliothek und Christoph Deeg für die Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V.

Zum Vorsitzenden des Projektbeirates wurde einstimmig Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm gewählt. Der Projektbeirat arbeitet aktiv am Aufbau des Technologieradars mit. Die Beiratsmitglieder beraten die Zukunftswerkstatt und fungieren zudem als Projektbotschafter. Zudem stellt der Beirat ein Kontrollorgan des Gesamtprojektes dar.

2. Der Aufbau der Onlineaktivitäten hat begonnen!

Die ETH-Bibliothek ist in diesem Projekt verantwortlich für den Aufbau der Onlineplattform. Hierfür haben wir ein erstes Nutzungskonzept erstellt. Die ETH-Bibliothek beginnt nun mit dem entwickeln eines ersten Prototypen. Gleichzeitig haben wir die URLs http://www.technologieradar.info und http://www.technologieradar.com sichern können. Solange die Onlineplattform noch nicht nutzbar ist, werden diese Adressen auf unseren Blog umgeleitet. Wir sind nun ebenfalls bei Twitter: http://www.twitter.com/technikradar

3. Vorbereitungen für Studie gestartet!

Parallel zur Diskussion der Community online soll es auch eine mehrstufige Delphi-Studie geben. Hierfür werden wir demnächst einen internen Workshop mit externen Spezialisten veranstalten. Gleichzeitig beginnen wir aktiv mit der Suche nach Experten die an diesem Projekt Interesse haben. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns ganz herzlich für die vielen Zuschriften und Unterstützungsangebote.

Mitmachen!

Für die Realisierung dieses Projektes benötigen wir Ihre Hilfe und Unterstützung. Reden Sie mit uns und vor allem über uns!

Für Fragen oder Anregungen könnt Ihr mich unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt jederzeit kontaktieren.

Beste Grüße vom Team der Zukunftswerkstatt

 

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Entry filed under: Kulturinstitutionen, Technologieradar, ZW Projekte.

Neues aus dem Lernortprojekt Konferenz zu Innovationsmanagement in Bibliotheken

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