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Let’s make it! – Die Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. auf dem Bibliothekartag in Bremen und das sind unsere Gäste – heute Tara Radniecki

In diesem Jahr dreht sich bei der Zukunftswerkstatt alles um das Thema “Neue digitale Arbeitswelten”. Unsere Schwerpunkte sind “Raum und Akustik im multimedialen Zeitalter” und die “Maker Space”-Bewegung in Bibliotheken. Zu diesen Themen wird es einiges zu entdecken und auzuprobieren geben auf unserer 300 m² großen Aktions- und Spielfläche. Ganz besonders freuen wir uns auf die Vorträge und Workshops unserer Gäste. Heute stellt sich Tara Radniecki hier vor. Tara arbeitet als Engineering Librarian in der  DeLaMare Science & Engineering Library der Universität von Nevada in Reno und wird am Mittwoch und Donnerstag (4. / 5. Juni) aktiv mit dabei sein bei uns. Am Donnerstag wird sie z. B. über die “Auswirkungen der Maker-Kultur auf wissenschaftliche Bibliotheken” sprechen. Wir freuen uns auf Tara – jetzt lassen wir sie aber erstmal selbst zu Wort kommen.

“Hi my name is Tara Radniecki and I’m so excited to be one of the Zukunftswerkstatt guests at the upcoming Bibliothekartag 2014 conference in Bremen. I am currently the Engineering Librarian at the DeLaMare Science & Engineering Library at the University of Nevada, Reno where we push the boundaries of traditional academic librarianship and encourage our users to go beyond the class assignment to make their own successful learning experiences.
I’ve been invited to speak about Delamare’s makerspace, which is unique for academic libraries in its makerspace mentality, connection to local collectives and hackerspaces, and fostering of innovation and entrepreneurship. I will talk about how this small library was transformed from a quiet, empty building into a full, vibrant knowledge center at the heart of campus. How technology and making were at the core of that transformation and what tools, toys, resources, services, and making-inspired events we provide. The effect on student learning and faculty engagement and success has been overwhelmingly positive and made the library a vital and valued partner in the science and engineering departments.

Tara Radniecki

Tara Radniecki

I will also focus on what I think is ultimately more important than the technology itself – embracing the maker culture in an academic setting. Not every library will be able to finance an expensive 3D printer or have the room for woodworking tools. But making isn’t just expensive printers and robotics, it’s a culture that encourages inclusiveness, learning, innovation, resource and knowledge sharing, creativity, problem solving, and collaboration. I argue that many of these have long been at the core of academic libraries.
For centuries, academic libraries have prided themselves on being the heart of the university. Yet, if we continue to simply cling to content provision and how to access that content we will not only lose our honored place in higher education, but our very existence. I cannot foresee the future, but if the IT department can begin managing electronic journal subscriptions and students can find comfy chairs in the student union, why will the university continue to fund our existence? And which students would be at our defense if they threatened to close our doors? A mind shift towards making and innovation can keep the academic library a vibrant and necessary component of the learning experience in our universities. The academic library is not just a quiet space or an information warehouse, it can and should be the place where our students find their passions and make their futures.”

16. April 2014 at 20:41 Hinterlasse einen Kommentar

Let’s make it! – Die Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. in Bremen – und das sind unsere Gäste – heute Meg Backus und Lauren Britton

In diesem Jahr dreht sich bei der Zukunftswerkstatt alles um das Thema “Neue digitale Arbeitswelten”. Unsere Schwerpunkte sind “Raum und Akustik im multimedialen Zeitalter” und die “Maker Space”-Bewegung in Bibliotheken. Zu diesen Themen wird es einiges zu entdecken und auzuprobieren geben auf unserer 300 m² großen Aktions- und Spielfläche.

Ganz besonders freuen wir uns auf die Vorträge und Workshops unserer Gäste, von denen wir heute zwei Gäste aus den USA etwas genauer vorstellen wollen.

Meg Backus ist eine der Expertinnen für unseren diesjährigen Schwerpunkt „Neue digitale Arbeitswelten – Maker Spaces, Fab Labs&Co“. Meg wird unsere Aktivitäten mit Vorträgen und Workshops mit Anwendungen aus dem Makerspace-Universum begleiten. Mit einem Scratch- und einem MaKey MaKey-Workshop am Donnerstag (5. Juni) und Vorträgen über den Makerspace der Chattanooga Public Library und zur Zukunft von Bibliotheken am Mittwoch und Donnerstag.

Meg Backus

Meg Backus

Meg arbeitet als Systems Librarian und Chief Maker auf der sogenannten „Vierten Etage“ der Chattanooga Public Library, die sich als Makerspace-Zone und öffentlicher Raum für Experimentelles über eine Fläche von mehr als 12.000 qm erstreckt. Die hier stattfindenden Veranstaltungen und Workshops haben alle etwas mit dem Thema Lernen, Spielen (Gaming) und Arbeiten zu tun, allerdings – das ist der wichtige Unterschied -soll hier nicht passiv zugehört, sondern aktiv ausprobiert werden. Was es auch sei, ob es sich um Informationsrecherche, Design, angewandte Kunst oder aber um neue Technologien handelt. Zurzeit beschäftigt sich Meg besonders mit der kreativen Handhabung von Arduinos, E-Textilien und MaKey MaKeys.

Aber bereits vor ihrer Zeit in Chattanooga setzte Meg andere innovative Projekte um wie z.B. die Library Farm in der Northern Onondaga Public Library. Gemeinsam mit Thomas Cokey lehrte sie an der Syracuse University u.a. in einem Kurs “Innovations in Public Libraries”.

Eine Teilnehmerin dieses Innovations-Kurses war Lauren Britton, die in ihrer Abschlussarbeit das FabLab in der Fayetteville Free Library realisierte und den Movers & Shakers Award 2013 gewann.

Per Skype werden wir Lauren Britton am Mittwoch nachmittag auf die Fläche der Zukunftswerkstatt zuschalten. Lauren wird dann über FabLabs und Makerspaces sprechen. Lassen Sie sich von dem Ideenreichtum und der Vielseitigkeit unserer beiden Gäste anstecken!

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9. April 2014 at 12:11 1 Kommentar

Jetzt anmelden für den Bibliothekartag 2014…

… und einen Vortrag bei der Zukunftswerkstatt halten!

Ganz richtig gehört, wir sind wieder da!

Über den gesamten Tagungszeitraum wird die Zukunftswerkstatt auf ihrem eigenen Bereich vertreten sein. Und jeder kann mitwirken!
Die Zeit für einen Vortrag beträgt 30 Minuten (20 Minuten Sprechzeit und 10 Minuten Fragerunde). Einfach in dieses Dokument eintragen, eine Anmeldung bei Google selbst ist nicht nötig. Wir bitten allerdings aus organisatorischen Gründen darum, eine Mailadresse zu hinterlassen. Alle Interessierten sollten darauf achten, dass sie keine bereits belegten Termine anpeilen oder selbsständig Beiträge von anderen ändern. Sollte etwas unklar sein, bitte an die Kontaktadresse im Tabellendokument schreiben.

Bis zwei Wochen vor dem Bibliothekartag kann man sich ein- oder umtragen, also bis zum 20.05. Ab da werden wir das Dokument für die Bearbeitung sperren, da es in das Online-Programm des Bibliothekartages eingepflegt werden soll. Zudem werden wieder Flyer mit der Programmübersicht ausliegen.

Wir freuen uns auf euch!

10. März 2014 at 10:00 1 Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2014 gesucht // Zukunftswerkstatt mit tollen Gästen auf dem Bibliothekartag in Bremen

Die Verleihung des Preises „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2014“ findet auf dem diesjährigen Bibliothekartag in Bremen wieder auf der Aktionsfläche der Zukunftswerkstatt statt – da, wo auch zwei besondere Referentinnen aus den USA sprechen werden. Mit Meg Backus und Tara Radniecki konnten wir zwei Expertinnen für den diesjährigen Schwerpunkt der Zukunftswerkstatt „Neue digitale Arbeitswelten- Maker Spaces, Fab Labs&Co.“ – nach Deutschland holen. Backus und Radniecki werden unsere Aktivitäten mit einigen interessanten Vorträgen auf der Aktionsfläche der Zukunftswerkstatt  begleiten. Tara Radniecki ist Academic Librarian an der Reno University in Nevada und Meg Backus arbeitet als System Librarian in der Chattanooga Public Library.

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Für den Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ möchten wir auch in 2014 wieder all diejenigen einladen sich zu bewerben, die in Bibliotheken nach vorne blicken und ihre innovativen Ideen auch konkret in Projekte umsetzen, ob nun allein oder im Team. Natürlich können auch zukunftsweisende Ideen und Projekte anderer Informationsprofis vorgeschlagen werden.

Hier die wichtigsten Punkte:

- der Verlag De Gruyter stiftet den Preis, verliehen wird er in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Rahmen des 103. Bibliothekartags vom 3. bis 6. Juni in Bremen.

- man kann sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen bitte die Annahmebereitschaft vorab klären.

- Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken sowie andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

- Folgende Unterlagen bitte beim DeGruyter-Verlag als E-Mail-Attachment (senden an: alice.keller@degruyter.com) bis zum 31. März 2014 einreichen: eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes, die sich auf die unten genannten Kriterien beziehen muss, und eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder.

- Prämiert werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. (besonders: Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen und die entweder im Verlauf der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurden oder noch in der Entwicklung sind. Dann sollte das Endresultat aber schon absehbar sein.

- Beide Preise sind mit 500 Euro dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten ein Anerkennungszertifikat, präsentieren ihr Projekt während des Bibliothekartags in Bremen und können über ihr Projekt in der Zeitschrift BFP und auf dem Blog der Zukunftswerkstatt berichten.

- eine fünfköpfige Jury, die sich aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung e.V. zusammensetzt, beurteilt die Vorschläge anhand des unten stehenden Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt

Und das sind die Kriterien, nach denen die Jury bewertet.

Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben eine Einschätzung dazu ab.
Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.
Daneben werden bewertet:
Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Jahre 2012 und 2013 werden hier vorgestellt:
http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi240512.pdf und
http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi130313.pdf

Wir freuen uns auf Eure Bewerbung oder Euren Vorschlag.

Kontakt:
Dr. Alice Keller, Senior Editorial Director
Library and Information Science & Reference
De Gruyter Saur, Rosenheimer Str. 143
D-81671 München
Tel. +49 (0)89 76 902-253
Email: alice.keller@degruyter.com

18. Januar 2014 at 12:15 Hinterlasse einen Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013

Der Preis der Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013 wurde heute am Stand der KIBA-Lounge während des BID 2013 verliehen.

Es gab wie im letzten Jahr wieder zwei Preisträger, die mit ihren innovativen Ideen einen Hauch Zukunft ins Bibliothekswesen schon heute einbringen.

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Zuerst wurde das Projekt “DigiTABBerlin” der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Sabine Conrad, Michael Götze, Dr. Charlotte Hardtke-Flodell, Elisa Herrmann und Marion Lais) vorgestellt. Alte Telefonbücher wurden hier eingescannt und soweit möglich mit OCR bearbeitet. Für alles was OCR nicht leisten kann, wurden Berliner Bürger eingebunden. Library for the masses! Wer hier auf dem Laufenden gehalten werden will, kann dem Projekt unter Twitter folgen.

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Der 2. Preisträger kommt aus der Schweiz, genauer gesagt von der Kunstbibliothek Sitterwerk und befasst sich mit dem Thema “Dynamische Ordnung dank RFID-Technologie”. Das Team Felix Lehner, Christian Kern, Ariane Roth, Marina Schütz, Julia Lütolf zeigte unter anderem den intelligenten Büchertisch, bei dem über RFID, die Bücher und Materialien (z.B. mit RFID versehene unterschiedliche Werkstoffe wie Glas, Holz etc.) die darauf liegen automatisch erkannt werden und die “Titel” und Hintergrundinformationen auch online für den jeweiligen Nutzer abgerufen werden können. Näheres s. direkt auf der Homepage der Bibliothek.

Die Jurymitglieder von der Zukunftswerkstatt Julia Bergmann und Uwe Nüstedt danken den weiteren Jurymitgliedern der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis BFP (Prof. Cornelia Vonhof, Julia Bergmann, Uwe Nüstedt, und Dr. Hannelore Vogt und Prof. Dr. Dr. h.c. Elmar Mittler) und dem Verlag De Gruyter, der diesen Preis gestiftet hat.

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Update 18.03.2013: Hier gibt es noch mehr Bilder …

 

12. März 2013 at 14:58 3 Kommentare

Die Zukunftswerkstatt beim Bibliothekskongress in Leipzig

Liebe Freundinnen und Freunde der Zukunftswerkstatt!

Wir freuen uns darauf, Sie und Euch beim Bibliothekskongress in Leipzig wiederzusehen oder auch neu kennen zu lernen!

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Eine sehr gute Gelegenheit dafür ist die Verleihung des Preises Zukunftsgestalter in Bibliotheken, den wir auch in diesem Jahr in Kooperation mit dem Verlag De Gruyter und der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) an zwei kreative, engagierte und innovative Preisträger-Teams verleihen dürfen. Die beiden Projekte konnten sich in einem exzellent besetzten Bewerberfeld aus dem gesamten deutschsprachigen Raum durchsetzen und sind in Ihrer Art sowohl zukunftsweisend als auch adaptierbar für andere Bibliotheken.
Beide Teams werden Ihre Projekte kurz vorstellen und stehen im Anschluss für Gespräche und Fragen bereit.

Ort:
5. Leipziger Kongress für Bibliothek & Information
In der KIBA-Lounge
Ebene -1
Standnummer -20

Zeit:
Dienstag 12. März, 12.15-13.30 Uhr

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Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt sind vor Ort an den typischen grünen Schlüsselbändern erkennbar und Gesprächen stets aufgeschlossen! Auch wird über Twitter unter dem Hashtag #zwev nachzuverfolgen sein, wo wir jeweils anzutreffen und ansprechbar sind. Wir freuen uns auf Euch und sagen:

Bis bald in Leipzig!

Eure Zukunftsentwickler

25. Februar 2013 at 08:00 Hinterlasse einen Kommentar

Vortragsreise zur Zukunft der Bibliotheken – Die Zukunftswerkstatt präsentiert Eli Neiburger

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

wir hoffen Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Heute möchten wir Euch mit weiteren Informationen zur Deutschland-Tour von Eli Neiburger zukommen lassen. Für all diejenigen von euch, die Eli Neiburger vielleicht noch nicht kennen gibt es zuerst eine kleine Einführung:

Wie in Deutschland wird auch in den USA an der Bibliothek der Zukunft gearbeitet. Was bedeutet die Digitalisierung für die Bibliotheken? Was bedeuten neue Medien-Formate wie Games und eBooks für die Bibliothek der Zukunft. Ist eine „klassische Bibliothek“ überhaupt noch zeitgemäß bzw. zukunftsfähig? Und falls nicht, was müsste passieren, damit Bibliotheken eine Zukunft haben? Auch in den USA hat man sich auf den Weg gemacht. Es gibt eine stetig wachsende Community an Bibliotheksmitarbeitern, die nicht nur diskutieren sondern vor allem handeln.

Einer der großen „Bibliotheks-Zukunfts-Entwickler“ ist sicherlich Eli Neiburger. Er arbeitet an der Ann Arbour District Library und ist ständig auf der Such nach neuen Ideen und Konzepten für öffentliche Bibliotheken. Ein Thema, dem er sich dabei besonders widmet ist das Thema Gaming. Für ihn ist Gaming kein Bestandsthema. Vielmehr geht es darum die Kultur des Gamings zu verstehen und in die tägliche Arbeit von Bibliotheken zu integrieren. Seine Bibliothek nutzt Games nicht, um damit mehr Menschen zum Lesen von Büchern zu animieren. Die Games sind vielmehr genauso bedeutend oder unbedeutend wie alle anderen Medien. Und deshalb hat er eine Vielzahl an Aktivitäten gestartet. Es gibt heute in sehr vielen US-Bibliotheken Gaming-Wettbewerbe. Einmal im Jahr veranstalten hunderte amerikanischer Bibliotheken den „National Gaming Day“.

Aber Eli Neiburger ist nicht nur am Thema Gaming interessiert. Auch eBooks, Social-Media und das mobile Internet spielen in seiner Arbeit eine große Rolle, denn alle diese Themen haben einen nachhaltigen und tiergreifenden Einfluss auf die Bibliothek der Gegenwart und der Zukunft. Für ihn geht es letztlich darum, die Bibliothek neu zu denken und neu zu entdecken, denn nach seiner Meinung nach würde man die Einrichtung von Bibliotheken – wenn es sie noch nicht gäbe – heute nicht mehr erlauben.

Wie aber kann die Bibliothek der Zukunft aussehen? Was bedeutet es in Zukunft Bibliotheksmitarbeiter zu sein? Für Eli Neiburger ist klar:“We may not be able to give them (den Nutzern/Anmerk. der Redaktion) the best information. But what we can give them is a unique experience“

Wir arbeiten schon länger mit Eli Neiburger zusammen. Die Gaming-Roadshow, die Gaming-Liga und noch ein paar weitere Projekte sind das Ergebnis unserer gemeinsamen Ideen und Konzepte. Wir kennen Eli also schon ganz gut und wir können sagen: Es lohnt sich auf jeden Fall zu einem seiner Vorträge zu kommen. Und wir meinen damit nicht nur Mitarbeiter aus Bibliotheken. Jeder Interessierte, der sich Gedanken über die Zukunft der Bildungs- und Kulturinstitutionen macht, jeder Lehrer, Pädagoge etc. sollte versuchen, einen der Termine wahrzunehmen.

Hier haben wir nun die aktuelle Tourdaten für Euch:

11.02.2013: Berlin – Computerspielemuseum; Beginn 19:00h
13.02.2013: Karlsruhe – Badische Landesbibliothek; Beginn 19:00h
14.02.2013: München – Bayerische Staatsbibliothek; Beginn 19:00h
15.02.2013: Köln – Stadtbibliothek; Beginn 19:00h

Der Eintritt ist natürlich kostenlos!

Wenn Ihr Fragen oder Wünsche habt könnt Ihr unseren Projektverantwortlichen Christoph Deeg unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt,org jederzeit kontaktieren.

Beste Grüße

Eure Zukunftswerkstätter

6. Januar 2013 at 20:06 11 Kommentare

Wir sagen Danke für ein tolles Jahr 2012!

Liebe Freunde der Zukunftswerkstatt,

wir möchten uns ganz herzlich bei allen Lesern, Freunden, Besuchern und Helfern der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. für eure Unterstützung und eure Diskussionbeiträge im Blog und bei unseren Veranstaltungen bedanken.

Wir wünschen euch allen einen guten Start in das Jahr 2013!

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Unser Jahr 2012

Bevor wir in ein neues Jahr mit der Zukunftswerkstatt starten, wollen wir aber doch nochmal einen Blick zurückwerfen auf die Veranstaltungen und Projekte dieses Jahres.

Bibliothekartag und Preisverleihung

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Auch in diesem Jahr haben wir den Bibliothekartag wieder mit einem eigenen Saal mitgestaltet und auf unserer Aktionsfläche zum Ausprobieren von E-Readern, Tablets und Gaming eingeladen. Umrahmt wurde die Aktionsfläche von Vorträgen nationaler und internationaler KollegInnen sowie der 1. Verleihung des Preises “Zukunftsgestalter für Bibliotheken”, den wir gemeinsam mit dem Verlag De Gruyter und mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) vergeben.

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Als besonderen Gast konnten wir den Teen Librarian Justin Hoenke aus der Citylibrary in Portland/Main begrüßen, der seine Erfahrungen aus seiner Arbeit in Vorträgen und vielen Gesprächen vor Ort mit uns geteilt hat.

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Gemeinsam mit Jan Holmquist stellte er auch das Social-Media-Crowdfunding-Projekt “Buy India a Library” vor.

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Christian Cordes, Leiter des Bereichs Digitale Kultur in Wolfsburg, hat uns in seinem Vortrag in das Thema “Neuen Arbeitsformen im digitalen Zeitalter” eingeführt und uns über das CoWorking-Projekt “Schiller 40” berichtet.

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Wir möchten allen Helfern und Unterstützern nochmals herzlich danken, dass Sie dies möglich gemacht haben. Alle Vorträge und die Preisträger des Preises “Zukunftsgestalter für Bibliotheken” könnt ihr hier nochmals nachlesen.

Deutsch-Amerikanische-Gaming-Liga
Auf dem Bibliothekartag fiel auch der Startschuss für die Deutsch-Amerikanische Gaming-Liga. Die Idee ist, über die bereits im anglo-amerikanischen Bibliotheksbereich eingesetzte Plattform GTS die Ergebnisse von Spieleturnieren abzubilden und auf diese Weise überregionale und sogar internationale Gaming Events zu organisieren. Die Umsetzung hat die Zukunftswerkstatt gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern der US-Botschaft Berlin, der Electronic Sports League, dem Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen und Electronic Arts im zweiten Halbjahr 2012 mit rund 15 Pilot-Bibliotheken begonnen. Als kleiner Ausblick sei erlaubt: Einen der geistigen Väter des Gaming in Bibliotheken aus den USA, Eli Neiburger, kann die Zukunftswerkstatt in diesem Zusammenhang im Februar 2013 nach Deutschland holen. Wir freuen uns auf inspirierende Gespräche und Vorträge von und mit Eli! Die Termine und nähere Informationen werden Anfang 2013 in unserem Blog bekannt gegeben.

Vortragsreise Michael Stephens
Im Rahmen einer Vortragsreise konnten wir im Herbst bereits Michael Stephens willkommen heißen, der innerhalb einer Woche vier Städten bereiste und dort Vorträge und Workshops zum Thema “Learning Everywhere. Transformative Libraries & Services.” präsentierte. In diesem Zusammenhang nochmals vielen Dank an die US-Botschaft in Berlin für die tolle Unterstützung!

Alle Informationen zur Vortragsreise von Michael Stephens könnt ihr hier nachlesen.

BuB-Kolumne der Zukunftswerkstatt
Wir möchten zudem Prof. Hans-Christoph Hobohm und Cordula Nötzelmann für die Betreuung, sowie allen Autorinnen und Autoren der Zukunftswerkstatt-Kolumne in BuB für die tolle Zusammenarbeit danken! Auch in diesem Jahr konnten wir, dank eurer Unterstützung, wieder viele tolle Themen und Praxisberichte präsentieren. Einen herzlichen Dank auch an die BuB-Redaktion für die Bereitstellung der Kolumne in BuB.

Wuppen
Um all die Aktionen zu realisieren kommunizierten wir über Blogs, Hangouts und Emails. Am produktivsten waren und werden aber unsere 2x jährlich stattfindenden persönlichen Treffen bleiben. Im Januar und Juli tagten wir im CVJM in Wuppertal und bündelten dort unsere Kräfte. Falls Ihr Lust habt, mitzumachen seid Ihr herzlichst nach Wuppertal eingeladen!

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Leider erlaubt die gemeinnützige Ausrichtung und damit die finanzielle Ausstattung des Vereins nicht, Reisekosten und Verpflegung zu finanzieren, so dass die Teilnahme an Wuppen ein echtes Ehrenamt bleibt. Das nächste Treffen findet übrigens vom 11.-13.1. statt. Nähere Informationen erhaltet Ihr über die Kontaktadresse zukunftsentwickler@zukunftswerkstatt.org.

Der Verein Zukunftswerkstatt 2012

Wir freuen uns, in diesem Jahr 6 neue Mitglieder in unserem Verein willkommen zu heißen. Die Zahl der Zukunftsentwickler ist trotz Fluktuation auch 2012 erfreulicherweise konstant beim runden engagierten Dutzend geblieben.

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Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns 2012 durch ihre Spende unterstützt haben! Wer die Arbeit des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. ebenfalls mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies gern unter folgender Kontonummer tun:

Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V.
Kontonummer: 504117100
BLZ: 291 903 30
Bank: Volksbank Bremen-Nord eG
IBAN: DE 03291903300504117100
BIC: GENODEF1HB2

Wir sagen Danke für das Jahr 2012 und freuen uns auf eure Beiträge, Mithilfe und Unterstützung in 2013!

Eure Zukunftsentwickler

28. Dezember 2012 at 17:58 Hinterlasse einen Kommentar

Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013

Auch in diesem Jahr möchten wir euch alle herzlich einladen euch auf den Preis “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” zu bewerben oder tolle Projekte, die Ihr kennt, vorzuschlagen. Hier der offizielle Ausschreibungstext:

 

 

 

 

 

Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013.

 

Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Rahmen des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek im März 2013 verliehen.

 

 

Ziel:

Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagiert haben.

 

Prämiert werden jeweils eine Einzelperson oder ein Team. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Es können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind, sofern das Endresultat schon absehbar ist.

 

Preis:

Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek zu präsentieren.

Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP über Ihre Arbeit zu berichten.

 

 

Bewerbung:

Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.

 

 

Einzureichende Unterlagen:

Erforderlich ist eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes. Darin sollten die  unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 15.01.2013 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: alice.keller@degruyter.com).

 

 

Bewertung:

Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung e.V. zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
  • Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben eine Einschätzung dazu ab.
  • Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.

Daneben werden bewertet:

  • Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
  • Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
  • Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
  • Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
  • Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?

 

 

Preisträger:

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt während des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek.

 

 

Der 2013 Wettbewerb ist hier ausgeschrieben:

http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/zukunftsgestalter.pdf

 

Die 2012 Gewinnerinnen und Gewinner werden hier vorgestellt: http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi240512.pdf

 

 

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag,

 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elmar Mittler, Julia Bergmann, Dr. Alice Keller

 

22. November 2012 at 09:30 1 Kommentar

Eine Woche mit Michael Stephens

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

es ist nun ca. eine Woche her, dass Michael Stephens hier war. Ich möchte Euch heute ein paar Gedanken zu seiner Tour niederschreiben. Zuerst möchte ich mich bei der US-Botschaft in Berlin bedanken, die diese Tour überhaupt ermöglicht hat. Zudem möchte ich mich bei unseren lokalen Kooperationspartnern bedanken: der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin, der Nationalbibliothek in Frankfurt/Main, dem US-Konsulat in Frankfurt/Main, der Fachhochschule Köln und der Bibliothek der TU Hamburg-Harburg. Durch dieses Netzwerk an kompetenten Institutionen konnten wir die Tour mit Michael Stephens realisieren – Vielen Dank!!!

Für alle diejenigen, die Michael Stephens nicht live erleben konnten, möchten wir hier einen Mitschnitt des Vortrages in Hamburg zur Verfügung stellen. Wir möchten Euch zudem auffordern, dieses Video in allen Euren Communitys zu teilen.

Michael Stephens “Learning Everywhere” from Zukunftswerkstatt on Vimeo.

Unabhängig davon möchte ich aber ein paar eigene Gedanken äußern. Wer einen Vortrag besucht, bei dem es um die Zukunft des Lernens bzw. das Lernen “überall” und die Bedeutung für Bibliotheken und andere Kultur- und Bildungsinstitutionen geht, erwartet sicherlich ein bisschen Science Fiction oder zumindest ein paar völlig neue unbekannte Angebote oder am besten Apps:-) “Learning Everywhere” das klingt nach ganz großem Kino. Ein Vortrag wie dieser sollte wenn möglich so weit weg “wirken”, dass die Einen geschockt und die Anderen euphorisiert sind. Es sollte eine große Vision sein – und genau das war es nicht. Es war besser, denn es gab eine Vielzahl an Gedankengängen, die – wenn man sie zu Ende denkt – einiges infrage stellen dürften.

Michael Stephens lehrt online – ausschließlich. Er redet nicht von Dingen die er beobachtet, sondern seiner gelebten Realität. Und so ist es nur logisch, dass er davon spricht, dass Technologie an sich immer mehr an Bedeutung verliert, während Umgang damit an Bedeutung gewinnt. Besonders wichtig: Michael Stephens sagt: das Web und alle damit verbundenen Angebote verändern die Welt und Bibliotheken wollen das. Es geht also nicht um die Frage, ob man für oder gegen die Digitalisierung unserer Gesellschaft ist. Vielmehr sollten Bibliotheken diesen Prozess unterstützen, verstärken und begleiten. Und das bedeutet im letzten Schritt, dass Bibliothekare zu den neuen Trainern und Lehrern für die digitale Welt werden.

Es geht also nicht mehr um den Bestand, sondern um den Umgang mit Inhalten oder anders ausgedrückt: es geht um Services. Die Bibliothek bekommt die Aufgabe, die Menschen zu unterstützen, ihre individuellen Ziele zu verfolgen – auch wenn dafür der Bestand nicht benötigt wird.

Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass Bibliotheksmitarbeiter jeden Tag lernen müssen. Learning Everywhere bedeutet nicht nur, dass die Nutzer einer Bibliothek überall und dauerhaft lernen. Es bedeutet vielmehr, dass dies auch die Mitarbeiter in Bibliotheken tun müssen. Die Bibliothek ist nicht mehr der Ort der Informationskompetenz. Sie ist vielmehr Teil einer Community von Menschen mit unterschiedlichen Zielen, Inhalten, Interessen. Es gibt keine Deutungshoheit mehr. Jedes Medium, egal ob gedrucktes Buch, eBook, Game, Twitter-Account, Blog, Wiki, Datenbank, Facebook-Seite etc. hat die gleiche Wertigkeit bzw. die gleiche Bedeutung. Und Bibliotheken nutzen alle diese Optionen um Ihren Kunden auf ihrem individuellen Weg zu unterstützen. Bibliotheken werden Teil von Lern-Netzwerken – das wird spannend.

Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben. Aber dann würde ich dem Video bzw. dem Vortrag von Michael Stephens zu weit vorgreifen. Ich persönlich hatte die Aufgabe und die Ehre, Michael Stephens auf seiner Tour zu begleiten. Es gab viele Gespräche und einen tollen Gedankenaustausch. Für mich war Michael Stephens Vortrag ein besonderes Geschenk. Es war kein Science-Fiction-Technologie-Feuerwerk. Es war vielmehr eine klare und verständliche Vision, die für jeden Mitarbeiter in Kultur- und Bildungsinstitutionen von Bedeutung ist. Denn hier wird ein konkreter Weg aufgezeigt und es ist nun an den Institutionen zu überlegen, welchen Teil des Weges Sie zum jetzigen Zeitpunkt schon zurückgelegt haben.

Beste Grüße

Christoph Deeg

PS: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – in Kürze werden wir über die Tour des nächsten Gastes berichten:-)

6. November 2012 at 02:13 8 Kommentare

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