Vortrag: Ansätze zur Online-Kulturvermittlung

9. Dezember 2008 at 15:19 4 Kommentare

Liebe Leser,

am Donnerstag war ich der Einladung des AK Medien des LVR-Nordrhein-Westfalen gefolgt und habe einen Vortrag zur Kulturvermittlung online gehalten:

Viel Spass damit…

Christoph

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Entry filed under: Kulturpolitik & Kulturwirtschaft, Web2.0.

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4 Kommentare Add your own

  • 1. jintan  |  10. Dezember 2008 um 00:59

    Lieber Christoph, deine Folien ist total interessant!!! Alle These, die du genannt hast, stimme ich absolut zu. Nur ein Punkt bin ich noch nicht klar geworden.

    Auf der fünften Folien hast du geschrieben „User generated content=Kooperation=Vertrauen“, was meinst du hier mit „Vertrauen“? Meinst du, dass die reale Menschen sich in der digitalen Welt miteinander vertrauen? Könntest du vielleicht ein bisschen mehr erklären? Schade, dass dein Vortrag nicht gehört habe:-(

    Mich interessiert momentan auch, wie das Vertrauen im Netz entstanden hat, weil das Netz wird oft als unvertrauliches Medium bezeichnet, aber aus unserer Erfahrung ist es aber anderes:-)

  • 2. crocksberlin  |  10. Dezember 2008 um 12:14

    Hallo Jin,

    erstmal danke für das Kompliment:-) Die These aus Folie 5 ist sicherlich diskutierbar. Ich meine zwei Dinge damit:

    1. die Masse an Informationen die uns zur Verfügung steht, wird immer größer. Damit verbunden wird nach neuen Wegen der Informationskompetenz gesucht. Informationskompetenz bedeutet nicht nur Informationen zu finden, sondern auch die für mich richtigen Informationen rauszufiltern. Aufmerksamkeit ist letztlich also nicht mehr als das Ausblenden von Informationen um sich auf die vermeintlich richtigen zu beschränken (vgl. Florian Rötzer/Digitale Weltentwürfe). Es stellt sich also im Kommunikationsmodel die Frage, welchen Sendern von Informationen ich als Empfänger trauen kann und welchen nicht. Daraus resultiert eine neue Form des gegenseitigen Vertrauens. Wenn ich vertraue, kann ich die Informationen auch verarbeiten. User generated content kann also eine Form des Qualitätsmamanagements für Vertrauen sein.
    2. Für Museen, Bibliotheken und Archive wird es in Zukunft vor allem darum gehen, wie man mit den neuen Medien umgeht. Da sind die meisten Institutionen noch nicht weit gekommen. User generated content bei der Erschließung von Inhalten funktioniert z.B. nur, wenn ich den usern traue und nicht der Meinung bin, nur ich als Institution habe die Fähigkeit und das Wissen dazu. Ähnlich verhält es sich umgekehrt. Im Internet ist die Kultur immer noch ein schlafender Riese. Die Kritik an den teilweise sehr zweifelhaften Inhalten im Internet ist doch letztlich auch eine Kritik an all denen, die sich an der Entwicklung von Onlineinhalten noch nicht beteiligen.

    Was denkst Du?

    Christoph Deeg

  • 3. jintan  |  10. Dezember 2008 um 20:10

    Lieber Christoph,

    wie wir letztes mal auf der Tagung gesprochen haben. Ich finde auch das Informationskompetenz haben die Menschen immer schon beherrscht. Das Informationskompetenz mit der Umgang in Internet ist eigentlich nicht anderes als die anderen Medien.

    Zum Beispiel frage ich dich, woher der beste Wurst kommt, weil erstens ich dich kenne bzw. vertraue, zweitens du isst gerne Wurst und drittens du hilfst mir auch gerne:-) Das funktioniert genauso im Netz, ich nenne ein praktisches Beispiel wie Qype.

    ich finde auch im Netz spielt das VERTRAUEN oder anderes gesagt BEZIEHUNG einen ganz großen Rolle, auch dein zweiter Punkt ist ziemlich wichtig für Museen, Bibliotheken und Archive. Sie müssen nicht nur das Vertrauen zu ihren Kunden schaffen, sondern auch die Möglichkeit geben, dass die Kunden miteinander vertrauen können. Sie brauchen jetzt nicht nur ganz viele institutionelle Zusammenarbeit sondern auch die Zusammenarbeit mit ihren Kunden, damit ihre Inhalt vermitteln werden zu können. Ich bin der Meinung, es ist überhaupt ihr Daseinszweck.

    Lieber Christoph, meine Überlegung und die Sprache ist ein bisschen chaotisch, ich hoffe, dass du verstehen kannst.

  • 4. K.Bitter  |  6. Januar 2015 um 15:52

    Es wäre schön, wenn der Vortrag nach gut 7 Jahren freigeschaltet werden könnte …

    .-)

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