RSS Reader+Social Network=Google Reader?

22. Juli 2009 at 20:56 8 Kommentare

Wer Google Reader nutzt, hat wahrscheinlich schon eingefallen, dass dort seit einigen Tagen eine kleine Änderung gab. Für jede Artikel hat man die Möglichkeit zu markieren, ob man den gefällt.

Wenn man dem „Like“ Button angeklickt hat, wird den Name (Nutzername von Google) unter den Artikel angezeigt und auf dem Profile-Seit verlinkt. Die anderen Google Reader Nutzer können sehen, wer sonst noch für diesen Artikel interessieren. Wenn die Nutzer eine Profil-Seite bei Google hat und der Google Reader öffentlich eingestellt hat, kann man schnell wissen, wer der Person ist und was er für anderen Leute zum Empfehlen hat.

Als diese Veränderung veröffentlicht wird, kommt gleich aber viele kritische Stimmungen. Einige behaupten die Funktion ist eine Kopie von Facebook und führt nur zu Informationsflut. Aber ich finde es ist ein völlig anderes Konzept von Google Reader und ein großer Schritt den RSS-Reader in die Richtung Austauschplattform (social network) zu entwickeln. Ein paar Überlegung zu dieser Änderung von Google Reader habe ich in folgenden Punkten formuliert:

Die Funktion von dem „i like it“ bei Facebook und Google Reader ist ähnlich, aber was man gefällt und die Auswirkung von dem „liked“ Artikel sind ganz anderes. Mit dieser Funktion bewertet man in Facebook eigentlich die Aktivitäten von seinen Freunden. In Google Reader bewertet man sozusagen das „Item“(meisten ist es nicht auf den Freunden bezogene Information), was man nach dem Lesen gut finden und mit anderen teilen möchte.

RSS-Reader als Social Network

Ich bin ziemlich spät auf Google Reader eingestiegen, jahrelang habe ich Bloglines benutzt. Ein wichtiger Grund, den ich Google Reader nicht benutzt habe, war Google Reader ein ziemlich geschlossenes System Vergleich mit Bloglines. Bei Bloglines hat man die Möglichkeit, die abonnierten Feeds öffentlich einzustellen und man kann auch sehen, wie viele Bloglines-Nutzer für ein Feed abonniert haben. Für mich war das eine wichtige Funktion, um neue Leute und Informationen zu entdecken.

Die neuen Funktionen ermöglicht einen effektiven und einfachen Informationsaustausch beim Lesen und durch die große Nutzerzahl kann die Information schon vor dem Lesen aus verschiedenen Aspekten bewertet werden. (siehe unter)

Viele Feeds oder bewertete Informationen?

Wenn wir den RSS Reader von Google und Bloglines genau vergleichen, können wir feststellen, das Teilen von Information bei Bloglines basiert auf Feeds und durch die Share- und Like-Funktion bei Google Reader tauscht man einzelner Artikel aus.

Dieser kleine Unterschied macht die Nutzer von Google Reader auf einzelner Information(Item) zu konzentrieren statt die Nutzer zwanghaft bei Bloglines ein Feed abbonieren muss. Ich versuche diesen Satz vielleicht einfacher zu formulieren: beim Teilen von Information muss man in Bloglines die interessierten Feeds abbonieren, um weitere die Informationen über RSS bekommen kann. Google Reader macht anderes, dort verfolge ich nicht die Feeds, sonder „follow“ ich den Person. Der Vorteil ist, dass ich immer die bewerteten und hochwertigen Informationen bekomme.

Die Bewertung von Informationen erfolgt auch mit der Like-Funktion, in meisten Fall ist ein Artikel lesenswert, wenn der von mehreren Leuten als „Liked“ notiert wurde. RSS-Feeds hilft man die Informationen zu sammeln, aber manchmal führt auch zu Informationsflut. Außer man sein eigene Feeds ständig sortieren und reinigen muss, freue sich natürlich sehr über solche Kriterien die Information bewertet werden kann.

Vertrauen beim Informationsaustausch

Sehr spannend bei der Like-Funktion ist, dass sie mit Google-Profile verbindet. Als Google Reader Nutzer können sie nicht nur sehen, was die anderen Nutzer liest und sie können auch durch den von den Nutzern eingerichteten Profil-Seite den Person informieren. Es ist nicht nur nett und interessant um neue Leute kennen zu lernen, viel wichtig ist, dass das Vertrauen bei dem Informationsaustausch schaffen kann. Das hilft nicht nur ein viel effektives Austausch von Information zu ermöglichen, auch eine kleine Lesegruppe kann man mit dem RSS-Reader bilden.

Testen wir zusammen

Lass uns doch ein Spiel machen: Bitte klickt ihr mal das „Like“ Button für diesen Artikel(ja, auch wenn Sie diesen Artikel nicht gefallen:-), wir schauen uns mal, was weiter passieren wird, ob wir den RSS-Reader auch als Social Network verwenden können. Bis dann in Google Reader!

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Seesmic im Browser Fragebogenaktion der Zukunftswerkstatt: erste Ergebnisse

8 Kommentare Add your own

  • 1. Erwin Jurschitza  |  23. Juli 2009 um 08:44

    Ich bin seit Jahren ein Google-Reader-Junkie und finde die neue Funktion sehr gut. Die Likes/Empfehlungen werden auch von FriedFeed und Lifestream übernommen. Wielange es dauert bis die beiden Dienste sie haben messen wir JETZT.
    Friendfeed/ErwinJurschitza
    Lifestream/ErwinJurschitza

  • 2. Erwin Jurschitza  |  23. Juli 2009 um 08:47

    Da die Uhrezeit des Kommentars nicht angezeigt wird: Es war frühmorgens um 9:40 🙂

  • 3. jintan  |  23. Juli 2009 um 08:57

    Hey Erwin,

    ja klar! das Export funktion von Google Reader habe ich komplett vergessen:-( das kann man auch in Facebook verbinden. Vielen Dank für den Hinweis!

    09:55 Kommentar:-) (ich gucke mal, ob ich die Uhrzeit in dem Blog einstellen kann)

    Viele Grüße,
    Jin

  • 4. Erwin Jurschitza  |  23. Juli 2009 um 09:05

    Hi Jin (das hatte ich vergessen 🙂 ),
    Friendfeed hat es um 10:03 gelistet. Lifestream schnarcht noch.

  • 5. Erwin Jurschitza  |  23. Juli 2009 um 09:25

    10:24 – Lifestream hat es auch.
    Also rund 20 min für FriendFeed und 40 min für Lifestream in diesem Fall.

  • 6. jintan  |  23. Juli 2009 um 09:28

    vielen Dank für den Test!

  • 7. links for 2009-07-23 « Nur mein Standpunkt  |  23. Juli 2009 um 13:04

    […] RSS Reader+Social Network=Google Reader? « Zukunftswerkstatt 2009 (tags: Internet) […]

  • 8. Lambert Heller  |  23. Juli 2009 um 22:24

    Ich benutze ebenfalls seit einigen Jahren Google Reader, und empfinde die Like-Funktion ebenfalls als gelungene Ergänzung. Da Google seit ca. einem Jahr ein Bookmarklet „Note in Reader“ anbietet, kann man prinzipiell alles, was eine URL hat, auf der Reader-Plattform empfehlen, auch wenn man keinen ggf. dazugehörigen Feed abonniert hat. (Vgl. http://googlereader.blogspot.com/2008/05/share-anything-anytime-anywhere.html) Und ich betrachte ebenfalls den Social-Service-Aggregator FriendFeed als eine wichtige Ergänzung. Aber es bleibt das Problem der Zersplitterung auf viele Empfehlungsplattformen: Sowohl Google Reader als auch Twitter, Bookmarking-Dienste wie delicious.com oder schlicht jedes Weblog unterstützen ja im Grunde das Empfehlen und Annotieren von URLs. Ich warte noch auf eine Browser-Erweiterung, die mir auf jeder besuchten Seite die dazugehörigen Empfehlungen und Kommentare verschiedener Plattformen liefert. Feedly zeigt bereits für FriendFeed, wie das aussehen könnte.

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