Posts filed under ‘Zukunftsvisionen’

Die Welt durch neue “Glasses” sehen

“OK glass, take a picture.” Dieser Satz war das Highlight unseres Tages. 20. Februar – die Sonne scheint mit 12° C Außentemperatur – das allein ist schon nicht normal, aber beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern durften wir mittels einer Brille quasi in die Zukunft blicken. Möglich wurde dies durch Herrn Prof. Lukowicz, Leiter der Arbeitsgruppe “Eingebettete Intelligenz” und seinem Mitarbeiter Herrn Weppner. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank dafür!

Gute 20 Minuten nahm sich Shoya Ishimaru Zeit, uns die vielumworbene Brille zu zeigen, ihre Funktionsweise näher zu bringen und zu erklären, was für ihn als Forscher an Google Glass im Fokus steht.

Bei diversen YouTube-Videos wird die Grundinstallation der Entwickler-Version von Glass hinreichend besprochen und erklärt, was möglich ist:

  • Google…[Search]
  • take a picture
  • record a video
  • get directions to…
  • send a message to…
  • make a call to…
  • hang out with…

Eines ist klar – eine aufgesetzte Google Glass ist Grund genug, mit seinen Mitmenschen ins Gespräch zu kommen – allein schon um ihnen zu versichern, dass man nicht gerade ein Bild von ihnen gemacht hat. Ishimaru hat diese Erfahrungen auf dem Weg zur Mensa der TU Kaiserslautern schon des Öfteren gemacht.

Sein momentaner Forschungsschwerpunkt liegt aber nicht in der Untersuchung der menschlichen Interaktion bei der Wahrnehmung vermeintlicher Social Media-Überwachungsmedien sondern in der Erforschung der Aktivitätserkennung mittels Google Glass. Ähnlich zu modernen Smartphones beinhaltet Google Glass eine Reihe von Sensoren. Darunter befindet sich auch ein Infrarot-Näherungssensor der zum einen wahrnehmen kann ob man Google Glass aufgesetzt hat oder nicht. Die Gruppe von Prof. Lukowicz konnte diesen Sensor sogar dazu nutzen, um Blinzeln in Sekundenbruchteilen zu erkennen. Eine Beitrag zur Forschung in der Aktivitätserkennung gibt z.B. die Blinzel-Frequenz, denn wissenschaftlich wurde nachgewiesen, dass je nach Aktivität die Häufigkeit des Blinzeln unterschiedlich ist. Die “Google-Glass-Wink-App” gibt es zwar schon, aber diese erinnert eher an “mir ist gerade etwas ins Auge geflogen”. Die Programmierung einer Steuerung durch einen “natürlich” aussehenden Bewegungsablaufs ist das Ziel.

Ausschnitt_Google_Glass_Iris_DFKI

Für uns war es jedenfalls ein Erlebnis, Glass selbst aufsetzen zu dürfen und auch Fotos damit zu schießen … auch wenn der Mythos durch die momentan eingeschränkten Möglichkeiten etwas entzaubert wurde. Aber die Entwicklung steht ja erst am Anfang und wenn man beobachtet, welche Apps für Google Glasses bereits entwickelt wurden, erscheint der Blick in die Zukunft doch recht vielversprechend. Natürlich ist das Thema Datenschutz und Einhaltung der Persönlichkeitsrechte bei der Datenbrille ein Streitpunkt und sicherlich wäre es für unbeteiligte Dritte einfacher zu erkennen, ob sie gerade fotografiert wurden, wenn ein kleines rotes Lämpchen im Fall der Aufnahme aufblinken würde – aber auch bei den “normalen” Aufnahmegeräten erkennt das Gegenüber nicht unbedingt, ob er gerade abgelichtet wird – von so genannten Spy Cameras ganz zu schweigen.

Positiv zu Glass bleibt festzuhalten, dass man eine ganz normale Konversation halten kann, obwohl man die Brille auf der Nase hat. Das Prisma, auf das die Daten projiziert werden, ist so platziert, dass der direkte Augenkontakt ohne Probleme möglich ist. Und dies war laut Sergey Brin, dem Mitbegründer von Google, mit ein Grund, Glass zu entwickeln … Augenkontakt und wieder freie Hände zu haben, die nicht bei jedem Vibrieren des Handys in die Tasche greifen.

IH und FH

27. Februar 2014 at 09:35 Hinterlasse einen Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2014 gesucht // Zukunftswerkstatt mit tollen Gästen auf dem Bibliothekartag in Bremen

Die Verleihung des Preises „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2014“ findet auf dem diesjährigen Bibliothekartag in Bremen wieder auf der Aktionsfläche der Zukunftswerkstatt statt – da, wo auch zwei besondere Referentinnen aus den USA sprechen werden. Mit Meg Backus und Tara Radniecki konnten wir zwei Expertinnen für den diesjährigen Schwerpunkt der Zukunftswerkstatt „Neue digitale Arbeitswelten- Maker Spaces, Fab Labs&Co.“ – nach Deutschland holen. Backus und Radniecki werden unsere Aktivitäten mit einigen interessanten Vorträgen auf der Aktionsfläche der Zukunftswerkstatt  begleiten. Tara Radniecki ist Academic Librarian an der Reno University in Nevada und Meg Backus arbeitet als System Librarian in der Chattanooga Public Library.

Zukunftsgestalter2014

Für den Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ möchten wir auch in 2014 wieder all diejenigen einladen sich zu bewerben, die in Bibliotheken nach vorne blicken und ihre innovativen Ideen auch konkret in Projekte umsetzen, ob nun allein oder im Team. Natürlich können auch zukunftsweisende Ideen und Projekte anderer Informationsprofis vorgeschlagen werden.

Hier die wichtigsten Punkte:

- der Verlag De Gruyter stiftet den Preis, verliehen wird er in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Rahmen des 103. Bibliothekartags vom 3. bis 6. Juni in Bremen.

- man kann sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen bitte die Annahmebereitschaft vorab klären.

- Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken sowie andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

- Folgende Unterlagen bitte beim DeGruyter-Verlag als E-Mail-Attachment (senden an: alice.keller@degruyter.com) bis zum 31. März 2014 einreichen: eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes, die sich auf die unten genannten Kriterien beziehen muss, und eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder.

- Prämiert werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. (besonders: Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen und die entweder im Verlauf der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurden oder noch in der Entwicklung sind. Dann sollte das Endresultat aber schon absehbar sein.

- Beide Preise sind mit 500 Euro dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten ein Anerkennungszertifikat, präsentieren ihr Projekt während des Bibliothekartags in Bremen und können über ihr Projekt in der Zeitschrift BFP und auf dem Blog der Zukunftswerkstatt berichten.

- eine fünfköpfige Jury, die sich aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung e.V. zusammensetzt, beurteilt die Vorschläge anhand des unten stehenden Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt

Und das sind die Kriterien, nach denen die Jury bewertet.

Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben eine Einschätzung dazu ab.
Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.
Daneben werden bewertet:
Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Jahre 2012 und 2013 werden hier vorgestellt:
http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi240512.pdf und
http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi130313.pdf

Wir freuen uns auf Eure Bewerbung oder Euren Vorschlag.

Kontakt:
Dr. Alice Keller, Senior Editorial Director
Library and Information Science & Reference
De Gruyter Saur, Rosenheimer Str. 143
D-81671 München
Tel. +49 (0)89 76 902-253
Email: alice.keller@degruyter.com

18. Januar 2014 at 12:15 Hinterlasse einen Kommentar

Tool der Woche – LoiLo Game Recorder

Gerade wer sich gerne mal auf den verschiedenen Videoportalen wie Youtube oder myvideo umsieht, wird schon auf die Let’s Player gestoßen sein. Das sind Leute, die sich beim spielen von Computerspielen filmen und dabei bestenfalls noch selber das ganze mitkommentieren. Viele werden sich jetzt fragen, warum man sich so etwas bitte ansehen sollte? Die Antwort ist ganz einfach: Es ist inzwischen schon gang und gäbe, dass sich Spieler vorher Videos über ein Spiel anschauen, bevor sie sich dazu entschließen es zu kaufen. Ein Trailer ist ja gut und schön, meist aber schöner als die sogenannte In-Game-Grafik. Und die Story kann auch eher mäßig erzählt sein. Daher sieht man sich vorher ein, oder zwei Let’s Plays zu dem Spiel an und entscheidet sich dann für oder gegen einen Kauf. Ich selbst habe auch schon so verfahren. Oder man sucht sich Hilfe in solchen Videos, weil man an einer Stelle nicht weiter kommt. Was hat das jetzt mit Bibliotheken etwas zu tun?

Öffentliche Bibliotheken in den USA bieten Workshops an, in denen Kinder und Jugendliche sich mit verschiedenen Medienarten auseinandersetzen und auch selber Medien erstellen sollen. Ein Let’s Play gehört ebenfalls dazu. Und es birgt dem Mehrwert, dass man sich auch kritisch mit den Spielen auseinandersetzt.

In Deutschland gibt es bereits ähnliche Workshops, allerdings werden diese oft durch andere Institutionen durchgeführt. Sollten nun Sie, liebe Leser, auch Interesse an einem solchen Workshop haben oder sich erst einmal mit dem Thema Medienpädagogik auseinandersetzen wollen, habe ich hier einen wunderbaren Blog für Sie aufgetan: medienpaedagogik-praxis.de.

Sollten Sie sich dazu entschließen, einen solchen Workshop zu machen, oder einfach mal so ein Let’s Play selber erstellen wollen (zum anschauen empfehle ich das hier. Es handelt sich sowohl um meinen Lieblings-Let’s Player Gronkh, als auch um den ersten Teil meiner Lieblingsspieletrilogie Deponia), benötigen Sie neben einem spielefähigem Rechner (Laptop oder Dektop-

Rechner ist egal) und einem Spiel auch noch eine sogenannte Screen Capturing Software, womit wir endlich beim Tool der Woche wären :)

Es gibt einige Programme, allerdings sind die meisten kostenpflichtig und/oder kompliziert zu bedienen. Nun hat sich ein neuer Stern am Software-Himmel aufgetan: der LoiLoGame Recorder.

LoiLo Game Recorder

Der LoiLo Game Recorder im Einsatz

Frei erhältlich, auf deutsch und glücklicherweise so gut wie idiotensicher. Einfach installieren, Spiel auswählen und aufnehmen. Ein Mikrofon kann man auch einfach anschließen, der Ton wird direkt mitaufgenommen. Die Bedingungen: Mit der Installation wird eine Testversion den Videoschnittprogrammes LoiLoScope 2 mitinstalliert, lässt sich aber einfach wieder deinstallieren. Zudem benötigt man als System mindestens Windows 7. Zudem habe ich festgestellt, dass die Software meckert, wenn die Auflösung der Spielegrafik zu hoch eingestellt ist. Aber in der Regel lässt sich diese Problem ja schnell und einfach beheben. Die Aufnahmequalität ist einwandfrei und glasklar, damit steht der Aufnahme nichts mehr im Weg. Und wie heißt es so schön, manchmal ist der Weg ist das Ziel.

MK

10. Januar 2014 at 09:00 Hinterlasse einen Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2014

Auch in diesem Jahr möchten wir euch alle herzlich einladen euch auf den Preis “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” zu bewerben oder tolle Projekte, die Ihr kennt, vorzuschlagen. Hier der offizielle Ausschreibungstext:

Zukunftsgestalter2014

 

 

Einladung zur Bewerbung oder Benennung:

Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2014.

Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Rahmen des 103. Bibliothekartags in Bremen im Juni 2014 verliehen.

 

Ziel:

Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagiert haben.

Prämiert werden jeweils eine Einzelperson oder ein Team. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Es können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind, sofern das Endresultat schon absehbar ist.

 

Preis:

Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 103. Bibliothekartags in Bremen zu präsentieren.

Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP und auf dem Blog der Zukunftswerkstatt über Ihre Arbeit zu berichten.

 

Bewerbung:

Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

 

Einzureichende Unterlagen:

Erforderlich ist eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes. Darin sollten die  unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 31.03.2014 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: alice.keller@degruyter.com).

 

Bewertung:

Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung e.V. zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
  • Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben eine Einschätzung dazu ab.
  • Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.

Daneben werden bewertet:

  • Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
  • Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
  • Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
  • Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
  • Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

 

Preisträger:

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt während des 103. Bibliothekartags.

 

Die 2012 und 2013 Gewinnerinnen und Gewinner werden hier vorgestellt: http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi240512.pdf und

http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi130313.pdf

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag.

 

Kontakt:

Dr. Alice Keller, Senior Editorial Director

Library and Information Science & Reference

De Gruyter Saur, Rosenheimer Str. 143

D-81671 München

 

 

Tel. +49 (0)89 76 902-253

Email: alice.keller@degruyter.com

 

18. November 2013 at 12:32 Hinterlasse einen Kommentar

Von Baumärkten und Selbstschrauberwerkstätten – Über die Kooperation von Stadtbibliothek und CoWorkingSpace/Schiller40 in Wolfsburg

“Digitale Arbeitswelten”, das ist das Thema, mit dem sich die Zukunftswerkstatt in diesem Jahr eingehend beschäftigt. Im aktuellen Bibliotheksdienst (Heft 10, 2013) und hier im Blog befragte Julia Bergmann bereits die Schriftstellerin, Journalistin und Programmiererin Kathrin Passig zu ihren Erfahrungen mit neuen digitalen Arbeitsformen wie CoWorking und CoWorking Spaces. Hier soll es nun um eine Kooperation zwischen einer Bibliothek und einem CoWorkingSpace gehen.

CoWorking ist eine „neue“ Arbeitsform, bei der unabhängig voneinander agierende Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden in meist größeren Räumen, den sog. CoWorkingSpaces zusammenarbeiten. Gemeinsam können sie hier zeitlich flexibel Arbeitsplätze und Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume) auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis nutzen. Entscheidendes Merkmal eines CoWorkingSpaces im Vergleich zu anderen klassischen Lern- und Arbeitsorten wie Bibliotheken ist jedoch die Community, die durch gemeinsame Workshops, Projekte oder weitere Aktivitäten entsteht und von der die CoWorker in besonderer Weise profitieren.

Digitale Arbeitsformen und CoWorking in Bibliotheken?

Was kann nun der klassische Lern- und Arbeitsort Bibliothek von den neuen digitalen Arbeitsformen in CoWorkingSpaces lernen und wie damit neue Zielgruppen ansprechen bzw. eine Community in den sozialen Netzwerken aufbauen?
Alles beginnt mit ersten Schritten und einer dieser ersten Schritte wurde in Wolfsburg bereits in Form einer Kooperation des CoWorkingSpaces/Schiller40 mit der Stadtbibliothek Wolfsburg und dem Medienzentrum der Stadt gegangen.

Vorbereitung: Minecraft-Session im Besprechungsraum

Vorbereitung: Minecraft-Session im Besprechungsraum

„Fachsimpeln mal anders“ – Stadtbibliothek und CoworkingSpace kooperieren mit Powerpointkaraoke und Smartphoneschule
Bereits Anfang 2011 wurden der spätere Leiter des CoWorkingSpaces Christian Cordes und die Stadtbibliothek gemeinsam aktiv mit der Powerpoinkaraoke, die seit diesem Zeitpunkt regelmäßig, mindestens aber zwei Mal im Jahr in den Räumen der Zentralbibliothek im Aaltohaus stattfindet. Als die Bibliothek während der Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ im Herbst 2011 ein Smartphonetreff veranstaltete und sich das Medienzentrum der Stadt und Christian Cordes daran beteiligten, war dies die Geburtsstunde der späteren Smartphoneschule.

Nach der Gründung des Wolfsburger CoWorkingSpaces im April 2012 wechselte dieses kostenfreie Angebot monatlich zwischen Stadtbibliothek und CoWorkingSpace, ab September 2012 wurde aus dem Smartphonetreff schließlich die Smartphoneschule, die seitdem an jedem zweiten Donnerstag im Monat im CoWorkingSpace/ Schiller40 stattfindet und durchschnittlich 40 „meist älteren“ Teilnehmern die Grundlagen der Nutzung von mobilen Endgeräten vermittelt.
Zwischenzeitlich gründete die Smartphoneschule eine Smartphone-AG mit Schülern der 5. bis 7. Klassen des Wolfsburger Ratsgymasiums. Diese hatten die Aufgabe, die monatliche Veranstaltung mit vorzubereiten und die Besucher der Smartphoneschule zu unterstützen. Die Stadtbibliothek nutzte den Besprechungsraum des CoWorkingSpace/Schiller 40 für Minecraft-Spielnachmittage mit Schülern und auch die FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr Kultur) aller drei Einrichtungen arbeiten gemeinsam an digitalen Projekten wie der Produktion des Podcasts „Kulturlos?Kultur Los! „ oder einer Umfrage zur Nutzung mobiler Endgeräte unter Schülern.

Neben den beiden Formaten Powerpointkaraoke und Smartphoneschule, die sich mittlerweile etabliert haben, denken das CoWorkingSpace/Schiller40 und die Stadtbibliothek auch immer wieder über neue gemeinsame Veranstaltungsformate wie Twitter-Tatort, Twitter-Lesung, oder Laber-Flashmob nach.

Smartphoneschule im CoWorkingSpace/Schiller40

Smartphoneschule im CoWorkingSpace/Schiller40

Arbeitsaufwand? Kooperation ja oder nein? Erstmal kommt es auf die richtige Einstellung an!

Alle Überlegungen, was denn auf Seiten einer Bibliothek nötig ist, um mit einem CoWorkingSpace (so denn vor Ort vorhanden) zu kooperieren, sei es nun der zeitliche oder personelle Rahmen, kann man im Grunde vernachlässigen, wenn nicht in der Bibliothek ein gelebtes und natürliches Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Das wird auch in der Regel nie bei allen Bibliotheksmitarbeitern gleich stark vorhanden sein, es sollte aber zumindest wie in Wolfsburg ein heißer Draht zwischen CoWorkingSpace-Leiter auf der einen und Öffentlichkeitsarbeiter der Bibliothek auf der anderen Seite bestehen. Einen Zugang in die „neuen“ digitalen Welten finden Bibliotheken nicht, wenn sie sich ab und zu und nur aus Imagegründen mit digitalen Themen schmücken. So ist gerade die regelmäßige Smartphoneschule in Wolfsburg eine Veranstaltung, bei der die Bibliotheksmitarbeiter genau so viel lernen können (und müssen) wie die externen Teilnehmer auch. Bis sie irgendwann nicht mehr Tablets, Smartphones und EBook-Reader als „Themen on top“ zu ihrem „Kerngeschäft“ ansehen, sondern sie wie selbstverständlich in ihren Bibliotheksalltag integrieren. Sind in der Wolfsburger Smartphoneschule der Leiter des CoWorkingSpaces Christian Cordes und der Medienpädagoge des Medienzentrums diejenigen, die inhaltlich am meisten beitragen und das auch didaktisch gut vermitteln, so ist es innerhalb dieser Kooperation gegenwärtig Aufgabe der Bibliothek, die Veranstaltungen in der Presse zu kommunizieren und die zahlreichen telefonischen Anfragen zur Smartphoneschule („kostet das was?“, „was muss ich wissen und vorher lesen, um teilnehmen zu können?“, „ muss ich schon ein Smartphone mitbringen oder kann ich mich bei Ihnen beraten lassen?“) zu beantworten. Prinzipiell wäre hier, je nach Situation vor Ort, ein weiterer Anknüpfungspunkt zu einer Volkshochschule, die vertiefende kostenpflichtige Kurse zu einzelnen Aspekten der Smartphonenutzung anbietet, während in der Smartphoneschule vorrangig die Grundlagen behandelt werden.

CoWorkingSpace/Schiller40

CoWorkingSpace/Schiller40

„Wo Ideen Kreise ziehen“ – das Wolfsburger CoWorkingSpace /Schiller40 in Daten

Das Wolfsburger CoWorkingSpace/Schiller40 ist das erste Space in kommunaler Trägerschaft von Stadt Wolfsburg, der Wolfsburg AG und der Wolfsburger Wohnbaugesellschaft Neuland. Es ist ein anerkannter Ort für Schulen, Bürger und Kreative und Teil des Kulturentwicklungsplans der Stadt. Der Startschuss für die Planungen fiel im Dezember 2011, seit Juni 2012 läuft es im „Vollstartmodus“. 17 Arbeitsplätze können zeitlich flexibel gemietet werden. Da das Space seit September 2012 voll ausgelastet ist, werden zur Zeit keine weiteren Nutzer aufgenommen. 195 Personen gehören zum Kundenstamm des Spaces, 250 Mitglieder umfasst die Facebookgruppe des CoWorkingSpace/Schiller40.
Seit dem Start 2012 können rund 70 Infoveranstaltungen in der Region (IHK, Unternehmen) gezählt werden. Neben Veranstaltungsformaten wie Wissensfunken (4 Veranstaltungen im Quartal ) für die Nutzer des CoWorkingSpaces und weiteren Workshops und Seminaren zur digitalen Kultur, ist das Projekt „Betagarten“ ein Motor für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt.

CoWorker bei der Arbeit

CoWorker bei der Arbeit

„Vom Baumarkt zur Selbstschrauberwerkstatt“ – Fazit: was muss passieren, um CoWorking in Bibliotheken zu etablieren?
Auf die Frage, ob und in welchem Umfang sich CoWorking in Zukunft auch in Bibliotheken z. B. in Form von CoWorking Areas verwirklichen ließe, bemüht Christian Cordes ein Bild, das aus seiner Sicht den Ist-Stand in Bibliotheken wiedergibt: Bibliotheken seien wie Baumärkte und ein CoWorkingSpace eher wie eine Selbstschrauberwerkstatt. Wenn man diesen Vergleich auf das Produkt Farbe überträgt, heißt das: Bibliotheken haben die Farben zwar im Bestand und sagen den Nutzern, wo genau die gewünschte Farbe im Regal steht, nehmen sie aber noch viel zu selten aus dem Regal, um ihren Nutzern zu zeigen, was man alles damit machen kann.
Derzeitig sind Themen wie Gaming und FabLabs  für Cordes viel bibliothekstauglicher als CoWorking. Das auch aus dem Grund, da CoWorking eine grundsätzlich andere Auffassung von Community-Management voraussetze, als sie in den meisten Bibliotheken derzeit gelebt wird. Ein weiter Weg also. Fangen wir an, ihn mit vielen kleinen ersten Schritten zu gehen!

Uwe Nüstedt,  uwenuestedt@googlemail.com, Tel. 0171-3127783

1. November 2013 at 00:12 1 Kommentar

Augmented Reality – in Zukunft keine Science Fiction mehr

Dies ist eine Open Access-Version eines im Rahmen der Zukunftswerkstatt-Kolumne abgedruckten Textes in: Bibliotheksdienst 2013 (47) 7: 555-557

Augmented Reality – in Zukunft keine Science Fiction mehr

Obwohl die Technologie, die das “Anreichern von Realität” online und offline bereits seit mehr als zehn Jahren auf dem Markt ist, haftet ihr immer noch ein Hauch Science Fiction an: der Mensch blickt durch eine Spezialbrille oder Kontaktlinsen und erhält auf diesem “Display” geographische, persönliche, kommerzielle oder jegliche andere Zusatzinformationen zum Geschehen oder zum Gegenüber. Längst hat die Technologie jedoch schon in unseren Alltag Einzug gehalten. Wer die Welt durch Smartphone oder Tablet sieht, hat schon längst die Chance, sich in einer unbekannten Umgebung durch diese Zusatzinformationen zu orientieren, sich Kunstwerke oder Sehenswürdigkeiten erläutern oder Ruinen rekonstruiert anzeigen zu lassen. Zugfahrten, so verspricht die Deutsche Bahn, werden unterhaltsamer, wenn man die App Jompp installiert1. Der Blick aus dem fahrenden Zug wird per Kamera zum bewegten Hintergrund für ein kurzweiliges kleines Spiel auf dem Smartphone oder Tablet. Menschen, die dem Geocaching zugeneigt sind, werden das Game Ingress schätzen2. Es verbindet Geocaching-Elemente mit Augmented Reality-Technologie: Diese virtuelle Schnitzeljagd, zum Beispiel durch Berlin, hat das gemeinsame spielerische Entdecken und Lösen von Aufgaben in Echtzeit zum Ziel. Doch auch im heimischen Wohnzimmer ist dieses Phänomen spätestens bekannt durch Angebote der Konsolenhersteller und der Spieleindustrie, die Gegenstände oder Kreaturen im Haus sichtbar machen oder die den Spielenden mitsamt seiner Umgebung in fremde Welten projizieren. Es lässt sich feststellen, dass mit fortschreitenden Möglichkeiten der Grad der Immersion höher wird und sich immer zahlreichere lebensweltliche Schnittstellen ergeben. In der Sportberichterstattung kann sich der Moderator beispielsweise auch in die Simulation einer Spielsituation hinein begeben und diese analysieren.3

Die Entwicklung des Google Dienstes Google Glass4 hat die Schnittstelle zwischen Virtualität und Realität auf das derzeitige Minimum reduziert: der Nutzer hat die Hände frei. Eine Brille mit winzigem Kamera-Aufsatz ermöglicht durch Sprach- und Gestensteuerung das Aufrufen von kontextbezogenen Informationen zur Umwelt und erlaubt laut Produktwebseite die Übersetzung und Weiterleitung von Sprachaufnahmen und das Teilen von Bildern und Statusmeldungen in Echtzeit.

Ebenso spannend ist die Zukunft gedruckter Publikationen, die bereits heute zunehmend zum Beispiel durch das Scannen eines Codes o.ä. mit einem mobilen Endgerät mit externen Diensten und multimedialen Zusatzinhalten verbunden werden können.5 Rein textbasierte Publikationen wie Zeitschriften oder Lehrbücher entwickeln gerade den Bedarf des sofortigen Wechsels zwischen der analogen und der digitalen Welt. Das Projekt TETfolio.de der FU Berlin hebt beispielsweise auf die Frage ab, wie sich klassisches Lehrbuchwissen mithilfe von 3D-basierter AR-Technologie konstruieren lässt, wenn es modular, individuell, mobil und immersiv aufbereitet wird.6 Das “Technology Enhanced Textbook” (TET) soll perspektivisch als “Experimentierkasten” für Bildungszwecke verschiedener Art, so zum Beispiel auch in Museen, einsetzbar sein.

Die Auswirkungen der Augmented Reality-Technologie auf den Bildungs- und Kulturbereich werden seit einigen Jahren untersucht, etwa in der Mediendidaktik und in der Museumspädagogik, aber auch in den Kommunikations- und Unterrichtswissenschaften. Die bisher angedachten Einsatzbereiche von AR-Technologie in Bibliotheken betreffen zunächst die Anpassung von klassischen Bibliotheksdienstleistungen an die neuen technischen Möglichkeiten,7 also Orientierungsinformation für die Literatursuche im Katalog oder im Guided Tours für das Bibliotheksgebäude. Weitere Beispiele sind Verfügbarkeitsanzeigen im Bestand Literary Book Tours oder Verknüpfungen mit Rezensionstools aus dem Social Web wie Shelfari8 und LibraryThing.9 Einen Schritt weiter möchte das Berliner Projekt mylibrARy gehen, das die Entwicklung einer kundenorientierten AR-App für die Stadtbibliothek Berlin-Lichtenberg zum Ziel hat.10 Während Bibliotheken vor relativ kurzer Zeit erst eine Vorstufe der Augmented Reality, die QR-Codes, für sich entdeckt haben und diskutiert wird, ob die AR-Technologie sich langfristig als relevant erweisen wird, setzt dieses Gemeinschaftsprojekt verschiedener (Forschungs-)Einrichtungen, u.a. der FH Potsdam, der HTW Chur und der Bibliothek Lichtenberg einen Impuls in der aktuellen Diskussion.

Fazit: Wie im Bereich digitaler Objekte insgesamt werden hier wissenschaftliche wie öffentliche Bibliotheken vor Fragen des Bestandsmanagements (Erwerbung, Erschließung, Präsentation, Vermittlung eines solchen Angebots), der Benutzung (beginnend etwa bei der Zulassung von von Handys in den Bibliotheksräumen)11 und zukünftig unverzichtbaren Kompetenzen im Berufsbild konfrontiert. Die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality in Bibliotheken reichen von Animationen des jeweiligen Chatbots/ Maskottchens/ Markenzeichens in den physischen Benutzungsbereichen bis hin zu komplexen Katalogerweiterungen und -funktionen. Wer all das weiter verfolgen will, kann dies mit den Zukunftsentwicklern tun. Kontakt: info@zukunftswerkstatt.org

2 Kühl, Eike: “Schnitzeljagd mit Google”. In: Zeit online v. 22.03.2013. http://www.zeit.de/digital/games/2013-03/ingress-google-spiel-smartphone.

3 Siehe hierzu beispielsweise die Webseite des derzeit noch in Entwicklung befindlichen App Zeitfenster. Sie verspricht interessante Einblicke in die Vergangenheit der eigenen Stadt: http://www.zeitfenster-app.de/ Eine umfassende Übersicht über die aktuellen Einsatzfelder von Augmented Reality und entsprechenden Videomaterialien findet sich unter http://augmented-reality-in-education.wikispaces.com/

5 Dies ist zum Beispiel mit der App Layar möglich: http://www.layar.com/what-is-layar/. Ähnlich funktioniert Aurasma: www.aurasma.com

7 vgl. Loney, Tor: “Augmented Reality – Possibilities for Libraries”. PPT-Folien unter: http://de.slideshare.net/torloney/augmented-reality-for-libraries-10842227 vom 6. Januar 2012

10 vgl. http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte/2013/1452/pdf/AugmentedRealityLeipzig2013_final.pdf und Wolf, Sabine: “Augmented Reality – Neue Möglichkeiten für Bibliotheken, Services für Kunden einfach darzustellen.” In: Libreas #21 (erschienen Oktober 2012) http://edoc.hu-berlin.de/libreas/21/wolf-sabine-62/PDF/wolf.pdf

11 Vgl. ebd., S.68.

8. August 2013 at 18:49 6 Kommentare

Tool der Woche: Threema – die WhatsApp-Alternative aus der Schweiz

Immer wieder wird über Sicherheitsrisiken bei der Kommunikation im Internet berichtet. Die Negativschlagzeilen machen dabei auch vor Kurznachrichtendiensten keinen Halt. Selbst unser beliebtes WhatsApp gerät von Zeit zu Zeit in die Schlagzeilen.

Wem die Befürchtung unerträglich wird, seine Kurznachrichten könnten mitgelesen werden, kann sich jetzt über eine besonders sichere Messaging-Alternative aus der Schweiz freuen: Threema, eine Kurznachrichten-App mit einem besonderen Fokus auf sichere Kommunikation im Netz.

Threema garantiert eine – wie es auf der Website von Threema heißt – echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auf asymmetrischer Kryptografie beruht und bewirkt, dass niemand ausser dem vorgesehenen Empfänger eine Nachricht lesen kann, selbst der Serverbetreiber nicht.

Threema – die WhatsApp-Alternative für iOS und Android. Bild: Nüstedt

Threema – die WhatsApp-Alternative für iOS und Android. Bild: Nüstedt

Das steuert ein dreistufiges Sicherheitssystem, das überprüft, ob die jeweilige Person, die mir gerade eine Nachricht geschickt hat, auch wirklich der Kontakt ist, für den ich ihn halte.

Die Mitteilung wird auf der Senderseite mit einem öffentlichen Schlüssel codiert und kann erst wieder auf der Empfängerseite mithilfe eines zweiten privaten Schlüssels dekodiert werden.

Threema kann all das, was WhatsApp auch kann: Fotos, Videos und Standorte teilen oder Kontakte automatisch oder manuell aus dem Smartphone-Telefonbuch synchronisieren. Alles immer asymmetrisch verschlüsselt.

Die Schweizer Messaging-App gibt es als Android-Version für derzeit 1,60 Euro und als iOS-Ausgabe für 1,79 Euro (zum Vergleich WhatsApp 99 Cent).

UN

31. Juli 2013 at 13:15 1 Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013

Der Preis der Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013 wurde heute am Stand der KIBA-Lounge während des BID 2013 verliehen.

Es gab wie im letzten Jahr wieder zwei Preisträger, die mit ihren innovativen Ideen einen Hauch Zukunft ins Bibliothekswesen schon heute einbringen.

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Zuerst wurde das Projekt “DigiTABBerlin” der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Sabine Conrad, Michael Götze, Dr. Charlotte Hardtke-Flodell, Elisa Herrmann und Marion Lais) vorgestellt. Alte Telefonbücher wurden hier eingescannt und soweit möglich mit OCR bearbeitet. Für alles was OCR nicht leisten kann, wurden Berliner Bürger eingebunden. Library for the masses! Wer hier auf dem Laufenden gehalten werden will, kann dem Projekt unter Twitter folgen.

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Der 2. Preisträger kommt aus der Schweiz, genauer gesagt von der Kunstbibliothek Sitterwerk und befasst sich mit dem Thema “Dynamische Ordnung dank RFID-Technologie”. Das Team Felix Lehner, Christian Kern, Ariane Roth, Marina Schütz, Julia Lütolf zeigte unter anderem den intelligenten Büchertisch, bei dem über RFID, die Bücher und Materialien (z.B. mit RFID versehene unterschiedliche Werkstoffe wie Glas, Holz etc.) die darauf liegen automatisch erkannt werden und die “Titel” und Hintergrundinformationen auch online für den jeweiligen Nutzer abgerufen werden können. Näheres s. direkt auf der Homepage der Bibliothek.

Die Jurymitglieder von der Zukunftswerkstatt Julia Bergmann und Uwe Nüstedt danken den weiteren Jurymitgliedern der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis BFP (Prof. Cornelia Vonhof, Julia Bergmann, Uwe Nüstedt, und Dr. Hannelore Vogt und Prof. Dr. Dr. h.c. Elmar Mittler) und dem Verlag De Gruyter, der diesen Preis gestiftet hat.

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Update 18.03.2013: Hier gibt es noch mehr Bilder …

 

12. März 2013 at 14:58 3 Kommentare

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013

Auch in diesem Jahr möchten wir euch alle herzlich einladen euch auf den Preis “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” zu bewerben oder tolle Projekte, die Ihr kennt, vorzuschlagen. Hier der offizielle Ausschreibungstext:

 

 

 

 

 

Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013.

 

Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Rahmen des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek im März 2013 verliehen.

 

 

Ziel:

Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagiert haben.

 

Prämiert werden jeweils eine Einzelperson oder ein Team. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Es können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind, sofern das Endresultat schon absehbar ist.

 

Preis:

Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek zu präsentieren.

Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP über Ihre Arbeit zu berichten.

 

 

Bewerbung:

Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

 

 

Einzureichende Unterlagen:

Erforderlich ist eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes. Darin sollten die  unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 15.01.2013 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: alice.keller@degruyter.com).

 

 

Bewertung:

Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung e.V. zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
  • Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben eine Einschätzung dazu ab.
  • Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.

Daneben werden bewertet:

  • Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
  • Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
  • Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
  • Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
  • Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

 

 

Preisträger:

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt während des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek.

 

 

Der 2013 Wettbewerb ist hier ausgeschrieben:

http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/zukunftsgestalter.pdf

 

Die 2012 Gewinnerinnen und Gewinner werden hier vorgestellt: http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi240512.pdf

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag,

 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elmar Mittler, Julia Bergmann, Dr. Alice Keller

 

22. November 2012 at 09:30 1 Kommentar

Update zu Michael Stephens

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

heute möchten wir Euch heute ein Update zum Besuch von Michael Stephens geben. Wir wurden in den letzten Tagen des öfteren nach genauen Terminen und Orten gefragt. Wir können Euch heute noch nicht alle Veranstaltungsorte nennen. Trotzdem möchten wir Euch mit allen aktuellen Informationen versorgen:

22.10.2012 Berlin/Veranstaltungsort: tba. Beginn zwischen 19h und 20h
23.10.2012 Frankfurt oder Wiesbaden/Veranstaltungsort : tba. Beginn zwischen 19h und 20h
25.10.2012 Köln/Veranstaltungsort: FH Köln Beginn zwischen 19h und 20h
26.10.2012 Hamburg/Veranstaltungsort: TU Hamburg-Harburg Beginn zwischen 19h und 20h

Sobald wir neue Daten haben oder sich an den aktuellen Daten etwas ändert werden wir Euch natürlich sofort informieren.

Wir würden uns freuen, wenn wir Euch auf einer der Veranstaltungen begrüßen könnten.

Bitte gebt diese Informationen an alle Kollegen/Freunde/Bekannte etc. weiter, die an den Veranstaltungen Interesse haben könnten.

Beste Grüße

Eure Zukunftswerkstätter

24. September 2012 at 23:20 Hinterlasse einen Kommentar

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