Ergebnisse des Workshops – Strukturen

16. September 2009 at 09:44 3 Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer und Freunde der Zukunftswerkstatt,

wie die meisten von Ihnen sicherlich schon mitbekommen haben, veranstaltete die Zukunftswerkstatt am vorletzten Wochenende einen internen Workshop in Bremen. Dabei ging es vor allem um die Zukunft der Zukunftswerkstatt. Unser Projekt war voll und ganz für den Bibliothekartag 2009 in Erfurt konzipiert worden. Als wir dann auf dem Festabend in Erfurt gefragt wurden, wie wir denn nun weitermachen werden, hatten wir dafür keine Antwort. Natürlich hat es uns sehr gefreut, dass uns so viele Menschen zum weitermachen ermunterten. Aber unsere Strukturen ließen eine langfristige Arbeit nicht zu. Zudem musten wir uns auch inhaltlich neu aufstellen und überlegen, wie wir unsere Visionen in der Zukunft verwirklichen können.

In diesem Blogbeitrag soll es nun um die Ergebnisse des Workshops bezüglich neuer Strukturen gehen. Uns war von Anfang an klar, dass wir als Non-Profit-Organisation arbeiten wollen. Unser Projekt lebt vor allem von unserem stetig wachsenden Netzwerk. Sie/Ihr alle haben/habt Erfurt09 erst möglich gemacht. Wir fühlten uns nicht nur unterstützt sondern vielmehr getragen. Teilweise wildfremde Menschen kamen auf unseren Stand und fragten, wie sie uns helfen können. So habe ich z.B. Jin an einem Morgen meine Digitalkamera in die Hände gedrückt. Er wollte damit ein paar Fotos machen. Ich habe dann die Kamera den ganzen Tag nicht wiedergesehen – bis mir abends eine mir unbekannte Person die Kamera zurückgab. Als ich mir dann die Fotos ansah erlebte ich eine Überraschung. Die Kamera war voller Fotos. Und als ich dann unseren Flickr-Account checkte waren die Bilder schon hochgeladen. Später erfuhr ich, dass die Kamera durch viele Hände ging. Und jede Person, die die Kamera bekam hatte weitere Fotos gemacht und dieser zudem bei Flickr hochgeladen. Ich denke dieses Beispiel beschreibt sehr gut, was Jin Tan mit „user generated content in der realen Welt“ beschrieben hat. Das große Netzwerk ist die eigentliche Stärke der Zukunftswerkstatt und eine Rechtsform muss dies auch weiterhin ermöglichen bzw. fördern.

Gleichzeitig mussten wir eine Rechtsform finden, die es uns ermöglicht Rechnungen zu schreiben und Spendenquittungen auszustellen. Wir suchten also nach einer Möglichkeit, unternehmerisch und gleichzeitig gemeinnützig tätig zu sein. Julia hatte hierfür einen Termin bei einem Unternehmensberater organisiert und nach vielen Stunden der Diskussion und vielen Fragen kamen wir zu einem Ergebnis: Wir werden eine sog. gGmbH gründen. Diese Rechtsform passt am besten zu unseren Ideen und Aktivitäten und sie ist zudem zukunftsfähig. Als gGmbH können wir die Zukunftswerkstatt ausbauen und stetig weiterentwickeln. Es wird noch ein paar Monate dauern, bis wir einen unterschriftsreifen Gesellschaftervertrag haben. Aber zumindest haben wir nun ein Ziel und wenn nichts dazwischen kommt, werden wir es auch erreichen.

Neben der Rechtsform haben wir uns auch Gedanken über Aufgabenbereiche und Zuständigkeiten machen, denn in der Zukunft werden wir – wenn alles gut geht – mehrere Projekte nebeneinander bearbeiten müssen. Das heißt nicht, dass die jeweils anderen dort nicht mehr aktiv sein werden, aber wir möchten einen „Hauptverantwortlichen“ haben. Zudem verfügen wir über unterschiedliche Kompetenzen und es ist nicht sinnvoll wenn ich zu einem Thema angesprochen werde, bei dem Jin oder Julia die richtigen Ansprechpartner sind. Der Prozess des Entwickelns von Zuständigkeiten ist noch nicht abgeschlossen, da wir noch gar nicht wissen, welche Aufgaben auf uns zukommen werden. Für die bereits vorhandenen Projekte konnten wir aber Zuständigkeiten entwickeln, die ich Euch nun präsentieren möchte.

Jin Tan wird für den Bereich der Forschung zuständig sein. Er ist derjenige, der sich um das Suchen, Finden, Analysieren und Bescheiben von Technologien kümmern wird. Dabei wird er sich nicht nur um die Technologie an sich, sondern auch um die dahinter stehende bzw. damit verbundene Kultur beschäftigen. Dabei wird es immer auch um den Einfluss auf die Kultur- und Wissensvermittlung gehen. Durch seine sehr guten Kontakte nach China wird er zudem Ansprechpartner für asiatische Projekte sein.

Julia Bergmann ist als erfolgreiche Trainerin für Informationskompetenz die ideale Leiterin für den Bereich Weiterbildung, Vorträge und Workshops. Wir haben festgestellt, dass wir viele Menschen in Themen wie Web2.0, Computergames, Informations- und Medienkompetenz, Marketing- und Kooperationsmanagement aus- und weiterbilden müssen. Hierfür wird Julia spezielle auf die Themen der Zukunftswerkstatt ausgerichtete Konzepte entwickeln. Zudem wird Sie diesen Bereich managen und als erster Ansprechpartner für Institute, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Einzelpersonen, usw. sein, die sich in diesen Gebieten weiterbilden wollen.

Christoph Deeg wird sich um die Bereiche Marketing, PR, Kommunikation sowie das Feld der Computergames kümmern. In diesem Zusammenhang wird er sich um den Ausbau des Netzwerkes, das Managen von Projekten, Fundraising aber auch um intersdisziplinäre Kontakte zu Politik, Unternehmen und Kultur kümmern. Zudem wird er Vorträge zur Zukunftswerkstatt allgemein halten und für Workshops zu den Themen: Marketing und Bibliotheken, Kooperationsmanagement sowie (Online-)Kulturmanagement zur Verfügung stehen.

Diese Grundstruktur ist flexibel, d.h. je nach Projekt werden neue Aufgaben hinzukommen oder andere wegfallen oder sich verschieben. Zudem werden einige Aufgaben – trotz der Verantwortlichkeit bei Einem – von allen weitergeführt werden. So werden wir uns natürlich alle um Spenden und Sponsorings bemühen.

Wie man sieht entsteht so langsam eine hoffentlich tragfähige Struktur. Vielleicht habt Ihr ja auch noch weitere Ideen? Wenn ja würden wir uns freuen, wenn ihr mitdiskutiert. Letztlich können wir noch so schöne Strukturen entwerfen, ohne die Hilfe und Unterstützung vieler werden wir es nicht schaffen. Deshalb meine Bitte: redet mit und und über uns. Wenn Ihr helfen wollt, meldet Euch bei uns. Jede Hilfe ist willkommen. Wir brauchen im Moment nicht nur Geld. Vielmehr brauchen wir unterschiedliches Know How. Wenn Ihr z.B. jemanden kennt, der sich mit EU-Förderanträgen, DFG-Anträgen und weiteren Finanzierungsquellen auskennt, wären wir sehr glücklich. Zudem brauchen wir z.B. Unterstützung beim Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur, die zudem noch dezentral organisiert werden sollte. Ihr seht, es gibt eine große Menge an offenen Punkten, bei denen wir Eure Hilfe brauchen.

Demnächst werden wir Ihnen/Euch über die nächsten bzw. aktuell anstehenden Projekt berichten.

Euer Team der Zukunftswerkstatt

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Entry filed under: Über uns.

Monopoly auf Google Map Zukunftswerkstatt auf dem Deutsch-Niederländischen Bibliothekentag

3 Kommentare Add your own

  • 1. Zunkunftswerkstatt « Kellergeschoss  |  16. September 2009 um 10:03

    […] Wer mehr Informationen möchte, bitte den Blogeintrag: Ergebnisse des Workshops – Strukturen lesen! […]

  • 2. Matthias Liffers  |  16. September 2009 um 13:17

    Würde gern mitmachen… Ich habe auch einige Kontakte in Australien.

  • 3. Julia Bergmann  |  16. September 2009 um 14:34

    Lieber Matthias,

    herzlichen Dank für dein Angebot. Magst du uns eine E-Mail schreiben an julia.bergmann@zukunftswerkstatt.org? Dann haben wir deine Kontaktdaten und können alles weitere besprechen.

    Danke! Julia

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