Was Kultur- und Wissensinstitutionen vom Fußball lernen können – Teil 2

7. Juli 2010 at 18:37 Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Freunde der Zukunftswerkstatt,

in wenigen Minuten ist es soweit: Das Halbfinale Deutschland – Spanien beginnt. Dies ist ein guter Zeitpunkt, den zweiten Beitrag unserer Serie zu starten.

Heute soll es um einen bestimmten Verein und seine Jugendarbeit gehen: FC Barcelona.

Sicherlich haben Sie schon mal von diesem Verein gehört. Er gehört zu erfolgreichsten Vereinen der Welt. Spieler wie Messi oder Puyol sind für jeden Fußballfan etwas ganz besonderes. Was mir an dieser Manschaft am meisten imponiert ist nicht der Traumfußball oder die vielen Erfolge, sondern ihre Einstellung und ihre Jugendarbeit.

Der FC Barcelona steht für offensiven Fußball. Dieser Zielsetzung wird alles untergeordnet. Mancher guter Spieler wird von „Barca“ nicht verpflichtet, da er nicht in das System passt. Auch die Jugendarbeit ist diesem System untergeordnet. Jede Jugendmanschaft spielt das gleiche System wie die erste Manschaft mit Messi und Co. Somit haben es Nachwuchstalente viel einfacher, in die erste Manschaft zu kommen und dort erfolgreich zu sein.

Was können nun Kultur- und Wissensinstitutionen von Barca lernen? Im Moment erleben wir eine Zeit, in der diese Institutionen durch das sog. Web 2.0 und Computergames neuen Herausforderungen gegenüber stehen. Zwar ist es möglich, eine Vielzahl der Mitarbeiter in diesen Institutionen weiter zu bilden. Jedoch verändern sich die heutigen Kommunikationssysteme so schnell, dass die Kultur- und Wissensinstitutionen in der Breite nicht folgen können.

Würden wir nun aber festlegen, dass die konsequente Offenheit gegenüber diesen neuen Medien- und Kulturformen zur Basis der Arbeit von Kultur- und Wissensinstitutionen gehört, müssten alle Mitarbeiter in die Lage versetzt werden dies umzusetzen. So wie Barca kontinuierlich offensiv spielt – und eben dafür bekannt ist – würden nun Kultur- und Wissensinstitutionen jede neue Kommunikationstechnologie ausprobieren, analysieren, weiterentwickeln und gestalten. Das Profil dieser Institutionen würde sich nach innen wie nach außen nachhaltig ändern. Zudem könnte die Nachwuchsarbeit revolutioniert werden, wenn der Umgang mit neuen Medien wie dem Web 2.0 nicht nur gelehrt sondern in der wesentliches Arbeitswerkzeug in der Ausbildung wäre. Schon bei der Auswahl der Studenten könnte darauf geachtet werden, ob sie die dafür notwendige Offenheit mitbringen.

Scouting:
Nahezu alle Fußballvereine haben Scouts, die sich nach neuen Talenten umschauen und gegnerische Manschaften analysieren. Diese Mitarbeiter sind sehr wichtig, denn sie sorgen dafür, dass immer wieder neue Talente abr auch neue Spielsysteme entdeckt werden. So wie Fußballvereine nach neuen Talenten schauen, können Kultur- und Wissensinstitutionen nach neuen und spannenden Technologien suchen. Meiner Meinung nach wird es in der Zukunft sehr wichtig sein, ein gut funktionierendes Innovationsmanagement in den Kultur- und Wissensinstitutionen zu etablieren. Eine Möglichkeit wäre sicherlich die Einführung von Technologiescouts.

Ich wünsche Euch allen heute Abend ein spannendes Spiel:-)

Euer Christoph

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Hauptsache Interaktion Go East

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