Einen oder viele Blogs????

13. Juli 2010 at 18:13 3 Kommentare

Liebe Freunde der Zukunftswerkstatt,

ich befinde mich gerade im Hotel im schönen Hattingen. Heute durfte ich im Rahmen des Projektes Lernort Bibliothek die Mitarbeiter der Stadtbibliothek Hattingen schulen. Es ging dabei um das Modul 3 „Bibliotheken-Marketing-Web 2.0“ unseres Qualifizierungsprogramms.

Eine Frage einer Teilnehmerin war für mich besonders interessant. Es ging um die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn kleine Kulturinstitutionen gemeinsam ein Blog aufbauen und betreiben würden anstatt viele kleine, eigene Angebote zu starten. Ein Argument für die Zusammenlegung war, dass kleine Institutionen in der Regel kaum Ressourcen hätten. Zudem sei es fraglich, ob die dabei entstehenden Angebote überhaupt relevant wären.

Ich finde diese Frage sehr interessant, denn es geht hierbei nicht allein um die Idee mit eigenen Angeboten im Web 2.0 zu starten. Es ist sehr wichtig zu überlegen, was man denn mit einem Blog oder Twitter oder einer Seite bei Facebook anstellen möchte. Benötigt wird eine zur Institution passende Strategie.

Es ist wichtig sich zu überlegen, was man mit dem jeweiligen Angebot machen will. Wofür soll das Blog und wofür Twitter genutzt werden? Gleichzeitig ist es wichtig, ein paar Regeln aufzustellen. In einigen Unternehmen gibt es für die Aktivitäten im Web 2.0 eine eigene Policy. Diese sollte nicht zu eng gefasst sein, aber die wichtigen Tabus nennen. Es ist zudem möglich, einige mögliche Themenfelder zu benennen, über die man schreiben kann. Alle diese Punkte sollten im Team besprochen und auch gemeinsam beschlossen werden.

Was aber sollen nun kleinen Kulturinstitutionen tun? Grundsätzlich sollten in einem ersten Schritt eigene Angebote gestartet werden. Es ist wichtig, dass man ausprobiert und für sich überlegt, welche Inhalte zur eigenen Institution passen. Zudem geht es im Web 2.0 auch um Authentizität. Dies ist nicht so leicht zu schaffen, wenn man mit vielen anderen Gruppen an einem Angebot arbeitet. Die Relevanz des Angebotes ergibt sich nicht aus der vermeindlichen Größe der Institution, sondern aus den Inhalten, die veröffentlicht werden. Somit ist das Web 2.0 gerade für kleine Kulturinstitutionen eine große Chance.

Wenn die eigenen Angebote gut funktionieren, kann man natürlich zusätzlich themenbezogen mit anderen Institutionen weitere Angebote starten. Viel spannender ist aber die Vernetzung mit ihnen. So kann man auf die Blogbeiträge von anderen Institutionen verlinken. Oder via Twitter darauf hinweisen.

Es gilt die alte Regel: Im Web 2.0 ist man genauso User wie alle anderen. Man ist Teil einer Community und der Erfolg hängt von den eigenen Inhalten ab.

Beste Grüße aus aktuell Hattingen

Christoph Deeg

PS: Die Hattinger sind echt tolle Gastgeber:

Mittagessen in Hattingen

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Go East Party in Hattingen oder wie bloggt man erfolgreich?

3 Kommentare Add your own

  • 1. Martina Prüser  |  13. Juli 2010 um 19:57

    Hallo zusammen,
    ich finde es gut, dass ihr das Thema kleine Bibliothek aufgreift, uns Rheinbachern geht es ja auch so, dass wir noch nicht wissen, wie wir die vielen möglichen Plattformen am besten und vor allem auch für uns personalmäßig machbar nutzen können. Vielen Dank für die Hinweise!

  • 2. Andreas Lücke  |  14. Juli 2010 um 11:16

    Hallo Christoph,

    den Wunsch, anstatt vieler Blogs zahlreicher Kulturschaffenden und Kulturbewahrenden zentral eine Plattform einzurichten, kann ich gut nachvollziehen. Auch ich bin kein Freund, für jede Instistution oder jede kulturelle Richtung das dazu existierende, weil passende Blog zu suchen. Aber so ist es nun einmal: Es lebe die Vielfalt, der Pluralismus letztlich! Was man aber machen könnte, wäre, für diese vielen existierenden Blogs eine Plattform, eine Art Dach, zu schaffen.

    Liebe Grüße
    Andreas

    PS: Würde ich mich sofort dran beteiligen, falls gewünscht.

  • 3. Cordula  |  15. Juli 2010 um 18:46

    Den Aspekt der Authentizität finde ich für die einzelne Institution entscheidend, schließlich ist ein Blog stark vom Geschmack und den Bedürfnissen jedes einzelnen Betreibers geprägt. Bei mehreren Institutionen verlässt sich häufig jeder darauf, dass der jeweils andere das Blog mit Inhalten füttert :o)
    Letztendlich kann man das Angebot auch so gestalten, dass sich der Aufwand in Grenzen hält. Allerdings muss man wirklich Mitteilungsdrang haben, getreu dem Motto: „Don’t write because you want to say something but because you have got something to say“

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