Vorlesung im iPod

Mit iPod kann man nicht nur Musik hören, mit dem Gerät kann man jetzt sogar Vorlesungen „besuchen”. Seit fast einem Jahr stellt iTunes nach dem Motto „Think outside the classromm” eine neue Rubrik „iTunes U”, dort können die Universitäten die Unterrichtsmatrialien hochladen und von den Interessierten heruterladen werden.
Viele bekannte Universitäten wie zum Beispiel Stanford, Oxford, Yale, Duke usw. stellen Video- oder Tonaufnahme von Unterrichten, Experimenten und Vorlesungen kostenlos auf dieser Plattform, jede der Internetzugang und iPod hat, können die Kurse besuchen. Jetzt bieten auch vier deutsche Universitäten Ludwig-Maximilians-Universität München, die RWTH Aachen, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das Hasso Plattner Institut Online-Kurse auf iTunes U an.
In iTunes spielt die jeweilige Bibliothek auch eine wichtige Rolle, die Universitätsbibliothek LMU München nutzt diese Chance mit einem professionellen Videoclip die Bibliothek vorzustellen und sie stellt gleich auch eMedien auf iTunes, viele Dissertationen und Open Access Publikationen kann man auch von iTunes herunterladen. Die Universitätsbibliothek Freiburg stellt sogar das neue Angebot iTunes U unter der Rubrik „Bestände und Sammlung“.
Wie werden die Hochschulbibliotheken sich mit dem „mobilen Lernen” ändern?
Mit dem Ziel „mobiles Lernen” können wir vorstellen, dass in der Zukunft immer mehr Universitäten auf iTunes Lernmaterialien auch in Textform anbieten werden. Dazu werden wahrscheinlich viele elektronische Ressourcen von den Bibliotheken gefragt. Wenn diese Vermutung in der Zukunft passieren würde, würde die Universitätsbibliothek vielleicht in einem großen Wandel bringen. Einerseits werden die Universitätsbibliothek sozusagen „gezwungen” eigene Bestände auf externen Systemen (wie iTunes, Amazon, LibraryThing) zu übertragen und anderseits um es technisch zu ermöglichen und sich ständig weiter entwickeln zu können, müssen die Hochschulbibliotheken in einer anderen Form bestehen – nämlich eine Mischung aus Bibliothek und Rechenzentrum.
Diese Form von Bibliothek ist nicht neu, die Universitätsbibliothek Tilburg (Niederland) wurde schon seit einigen Jahren mit dem Rechenzentrum zusammengelegt, die Bibliothek wird auch in „Library and IT Services” umbenennt. Während viele Bibliothekare über die IT-Abteilung beschweren, bietet die neue Universitätsbibliothek von Tilburg mit starker IT-Unterstützung schon unglaublich viele Services.
In der zukünftigen Universität wird die Bedeutung von Bibliothek und Rechenzentrum immer zunehmen. iTunes U stellt vielleicht eine neue Herausforderung für die beiden Hochschuleinrichtungen. Für sie ist es gleichzeitig die Technik und das Inhalte gefragt(es wird wahrscheinlich bei der moderner Wissenschaft immer öfter passieren.) und auch eine gute Zusammenarbeit von beiden Einrichtungen gefragt.
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( 1 so far )e-Book-Reader oder was-Reader?
(Foto von andyi)
Eine der größte online eBook Portal Project-Gutenberg hat kurz vor Weihnachten eine gute Nachricht gebracht: alle eBooks bzw. Texte von Project-Gutenberg kann man jetzt mit dem Software PG Mobile – Project Gutenberg’s Mobile Edition in handylesbare Texte umwandeln. Das Software basiert auf Java-File-Format (JAR), das heißt alle Handys, die Java unterstützt bzw. in letzten zwei drei Jahre produziert werden, kann das Software benutzen, außerdem unterstützt das Software auch Bilddatei und Bookmarks. (Es war ein größter Kritikpunkt an Handy-Reader.) Über 25.000 eBooks von Project-Gutenberg kann man herunterladen, per WLAN, Bluetooth, Infrarot oder Kabel werden die eBooks auf dem Handy als Java-Applikation installiert.
Allerdings stellt Project-Gutenberg auf seinem Blog die Frage:
- „Why using Amazon’s proprietary Kindle when you can use your mobile phone instead? Today’s cell phones offer excellent screens and massive computing power to ensure best reading comfort. Mobile books do not weigh much and you can carry them with you wherever you are.”
Beim Lesen in elektronischer Form ist Kindle schon angenehmer als ein kleines Handy, aber wollen Sie für eine „zusätzliche” Funktion von einem Handy noch ein anderes Lesergerät investieren? Wollen Sie das Gerät auch jeden Tag mitschleppen, wenn Sie sowieso schon ein Laptop als „großes” Lesergerät benutzen?
Natürlich hat Kindle eine sehr große Auswahl von Medieneinheiten, mit dem man über 170.000 elektronische Bücher und eine Reihe von elektronischen Zeitungen bei Amazon bestellen kann. Und viele kostenlose eBooks im Internet und in Bibliotheken kann man auch mit Kindle lesen, leider unterstützt Kindle bisher noch kein PDF-Format.
Laut der Horizon-Report wird Mobilität in nächsten zwei bis drei Jahre ein großes Thema, durch technische Entwicklung wie zum Beispiel neue Handys (mit großem Display) und eBook-Reader wird die Informationsbeschaffung immer ortsunabhängig. Wenn wir Kindle als ein Mobilgerät betrachten, ist das noch zu erwarten, ob das reine „Lesegerät” von ihren Kunden angenommen wird. Hier meine ich nicht nur die Multifunktionalität, sonder auch die technische Einschränkung von eInk-basierte eBook-Reader, damit die Grafik und Videos nicht anzeigen kann.
Es könnte aber natürlich eine große Chance für eBooks und das Lesen in elektronischer Form sein, weil Elektronisches Papier die Vorteile von Computerbildschirm und Papier vereint, sagt Wikipedia. Aber es ist auch noch zu erwarten bis das neue Leseverhalten mit eBook-Reader entwickelt wird.
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