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Makerspaces – eine Bewegung erreicht Bibliotheken

Dieser Beitrag von Cordula Nötzelmann erscheint in gedruckter Form
im Rahmen der Zukunftswerkstatt-Kolumne in: Bibliotheksdienst 11/2013

Museen tun es, Schulen tun es, Gemeindeeinrichtungen tun es, Bibliotheken bieten ihn schon lange – einen Ort, der es den Besuchern erlaubt, selbst kreativ zu sein und sich auszuprobieren: Videoschnittplätze, Film-Workshops, Multimedia-Labore, Roboter-Workshops und ähnliches ergänzen teilweise schon seit den 1990er Jahren die Programmarbeit und das Standardangebot vieler Bibliotheken. Auch die klassische Bastel-, Musizier- oder Strickstunde öffentlicher Bibliotheken geht natürlich bereits in die Richtung, die das gemeinschaftliche Werken, gegenseitiges Helfen beim Ausprobieren von verschiedenen Techniken und Materialien an einem öffentlichen, der Gemeinschaft gewidmeten Raum fördert.

Doch es ist etwas[1] passiert: 2013 scheint das Jahr der 3D-Drucker in öffentlichen Bibliotheken zu sein, und Bibliotheken in aller Welt[2] befassen nun auch strategisch mit der Makerspace-Idee des 21. Jahrhunderts. Die zunehmende Virtualisierung ehemals gedruckter Bibliotheksbestände und die Online-Verfügbarkeit klassischer Bibliotheksdienstleistungen schaffen hierfür beste Voraussetzungen.

Frei werdende Flächen können umgenutzt und – der Bibliothek als Ort entsprechend –  der Community zur Verfügung gestellt werden. Vorhandenes Know-How der Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter wird abgerufen oder auch neu aufgebaut, um Bibliotheksbesucher zu beraten und vermehrt öffentliche Räume zu schaffen, in denen Wissen unter kundiger Anleitung nicht nur konsumiert, sondern auch produziert und kreativ angewendet werden kann.

An solchen zumeist FabLab, Hackerspace oder Makerspace genannten Orten[3] können die Bibliotheksbesucher allein, unter Anleitung oder gemeinsam mit anderen neue Technologien und Werkzeuge testen, sich eine Meinung bilden, an innovativen Entwicklungen partizipieren, neue Kompetenzen entwickeln und die selbst erstellten Produkte verwenden oder (digital oder analog) weiterverarbeiten. Viele Bibliotheken, die sich mit der Maker-Idee befassen, haben sich daher für die Beschaffung eines 3D-Drucker entschieden. Anders als ein herkömmliches Kopiergerät, das selbstverständlich in den meisten Bibliotheken anzutreffen ist, erfordert der Vorgang des 3D-Druckens Vorwissen im Bereich 3D-Design und die Auseinandersetzung mit einer für viele faszinierenden Art der Produktion von Alltagsgegenständen. Die hohe Nachfrage bei allen Altersgruppen zeigt, dass Kultureinrichtungen hier einen Informationsbedarf decken. Ähnlich anwendungsbezogene Möglichkeiten, für die sich sehr viele Menschen interessieren, finden sich im Bereich digitaler Musik und Entwicklungen im TV-Sektor. Streaming und “On demand”-Lösungen sind Vertriebswege, die es für Bibliotheksbestände noch nicht gibt – dennoch können sie durch einen Makerspace in der Bibliothek präsent sein.

Die Chattanooga Public Library, Arbeitsstätte des Zukunftsentwicklers Justin Hoenke, verfügt über einen ausgedehnten Makerspace, der nicht nur die technische Ausrüstung bereithält, sondern auch verschiedene Aktionen und Programme, z.B. Maker Days, veranstaltet.[4] Berühmtheit erlangt hat auch der 2012 eröffnete Makerspace der Westport Public Library in Connecticut.[5] Im Blog des Library as Incubator Project[6] können weitere Makerspace-Aktivitäten zumeist US-amerikanischer Bibliotheken nachgelesen werden. In deutscher Sprache informiert der Blog bibliothekarisch.de[7] über aktuelle Entwicklungen. Die Hauptbibliothek in Aarhus, deren Fertigstellung für das kommende Jahr angekündigt ist, hat sich im großen Stil der Makerspace-Idee verschrieben. Die Kooperation mit dem Open Space Aarhus wird dann intensiviert werden.[8] Als großes öffentliches Bibliothekssystem in Deutschland hat dieses Jahr die Stadtbibliothek Köln einen Musik- und Makerspace eröffnet.[9]

Makermap

themakermap.com: Ausschnitt: Europa

 

Doch dass auch kleinere Bildungseinrichtungen nicht ohne Makerspace auskommen müssen, zeigen Beispiele von US-amerikanischen Schulbibliotheken.[10] Eine Realschule aus dem Stuttgarter Raum machte 2013 auf den Messen Make Munich und Gamescom im Rahmen des Jugendforums NRW auf sich aufmerksam, wo sie ihr Pilotprojekt 3D-Druck an Schulen präsentierte und Workshops durchführte.[11]

Makerspaces als weithin sichtbare Konsequenz aus aktuellen Entwicklungen des Medienmarktes werden in Bibliotheken überwiegend aus Drittmitteln finanziert und in Projektzusammenhängen etabliert. Diesen Bibliotheken ist gemeinsam, dass sie sich dabei selbst als Experimentierfeld begreifen, ihren Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in aktuelle Strömungen geben wollen und den kurzen Entwicklungszyklen im Bereich neuer Technologien mit Interesse und Offenheit entgegen sehen. Es wird spannend sein zu sehen, welche weiteren Möglichkeiten es für Bibliotheken gibt, ihren Besucherinnen und Besuchern attraktive Angebote zu machen, während die Bedeutung des gedruckten Bestandes schwindet.

Cordula Nötzelmann, Stadtbibliothek Köln und Zukunftswerkstatt

Kontakt: cordula.noetzelmann@zukunftswerkstatt.org

Alle Webadressen wurden zuletzt geprüft am 26.08.13

 


 

[1] Das US-amerikanische Institute of Museum and Library Services spricht in einem Paper aus dem September 2012 von einer “explosionsartigen” Verbreitung der aus Sicht des IMLS förderungswürdigen Makerspace-Bewegung im Bereich der Museen und Bibliotheken: http://www.imls.gov/assets/1/AssetManager/Makerspaces.pdf, S.1

[2] Die NextLibrary-Konferenz in Aarhus befasste sich im Juni 2013 mit innovativen Bibliothekskonzepten, u.a. makerspaces. Sie wurde von 350 Teilnehmern aus 38 Ländern besucht: http://www.nextlibrary.net. Eine Karte von existierenden Makerspaces aller Branchen findet sich hier und kann ergänzt werden: http://themakermap.com/ – Bibliotheken sind spärlich vertreten, während Co-working Areas (vgl. Zukunftswerkstatt-Interview mit Karin Passig in: Bibliotheksdienst Heft 10/2013) relativ häufig in Verbindung mit Makerspaces anzutreffen sind.

[3] Vgl. http://oedb.org/ilibrarian/a-librarians-guide-to-makerspaces/

[4] http://4thfloor.chattlibrary.org/

[5] http://westportlibrary.org/services/maker-space

[6] http://www.libraryasincubatorproject.org/?tag=makerspace

[7] http://bibliothekarisch.de/blog/tag/maker-space/

[8] http://hackerspaces.org/wiki/Open_Space_Aarhus

[9] http://www.stadt-koeln.de/5/stadtbibliothek/bibliotheken-archive/zentralbibliothek/die4/

[10] Einen Überblick gibt http://www.makerspace.com, hier findet sich auch das Makerspace Playbook mit umfassenden Informationen zur Einrichtung von Makerspaces.

[11] http://www.rsgueglingen.de/3d/

29. November 2013 at 17:18 4 Kommentare

Vortragsreise zur Zukunft der Bibliotheken – Die Zukunftswerkstatt präsentiert Eli Neiburger

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

wir hoffen Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Heute möchten wir Euch mit weiteren Informationen zur Deutschland-Tour von Eli Neiburger zukommen lassen. Für all diejenigen von euch, die Eli Neiburger vielleicht noch nicht kennen gibt es zuerst eine kleine Einführung:

Wie in Deutschland wird auch in den USA an der Bibliothek der Zukunft gearbeitet. Was bedeutet die Digitalisierung für die Bibliotheken? Was bedeuten neue Medien-Formate wie Games und eBooks für die Bibliothek der Zukunft. Ist eine „klassische Bibliothek“ überhaupt noch zeitgemäß bzw. zukunftsfähig? Und falls nicht, was müsste passieren, damit Bibliotheken eine Zukunft haben? Auch in den USA hat man sich auf den Weg gemacht. Es gibt eine stetig wachsende Community an Bibliotheksmitarbeitern, die nicht nur diskutieren sondern vor allem handeln.

Einer der großen „Bibliotheks-Zukunfts-Entwickler“ ist sicherlich Eli Neiburger. Er arbeitet an der Ann Arbour District Library und ist ständig auf der Such nach neuen Ideen und Konzepten für öffentliche Bibliotheken. Ein Thema, dem er sich dabei besonders widmet ist das Thema Gaming. Für ihn ist Gaming kein Bestandsthema. Vielmehr geht es darum die Kultur des Gamings zu verstehen und in die tägliche Arbeit von Bibliotheken zu integrieren. Seine Bibliothek nutzt Games nicht, um damit mehr Menschen zum Lesen von Büchern zu animieren. Die Games sind vielmehr genauso bedeutend oder unbedeutend wie alle anderen Medien. Und deshalb hat er eine Vielzahl an Aktivitäten gestartet. Es gibt heute in sehr vielen US-Bibliotheken Gaming-Wettbewerbe. Einmal im Jahr veranstalten hunderte amerikanischer Bibliotheken den „National Gaming Day“.

Aber Eli Neiburger ist nicht nur am Thema Gaming interessiert. Auch eBooks, Social-Media und das mobile Internet spielen in seiner Arbeit eine große Rolle, denn alle diese Themen haben einen nachhaltigen und tiergreifenden Einfluss auf die Bibliothek der Gegenwart und der Zukunft. Für ihn geht es letztlich darum, die Bibliothek neu zu denken und neu zu entdecken, denn nach seiner Meinung nach würde man die Einrichtung von Bibliotheken – wenn es sie noch nicht gäbe – heute nicht mehr erlauben.

Wie aber kann die Bibliothek der Zukunft aussehen? Was bedeutet es in Zukunft Bibliotheksmitarbeiter zu sein? Für Eli Neiburger ist klar:“We may not be able to give them (den Nutzern/Anmerk. der Redaktion) the best information. But what we can give them is a unique experience“

Wir arbeiten schon länger mit Eli Neiburger zusammen. Die Gaming-Roadshow, die Gaming-Liga und noch ein paar weitere Projekte sind das Ergebnis unserer gemeinsamen Ideen und Konzepte. Wir kennen Eli also schon ganz gut und wir können sagen: Es lohnt sich auf jeden Fall zu einem seiner Vorträge zu kommen. Und wir meinen damit nicht nur Mitarbeiter aus Bibliotheken. Jeder Interessierte, der sich Gedanken über die Zukunft der Bildungs- und Kulturinstitutionen macht, jeder Lehrer, Pädagoge etc. sollte versuchen, einen der Termine wahrzunehmen.

Hier haben wir nun die aktuelle Tourdaten für Euch:

11.02.2013: Berlin – Computerspielemuseum; Beginn 19:00h
13.02.2013: Karlsruhe – Badische Landesbibliothek; Beginn 19:00h
14.02.2013: München – Bayerische Staatsbibliothek; Beginn 19:00h
15.02.2013: Köln – Stadtbibliothek; Beginn 19:00h

Der Eintritt ist natürlich kostenlos!

Wenn Ihr Fragen oder Wünsche habt könnt Ihr unseren Projektverantwortlichen Christoph Deeg unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt,org jederzeit kontaktieren.

Beste Grüße

Eure Zukunftswerkstätter

6. Januar 2013 at 20:06 11 Kommentare

Games Art

Das ZKM in Karlsruhe hat im Juli 3 Awards für Apps vergeben. Bei der Vorstellung des Awards Games Art wurden auch andere normierte Apps kurz präsentiert. Gewonnen haben Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg den Preis für das kostenlose Spiel Globosome. Ergänzend zum Spiel wird es noch einen Film geben, der Trailer steht bereits zur Verfügung.

Aktuell gibt es das Spiel nur für IOS, eine Android-App ist geplant. In allen 4 Leveln startet der Spieler mit einer  in einem Tal eingeschlossenen Kugel, die möglichst schnell möglichst viel Gras fressen muss, um sich zu vermehren. In Bewegung wird die Kugel durch Kippen des Phones oder Tablets gebracht. Hat der Schwarm eine bestimmte Größe erreicht, kann er das Hindernis beseitigen und neue Welten erforschen. Da die Ressourcen – wie auch im wirklichen Leben – nur begrenzt nachwachsen und die Kugeln laufend gefüttert werden müssen, gelingt diese Befreiungsaktion nicht immer. Hinterlegt ist das Spiel mit passendem, chilligem Sound und macht richtig Spaß. Hoffen wir, dass die Gewinner den Preis in die Erschaffung weiterer Levels investieren.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das Spiel Flight of the fireflies, dass auch nur für IOS zur Verfügung steht. 

Aktuell kostet das Spiel 2,99 € und es gibt 5 Level. Der Hinweis zu Beginn, die beste Wirkung im Dunkeln und mit Kopfhörer zu erreichen, offenbart auch schon ein Manko des Spiels. Die Grafik wirkt leider erst im Dunkeln richtig gut. Ähnlich wie bei Globosome startet der Spieler mit einem Glühwürmchen und versucht, die in der Szene versammelten Glühwürmchen zu einem Schwarm zu vereinigen. Jedes Glühwürmchen erzeugt seinen eigenen Ton und so entsteht eine schöne Klangsymphonie. Für aktionliebende Spieler ist dieses Spiel nicht geeignet.

 Diese Gamer sollten lieber Pussy Malone and the cow snatchers from Space ausprobieren.
Dieses Spiel gibt es für IOS und Android und kostet aktuell 79 bzw. 76 Cent. Die Story ist strange und verrückt ist auch die Machart. In einem mit Wasserfarben gemalten Universum macht sich Meeow-Meeow Pussy Malone auf, die von außerirdischen Kuhfängern gefangenen Moo-Moos zu befreien. Sie schießt sich den Weg frei, sammelt die Kühe ein und muss zwischendurch immer wieder ein Fläschchen Milch trinken, um sich zu stärken. Ein sehr gelungenes, künstlerisch gut gestaltendes Ballerspiel.

Ein Spiel ganz anderer Art ist das fürs IPhone entwickelte Geschwindigkeitsspiel Finger Battle (Kosten aktuell 79 Cent).


Hier gewinnt der schnellste Tipper.

Bei der Gala wurden auch noch die Gewinner des künstlerischen Innovationspreises und der Cloud Art Preis verliehen.  Eine Aufzeichnung der  Preisverleihungen des ZKMAppArtAward steht im Internet zur Verfügung. SF

15. August 2012 at 20:16 Hinterlasse einen Kommentar

Der Bibliothekartag 2012 im Rückblick: Links zu Vorträgen und Bildern

Hiermit möchten wir Zukunftswerkstätter und -entwickler uns bei allen Referenten für die tollen Beiträge bedanken, die während des Bibliothekartags 2012 vorgetragen wurden. Es war uns ein Vergnügen Euren informativen und  innovativen Präsentationen und Diskussionen zu lauschen.

Zur Nachlese hier der Überblick über die uns durch unsere Referenten zur Verfügung gestellten Vorträge:

22.05.2012

23.05.2012

24.05.2012

Der heiß erwartete Beitrag zu den Factsheets bezüglich E-Book-Reader, Tablets und Computerspiele, die wir in Hamburg am Start hatten, folgt in ein paar Tagen.

… und wer jetzt die ganzen Vorträge nacheinander abgearbeitet hat, darf jetzt noch ein paar Bilder schauen.

P.S.: Sollte jemand Fragen an die einzelnen Referenten haben, leiten wir diese gerne weiter. Hierzu bitte kurze E-Mail an zukunftsentwickler@zukunftswerkstatt.org schreiben.

IH

11. Juni 2012 at 21:52 6 Kommentare

Die Zukunftswerkstatt startet die Deutsch-Amerikanische Gaming-Bibliotheks-Museums-Archiv-Liga

Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,

heute möchten wir Euch den ersten Teil einer neuen Projektreihe präsentieren. Es handelt sich um die Deutsch-Amerikanische-Gaming-Bibliotheks-Museums-Archiv-Liga (was für ein tolles Wort – oder?), die wir zusammen mit der US-Botschaft in Berlin aufbauen möchten. In diesem Beitrag werden wir die Liga mit “DAGBMAL” abkürzen. #DAGBMAL wird auch der Hashtag des Projektes bei Twitter sein.

Worum geht es aber nun? Die DAGBMAL ist offen für alle Institutionen, die mitmachen möchten. Die interessierten Institutionen führen einen Gaming-Wettbewerb in ihrer Institution durch. So können die Teilnehmer z.B. Mario-Kart auf der Wii oder Guitar-Hero auf der XBOX360 spielen. Wichtig ist nur: es sollen sowohl Kinder als auch Erwachsene mitspielen können. Es kommen also nur Spiele ohne Altersbeschränkung in Betracht.

Wie funktioniert die Liga?
Die teilnehmenden Institutionen organisieren den Event eigenständig – wir von der Zukunftswerkstatt helfen aber gerne bei den Vorbereitungen. Die Ergebnisse der Events werden nun in eine globale
Datenbank eingetragen, d.h. jeder Teilnehmer kann nun sehen, wo er im Vergleich zu den anderen Teilnehmern des Events und auch im Vergleich zu den Teilnehmern an den anderen Orten steht.

Das Besondere:
Da es sich um eine Deutsch-Amerikanische Liga handelt, soll es natürlich auch einen Deutsch-Amerikanischen Sieger geben. Deshalb werden die deutschen Sieger auf unsere Kosten in die USA
fliegen können, um dort um die deutsch-amerikanische Gaming-Krone zu kämpfen.

Kostet das was?
Die Teilnahme an der Liga ist kostenlos, d.h. jede Institution kann mitmachen.

Und was soll das Ganze?
Wir möchten mit diesem Projekt vor allem zwei Dinge erreichen. Zum Einen möchten wir das Thema Gaming noch weiter in die Institutionen bringen. Zum Anderen möchten wir einen deutsch-amerikanischen Austausch zu diesem und vielen weiteren Themen ermöglichen bzw. aufbauen.

Wie geht’s nun weiter?
In den nächsten Wochen werden wir Euch weitere Informationen geben. Zudem werden wir Euch noch zwei weitere spannende Projekte aus dem Bereich Gaming vorstellen. Wir hoffen nun, dass ganz viele
Institutionen mitmachen und wir sind schon sehr gespannt, wer die ersten Sieger der Liga sind.

Für weitere Informationen könnt Ihr den Projektverantwortlichen Christoph Deeg unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt.org gerne kontaktieren.

Beste Grüße

Eure Zukunftswerkstätter

24. Februar 2012 at 11:46 8 Kommentare

Google geht ins Museum

Das Thema Digitalisierung geht auch an den Museen nicht vorbei. Seit Anfang 2011 gibt es nun ein gemeinsames Projekt von Google und 17 Museen aus 9 Ländern, die Teile der Bestände über das Google Art Project der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Aus Deutschland beteiligen sich die Alte Nationalgalerie und die Gemäldegalerie aus Berlin. Der Nutzer kann mit Hilfe der Streetview-Technik durch ausgewählte Ausstellungsräume schlendern und sich die Bilder als hochauflösende Fotos anschauen.

Zustande gekommen ist eine Sammlung von rund 1000 Bildern.  Als weiterführende Informationen werden Kurzangaben zum Kunstwerk und zur Stilrichtung angezeigt. Die Kurzbiografie des Künstler ist mit Google Scholar verlinkt. Grafikdateien können nicht direkt abgespeichert werden. Die Bilder können in Facebook oder Twitter eingestellt werden. Es fehlt ein Gesamtindex aller Künstler und Kunstwerke. In der Bilderansicht wird nur auf andere Bilder des Künstlers oder andere Werke des Museums verwiesen. Leser mit Googleaccount können sich ihre eigenen Sammlungen anlegen. Etwas spärlich sind die weiterführenden You Tube Verweise.

Wer auf der Suche nach modernen Künstlern ist, wird auf dieser Seite nicht fündig. Dies liegt wahrscheinlich an verwertungsrechtlichen Schranken, ein allgemeiner Hinweis wäre hilfreich.

Gut eignet sich die Seite, um in Urlaubsstimmung zu kommen. Wer eine Städtetour plant, gerade hinter sich hat oder sich einen Urlaub im Moment nicht leisten kann, kann Impressionen sammeln. Spaß macht auch die Möglichkeit, sich die Bilder wirklich einmal von Nahem anzuschauen, ohne den Alarm im Museum auszulösen oder von Wächtern zurückgescheucht zu werden. Hier ist für  IPAD Besitzer auch die inoffizielle App Vizeum zu empfehlen. Mit dieser App hat man Kunst zum Anfassen. Ansonsten haben die IPAD-Besitzer schlechte Karten, da für die Nutzung über den Browser der nicht vorhandene Adobe Flash Player benötigt wird.

Auch für den Unterricht lassen sich die Bilder einsetzen. Jedes Museum hat ein Bild mit einer extrem hohen Auflösung fotografieren lassen. Hier erkennt man jeden Pinselstrich.

Und für den Englischunterricht ist diese Seite auch geeignet, da es keine Übersetzungen der  Seiten gibt.

SF

1. Februar 2012 at 17:35 Hinterlasse einen Kommentar

Das (verspätete) Weihnachtsgeschenk: Michael Stephens “The Hyperlinked Community Library”

Liebe Freunde der Zukunftswerkstatt, heute ist es soweit: Endlich können wir Euch das Video des Vortrages von Michael Stephens auf dem Bibliothekskongress 2010 in Leipzig präsentieren.Michael Stephens ist ein sehr bekannter Lehrer, Forscher und Sprecher aus den USA und beschäftigt sich mit der Frage der Zukunft der Kultur- und Wissensvermittlung – und er ist ist Gründungsmitglied unseres Vereins:-)

Eine kleine Zusammenfassung der Aktivitäten von Michael könnt Ihr hier finden.

Wer darüber hinaus mehr über Michael Stephens und seine Arbeit und Ideen erfahren möchte, sollte unbedingt seinen Blog besuchen.

Beste Grüße

Eure Zukunftswerkstätter

PS: Es hat zugegeben etwas gedauert – aber nun wissen wir auch wie man es macht:-)

Michael Stephens – The Hyperlinked Community Li…, posted with vodpod

29. Dezember 2010 at 14:47 3 Kommentare

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