Die Zukunftswerkstatt – ein Web 2.0 Selbstversuch

22. Juni 2009 at 08:00 2 Kommentare

Während unserer gemeinsamen Arbeit im letzten Jahr für das Projekt Zukunftswerkstatt wurden wir auch immer mal wieder gefragt, wie wir uns selbst als Team organisieren und miteinander arbeiten.

Was ist das besondere an unserem Team?

Zum einen die Tatsache, dass wir (Jin Tan, Christoph Deeg und Julia Bergmann) uns in der ganzen Planungsphase nur drei mal zu Workshops getroffen und das restliche Jahr komplett als „virtuelles“ Team miteinander gearbeitet haben. Oftmals wochenlang ohne die Gelegenheit direkt miteinander zu sprechen – auch nicht per Telefon, wegen der sehr unterschiedlichen Terminlagen. Zum anderen haben wir alle drei dieses Projekt neben unseren „normalen“ Vollzeitjobs her bearbeitet. Und wir gehören nicht einer gemeinsamen Organisation an, haben also nicht automatisch schon gemeinsame Server, Kalender, Software etc.

Von der ganzen Gruppe an Webwerkszeugen, derer wir uns bedient haben, waren es vor allem drei Dienste, die das Herzstück unserer Zusammenarbeit ausmachten:

Für die Kommunikationen haben wir einen passwortgeschützten Blog bei WordPress.com genutzt. Blogs eignen sich durch ihre klare Kommunikationsstruktur und die automatische Archivierung sowie die Volltextsuche besonders gut für die Projektkommunikation in Teams. Hier haben wir z.B. alle Fragen eingestellt, auf die wir ein Feedback vom Team brauchten, haben Telefonprotokolle von Gesprächen mit Externen als Information dem Team zugänglich gemacht und uns durch kurze „Updates“ gegenseitig über unsere Aktivitäten, Gespräche etc. informiert.

Über Google-Docs haben wir gemeinsam unsere Texte, Anschreiben und Newsletter verfasst. Es diente uns zugleich als Dokumentenmanagement-Plattform, wo unsere gemeinsamen Dateien lagen und hier haben wir auch alle Dokumente und Tabellen für unsere interne Selbstorganisation gepflegt.

Mit Hilfe des Taskmanagement-Tools Remember the milk (RTM) haben wir unsere Aufgaben im Team organisiert. Hiermit konnten wir unsere eigenen Aufgaben verwalten und auch gemeinsam Aufgaben bearbeiten oder uns gegenseitig „zuteilen“. So haben wir es auch in hektischen Zeiten geschafft, den Überblick über die anstehenden Aufgaben zu behalten.

Desweiteren haben wir ein gemeinsames Wiki genutzt, um dort die Projektplanung und Entwicklung festzuhalten sowie den Social Bookmarking Dienst Delicious für eine gemeinsame Linksammlung.

Für die Bereitstellung von Content, der gemeinsam mit Anderen z.B. in Erfurt entstanden ist, nutzen wir nun die Dienste Slideshare.net für Dokumente wie z.B. PowerPoint-Präsentationen, Flickr.com für die entstandenen Bilder und YouTube.com für die Videos. Über den Tag zw09 kann man unsere Inhalte auf allen Oberflächen finden.

Zudem haben wir gemeinsam mit den Helfern der Zukunftswerkstatt ein Wiki bei PBworks.com erstellt, in dem wir u.a. Best-Practice Beispiele zum Thema Bibliothek 2.0 gesammelt haben und weiterhin gemeinsam sammeln werden. An dieser Stelle auch noch mal einen Dank an alle, die hier mitarbeiten. Sollten Sie noch nicht mitarbeiten an diesem Wiki, fühlen Sie sich herzlich dazu eingeladen. Schauen Sie doch einmal vorbei.

Die Erfahrungen, die wir selbst im letzten Jahr mit kostenfreien Diensten des Web 2.0 für die gemeinsame Arbeit gemacht haben, bestärken uns in unserer Überzeugung, dass diese Dienste für die Arbeit in Bibliotheken einen großen Gewinn bringen können. Ob für die interne Teamarbeit, die Nutzung gemeinsam mit Kunden oder die Generierung von Services für Kunden. Hier bieten sich viele Möglichkeiten.

Herzliche Grüße,

eure Julia

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Entry filed under: Best Practice, ZW Projekte.

Das große Dankeschön next social bookmark?

2 Kommentare Add your own

  • 1. Rudolf Mumenthaler  |  22. Juni 2009 um 13:37

    Dieser Feldversuch hat auch mir sehr viel gebracht. Man lernt die Dinge nur richtig kennen, wenn man sie für die tägliche Arbeit einsetzt.

  • 2. danilola  |  24. Juni 2009 um 06:42

    danke für eure arbeit. dank der vielen web2.0-angebote habt ihr mir ermöglicht, trotz abwesenheit beim bibliothekar_innentag anwesend zu sein. 🙂

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