Kulturinstitutionen
Vom Smartphonetreff zur Smartphoneschule – eine zündende Idee von CoWorkingSpace, Medienzentrum und Stadtbibliothek in Wolfsburg
Die Anfänge sind leicht erzählt: nach dem Vorbild des Smartphone-Happenings von Edlef Stabenau und Dierk Eichel hatten wir im Oktober 2011 während der Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ spontan ein Smartphonetreff angekündigt, der inhaltlich ein lockerer Austausch unter Smartphone- und iPhone-Besitzern sein sollte.
Einen genauen Plan, wie diese Veranstaltung funktionieren sollte, gab es nicht. Angekündigt wurde der Smartphonetreff in der Presse, im Weblog der Bibliothek und in der bibliothekseigenen Veranstaltungsbroschüre. Für die Broschüre und das Weblog sammelten wir alle Handys, Smartphones und iPhones, die es bei den Bibliotheksmitarbeitern gab, und arrangierten daraus ein flankierendes Veranstaltungsfoto.
Einen Tag bevor der Smartphonetreff starten sollte, bekam ich eine Mail vom Medienpädagogen des Medienzentrums der Stadt, der die Ankündigung auf meinem privaten Facebook-Account gelesen hatte. Er wollte kommen und bot an, seine Camcorder-Ausrüstung mitzubringen, mit der wir dann die einzelnen Beiträge auf eine große Leinwand projizieren konnten. So konnte jeder im Raum mit verfolgen, was die Vortragenden auf den Displays ihrer Smart- und iPhones vorführten.
Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, sein Smartphone und seine Lieblings-Apps vorzustellen, somit hatten wir keinerlei Probleme, den Nachmittag zu füllen: ob Smart- bzw. iPhone oder Lieblings-App wie Öffi, Deutsche-Bahn-App oder QR-Code-Reader – Themen gab es genug!
Zu den Teilnehmern des ersten Smartphonetreffs gehörten neben den ganz jungen Mitarbeitern aus der Bibliothek “einige ältere“ Leute, die sich ein Smartphone gekauft hatten und nun die ersten Gehversuche damit auf gar keinen Fall allein unternehmen wollten.
Man kann es fast als geniale Fügung bezeichnen, dass sich nach zwei weiteren Veranstaltungen auch der Leiter des neuen CoWorkingSpace der Stadt Wolfsburg als dritter Kooperationspartner dazu gesellte, denn mittlerweile war der digitale Wissenshunger gerade der älteren Smartphone-Neulinge so groß geworden, dass er von uns Bibliotheksmitarbeitern nicht mehr gestillt werden konnte.
Gemeinsam erhöhten wir als Kooperationspartner nun auch die Veranstaltungsfrequenz: seit Anfang 2012 findet der Smartphonetreff nun monatlich statt und wechselte zunächst zwischen den Orten Stadtbibliothek und CoWorkingSpace. Höhepunkt in dieser Phase war der Besuch des NDR, der in einem kurzen Beitrag über den Smartphonetreff berichtete.
Seit September 2012 wurde aus dem Smartphonetreff die Smartphoneschule, die mittlerweile auch wegen der besseren technischen Ausstattung an jedem zweiten Donnerstag im Monat im Wolfsburger CoWorkingSpace stattfindet.
Zu Beginn jeder Smartphoneschule werden die Fragen der Teilnehmer gesammelt und im Anschluss daran abgearbeitet. Durchschnittlich sind es immer zwischen 20 und 30 meist ältere Teilnehmer.
Der Themenkanon ist dabei überschaubar: Handling des jeweiligen App-Stores, Datenroaming, Sicherheit und Datenschutz, Kontakteverwaltung und Podcasting und nicht zuletzt die Frage der Fragen von Kaufwilligen und Unentschlossenen: soll ich mir ein iPhone kaufen oder mich doch lieber für ein Android-Gerät entscheiden?
Seit Ende 2012 befinden wir uns nun in der nächsten Erweiterungsrunde. Und zwar möchten wir jetzt die junge Generation von Smartphonenutzern an die Smartphoneschule binden. Nach der ersten Kontaktaufnahme im Dezember und Besuchen in den Klassen der Sekundarstufe 1 des Wolfsburger Ratsgymnasiums, formiert sich dort zum März 2013 eine Smartphone-AG, die die Smartphoneschule mit vorbereiten und unterstützen wird.
Wesentlich beteiligt am Zustandekommen dieser Kooperation waren die FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr – Kultur) der Stadtbibliothek und des CoWorkingSpace, die im Vorfeld Umfragen zur Smartphonenutzung in den 5. bis 7. Klassen des Gymnasiums durchgeführt hatten.
Ab nächster Woche werden wir also von rund 10 Schülern der 5. und 6. Klasse des Wolfsburger Ratsgymnasiums begleitet und sind gespannt, was sich daraus weiter entwickeln wird.
Uwe Nüstedt (UN), e-Mail: uwenuestedt@googlemail.com, Tel. 0171-3127783
Die Zukunftswerkstatt beim Bibliothekskongress in Leipzig
Liebe Freundinnen und Freunde der Zukunftswerkstatt!
Wir freuen uns darauf, Sie und Euch beim Bibliothekskongress in Leipzig wiederzusehen oder auch neu kennen zu lernen!
Eine sehr gute Gelegenheit dafür ist die Verleihung des Preises Zukunftsgestalter in Bibliotheken, den wir auch in diesem Jahr in Kooperation mit dem Verlag De Gruyter und der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) an zwei kreative, engagierte und innovative Preisträger-Teams verleihen dürfen. Die beiden Projekte konnten sich in einem exzellent besetzten Bewerberfeld aus dem gesamten deutschsprachigen Raum durchsetzen und sind in Ihrer Art sowohl zukunftsweisend als auch adaptierbar für andere Bibliotheken.
Beide Teams werden Ihre Projekte kurz vorstellen und stehen im Anschluss für Gespräche und Fragen bereit.
Ort:
5. Leipziger Kongress für Bibliothek & Information
In der KIBA-Lounge
Ebene -1
Standnummer -20
Zeit:
Dienstag 12. März, 12.15-13.30 Uhr
Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt sind vor Ort an den typischen grünen Schlüsselbändern erkennbar und Gesprächen stets aufgeschlossen! Auch wird über Twitter unter dem Hashtag #zwev nachzuverfolgen sein, wo wir jeweils anzutreffen und ansprechbar sind. Wir freuen uns auf Euch und sagen:
Bis bald in Leipzig!
Eure Zukunftsentwickler
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )Vortragsreise zur Zukunft der Bibliotheken – Die Zukunftswerkstatt präsentiert Eli Neiburger
Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,
wir hoffen Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Heute möchten wir Euch mit weiteren Informationen zur Deutschland-Tour von Eli Neiburger zukommen lassen. Für all diejenigen von euch, die Eli Neiburger vielleicht noch nicht kennen gibt es zuerst eine kleine Einführung:
Wie in Deutschland wird auch in den USA an der Bibliothek der Zukunft gearbeitet. Was bedeutet die Digitalisierung für die Bibliotheken? Was bedeuten neue Medien-Formate wie Games und eBooks für die Bibliothek der Zukunft. Ist eine „klassische Bibliothek“ überhaupt noch zeitgemäß bzw. zukunftsfähig? Und falls nicht, was müsste passieren, damit Bibliotheken eine Zukunft haben? Auch in den USA hat man sich auf den Weg gemacht. Es gibt eine stetig wachsende Community an Bibliotheksmitarbeitern, die nicht nur diskutieren sondern vor allem handeln.
Einer der großen „Bibliotheks-Zukunfts-Entwickler“ ist sicherlich Eli Neiburger. Er arbeitet an der Ann Arbour District Library und ist ständig auf der Such nach neuen Ideen und Konzepten für öffentliche Bibliotheken. Ein Thema, dem er sich dabei besonders widmet ist das Thema Gaming. Für ihn ist Gaming kein Bestandsthema. Vielmehr geht es darum die Kultur des Gamings zu verstehen und in die tägliche Arbeit von Bibliotheken zu integrieren. Seine Bibliothek nutzt Games nicht, um damit mehr Menschen zum Lesen von Büchern zu animieren. Die Games sind vielmehr genauso bedeutend oder unbedeutend wie alle anderen Medien. Und deshalb hat er eine Vielzahl an Aktivitäten gestartet. Es gibt heute in sehr vielen US-Bibliotheken Gaming-Wettbewerbe. Einmal im Jahr veranstalten hunderte amerikanischer Bibliotheken den „National Gaming Day“.
Aber Eli Neiburger ist nicht nur am Thema Gaming interessiert. Auch eBooks, Social-Media und das mobile Internet spielen in seiner Arbeit eine große Rolle, denn alle diese Themen haben einen nachhaltigen und tiergreifenden Einfluss auf die Bibliothek der Gegenwart und der Zukunft. Für ihn geht es letztlich darum, die Bibliothek neu zu denken und neu zu entdecken, denn nach seiner Meinung nach würde man die Einrichtung von Bibliotheken – wenn es sie noch nicht gäbe – heute nicht mehr erlauben.
Wie aber kann die Bibliothek der Zukunft aussehen? Was bedeutet es in Zukunft Bibliotheksmitarbeiter zu sein? Für Eli Neiburger ist klar:“We may not be able to give them (den Nutzern/Anmerk. der Redaktion) the best information. But what we can give them is a unique experience“
Wir arbeiten schon länger mit Eli Neiburger zusammen. Die Gaming-Roadshow, die Gaming-Liga und noch ein paar weitere Projekte sind das Ergebnis unserer gemeinsamen Ideen und Konzepte. Wir kennen Eli also schon ganz gut und wir können sagen: Es lohnt sich auf jeden Fall zu einem seiner Vorträge zu kommen. Und wir meinen damit nicht nur Mitarbeiter aus Bibliotheken. Jeder Interessierte, der sich Gedanken über die Zukunft der Bildungs- und Kulturinstitutionen macht, jeder Lehrer, Pädagoge etc. sollte versuchen, einen der Termine wahrzunehmen.
Hier haben wir nun die aktuelle Tourdaten für Euch:
11.02.2013: Berlin – Computerspielemuseum; Beginn 19:00h
13.02.2013: Karlsruhe – Badische Landesbibliothek; Beginn 19:00h
14.02.2013: München – Bayerische Staatsbibliothek; Beginn 19:00h
15.02.2013: Köln – Stadtbibliothek; Beginn 19:00h
Der Eintritt ist natürlich kostenlos!
Wenn Ihr Fragen oder Wünsche habt könnt Ihr unseren Projektverantwortlichen Christoph Deeg unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt,org jederzeit kontaktieren.
Beste Grüße
Eure Zukunftswerkstätter
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( 10 so far )Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013
Auch in diesem Jahr möchten wir euch alle herzlich einladen euch auf den Preis “Zukunftsgestalter in Bibliotheken” zu bewerben oder tolle Projekte, die Ihr kennt, vorzuschlagen. Hier der offizielle Ausschreibungstext:
Wir suchen Personen, Teams und Einrichtungen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013.
Der Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“ wurde erstmals 2012 vergeben. Er wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. im Rahmen des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek im März 2013 verliehen.
Ziel:
Mit dem Preis werden zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagiert haben.
Prämiert werden jeweils eine Einzelperson oder ein Team. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, im Umkreis von Bibliotheken oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die Nutzer zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Das Projekt soll im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Es können auch Projekte eingereicht werden, die noch in der Entwicklung sind, sofern das Endresultat schon absehbar ist.
Preis:
Beide Preise sind mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek zu präsentieren.
Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP über Ihre Arbeit zu berichten.
Bewerbung:
Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.
Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum oder in deutschsprachigen Bibliotheken des Auslands.
Einzureichende Unterlagen:
Erforderlich ist eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Projektes oder Produktes. Darin sollten die unten genannten Kriterien angesprochen werden. Beizufügen ist eine sehr knappe Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder. Die Unterlagen müssen bis zum 15.01.2013 beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen (senden an: alice.keller@degruyter.com).
Bewertung:
Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur-und Wissensvermittlung e.V. zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bei der Entscheidung werden folgende Kriterien berücksichtigt:
- Zukunftsrelevanz: Setzt das Projekt neue Standards für die Zukunft? Wie schätzen Sie dieses Potential ein?
- Innovation und Kreativität: Was ist an diesem Projekt innovativ oder kreativ? Bitte geben eine Einschätzung dazu ab.
- Übernehmbarkeit: Kann es von anderen übernommen oder für deren Zwecke adaptiert werden? Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein? Welche Tools oder Unterstützung werden zur Verfügung gestellt.
Daneben werden bewertet:
- Kooperation: Wie wurden Partner in der Konzeption und Umsetzung eingebunden?
- Teilnehmeraktivierung: Hat das Projekt zu einer Teilnehmeraktivierung geführt, wird selbständiges Tun bei Teilnehmenden angeregt? Bitte nennen Sie Beispiele und liefern Sie möglichst einen Nachweis.
- Nachhaltigkeit: Wie wird für die Nachhaltigkeit des Projektes gesorgt; inwieweit ist die Innovation dauerhaft? Welche Maßnahmen haben Sie umgesetzt oder sehen Sie künftig vor?
- Effekt: Was hat sich in der Institution oder für ihre Services und Kunden positiv bewegt?
- Motivation: Was waren Motivation und/oder Anlass für das Projekt?
Preisträger:
Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt während des 5. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek.
Der 2013 Wettbewerb ist hier ausgeschrieben:
http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/zukunftsgestalter.pdf
Die 2012 Gewinnerinnen und Gewinner werden hier vorgestellt: http://www.degruyter.com/staticfiles/pdfs/presse/pi240512.pdf
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag,
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elmar Mittler, Julia Bergmann, Dr. Alice Keller
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Games Art
Das ZKM in Karlsruhe hat im Juli 3 Awards für Apps vergeben. Bei der Vorstellung des Awards Games Art wurden auch andere normierte Apps kurz präsentiert. Gewonnen haben Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg den Preis für das kostenlose Spiel Globosome. Ergänzend zum Spiel wird es noch einen Film geben, der Trailer steht bereits zur Verfügung.
Aktuell gibt es das Spiel nur für IOS, eine Android-App ist geplant. In allen 4 Leveln startet der Spieler mit einer in einem Tal eingeschlossenen Kugel, die möglichst schnell möglichst viel Gras fressen muss, um sich zu vermehren. In Bewegung wird die Kugel durch Kippen des Phones oder Tablets gebracht. Hat der Schwarm eine bestimmte Größe erreicht, kann er das Hindernis beseitigen und neue Welten erforschen. Da die Ressourcen – wie auch im wirklichen Leben – nur begrenzt nachwachsen und die Kugeln laufend gefüttert werden müssen, gelingt diese Befreiungsaktion nicht immer. Hinterlegt ist das Spiel mit passendem, chilligem Sound und macht richtig Spaß. Hoffen wir, dass die Gewinner den Preis in die Erschaffung weiterer Levels investieren.
Ein ähnliches Konzept verfolgt das Spiel Flight of the fireflies, dass auch nur für IOS zur Verfügung steht.
Aktuell kostet das Spiel 2,99 € und es gibt 5 Level. Der Hinweis zu Beginn, die beste Wirkung im Dunkeln und mit Kopfhörer zu erreichen, offenbart auch schon ein Manko des Spiels. Die Grafik wirkt leider erst im Dunkeln richtig gut. Ähnlich wie bei Globosome startet der Spieler mit einem Glühwürmchen und versucht, die in der Szene versammelten Glühwürmchen zu einem Schwarm zu vereinigen. Jedes Glühwürmchen erzeugt seinen eigenen Ton und so entsteht eine schöne Klangsymphonie. Für aktionliebende Spieler ist dieses Spiel nicht geeignet.
Ein Spiel ganz anderer Art ist das fürs IPhone entwickelte Geschwindigkeitsspiel Finger Battle (Kosten aktuell 79 Cent).
Hier gewinnt der schnellste Tipper.
Bei der Gala wurden auch noch die Gewinner des künstlerischen Innovationspreises und der Cloud Art Preis verliehen. Eine Aufzeichnung der Preisverleihungen des ZKMAppArtAward steht im Internet zur Verfügung. SF
Projekte der Zukunftswerkstatt – Ein Ausblick auf 2013
Liebe Freundinnen und Freunde der Zukunftswerkstatt!
Aus organisatorischen Gründen wird die Zukunftswerkstatt beim Bibliothekskongress in Leipzig 2013 nicht mit eigenem Programm vertreten sein.
Stattdessen planen wir für das kommende Jahr mehrere einzelne Events. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir an dieser Stelle ausführlich berichten. Als Appetizer schon einmal kurz angerissen die Dinge, die wir mit Euch angehen möchten:
Unsere vier Hauptthemen 2013 werden sein:
- eReader/ Tablets – hier werden wir unser Augenmerk nunmehr weniger auf die Technik als vielmehr auf die entsprechenden Funktionalitäten und Apps und ihr Potenzial für die Kultur- und Wissensvermittlung legen
- Co-Working-Areas in Bibliotheken
- Gaming und die deutsch-amerikanische Gaming-League
- Der Blick über den Tellerrand
Auch im Rahmen der Themenreihe “Blick über den Tellerrand” verfolgen wir eines unserer Hauptanliegen weiter: den interdisziplinären und internationalen Austausch zu Aspekten der künftigen Vermittlung von kulturellen und bildungsrelevanten Inhalten. Hier werden wir ein umfangreiches Panel inklusive Podiumsdiskussion u.a. mit internationalen Vertretern aus Kultur- und Bildungseinrichtungen veranstalten, die bereits länger Erfahrung zu den Themen sammeln konnten, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz derzeit virulent sind:
- Die Bibliothek als Ort
- Social Media Strategien für die Innen- und Außenkommunikation der eigenen Einrichtung
- Realisierung dieser Strategie unter Berücksichtigung der jeweiligen Personalstruktur
Die geladenen Experten aus den unterschiedlichen Bereichen werden ausführlich von diesen Erfahrungen berichten, dann vor allem aber auch miteinander wie auch mit dem Auditorium in Dialog treten.
Zudem wird die Visionenklause in anderer Form weitergeführt.
In der zweiten Jahreshälfte 2012 wird die Zukunftswerkstatt sich zunächst weiter der Fortführung begonnener Vorhaben widmen, die sich vor allem noch wegen der großen Nachfrage auf den Bereich Gaming konzentrieren. Auch dazu demnächst hier weitere Information.
Wir sind schon jetzt gespannt auf ein interdisziplinäres nächstes Jahr mit Euch, freuen uns auf Euer Feedback und danken für Euer Interesse. Wie immer steht Euch das Team der Zukunftsentwickler gerne mit Rat und Tat, zur Beantwortung von Fragen und für die Kontaktaufnahme zu innovativen Themen zur Verfügung. Ihr erreicht uns unter zukunftsentwickler@zukunftswerkstatt.org !
Gesamten Artikel lesen | Make a Comment ( None so far )„Radioaktive Mausefallen, Programmierter Lambada, Plattgequetschte Fliegen” / Powerpointkaraoke In der Wolfsburger Stadtbibliothek – ein kleiner Erfahrungsbericht zum Nachahmen
„Ein Ableger des klassischen Karaoke, bei dem die Teilnehmer keine Liedtexte nachsingen, sondern aus dem Stehgreif einen Vortrag zu ihnen vorher nicht bekannten, zufällig ausgewählten Folien halten“, so beschreibt es Wikipedia und man könnte es nicht treffender zusammenfassen. In der Stadtbibliothek Wolfsburg haben wir die Powerpointkaraoke Mitte Juni nun zum dritten Mal in Kooperation mit dem CoWorkingSpace der Stadt veranstaltet. Im Durchschnitt kamen immer 60 Besucher zu den Veranstaltungen. Während bei den ersten beiden Malen die Gruppe der freiwillig Vortragenden fast identisch war , meldeten sich im Juni völlig andere „Powerpoint-Slammer“ aus dem Publikum, darunter auch einige „Zugpferde“ der hiesigen Poetry-Slam-Szene, die via Facebook auf die Powerpointkaraoke aufmerksam gemacht hatten.
Die Ausstattung: ein abzudunkelnder Raum, Stühle fürs Publikum, Flipchart (Namen der Kandidaten, Ergebnisse), eine Leinwand, Beamer mit Presenter, Laptops, Knicklichter für die Abstimmung (rot und grün), Musik zur Einstimmung, Getränke: bevorzugt Clubmate, Bionade, Fritzcola, Preise für 1. bis 3. Sieger (z.B. 1. Preis: iPod, 2. Preis: USB-Stick, 3. Preis: LED-Leuchte)
Die Personen: ein Moderator (bei uns: Christian Cordes, Leiter des CoWorkingSpace in Wolfsburg), zwei Redakteure (der Autor und „sein“ FSJler Jannik Schmiedl – suchen aus der Datenbank spontan geeignete Präsentationen aus), weitere Personen für den Empfangsbereich (Austeilen der Knicklichter, für jeden Gast zwei: grün und rot), Catering.
Die Vorbereitung: rechtzeitig Powerpoint-Präsentationen sichten (eigenes Archiv und Internet, s. bei Google: „Feuerwehr ppt“ !! z.B., slideshare), zusammenstellen und nach unterschiedlichen Bereichen ordnen: Chemie, Mathematik, Ökologie, Gender, Fußball, Feuerwehr (!). Dann: Präsentationen auf ihren Inhalt hin prüfen. Folien mit sehr viel Text sind ungeeignet, man braucht Präsentationen mit möglichst vielen, komplexen und konfusen Graphiken, die während des Vortrages am besten schnell weitergeklickt werden. Besonders lange Präsentationen mit viel Text werden so bearbeitet und gestrafft, dass nur noch die knackigen Tabellen und Graphiken übrig bleiben. Wichtig ist auch die Anzahl der Folien, die eine Präsentation beinhaltet: bei uns waren die Präsentationen mindestens 20 Folien lang.
Der Ablauf: die Gäste erhalten am Eingang jeweils ein Knicklichterpaar zum Abstimmen nach den jeweiligen Runden (grün: die Kandidatin / der Kandidat kommt eine Runde weiter, rot: das wars!). Es melden sich (hoffentlich!) Freiwillige, die in einem Eingangsinterview befragt werden, welche Fächer sie in der Schule am liebsten abgewählt hätten, was sie aktuell arbeiten und wie ihre Beziehung zu Powerpoint-Präsentationen ist. Auf dieser Grundlage wählt die Redaktion während des Interviews eine besonders geeignete Präsentation aus.
Sie soll genau das abbilden, was der Vortragende im Interview gesagt hat: einem Schulfach entsprechen, das der Kandidat auf jeden Fall abgewählt hätte (wenn er gedurft hätte!) und garantiert nichts mit seinem jetzigen Beruf zu tun haben. Pro Kandidat hatten wir ca. 8 Minuten Präsentationszeit vorgesehen, das bedeutet bei einer 20 folienstarken Präsentation ca. 25 sec. pro Folie. Man kann die Folien mit dem Presenter aber auch vollkommen individuell und intuitiv weiterschalten. Kurzum: nach dieser Zeit ertönt ein Huplaut und dann stimmt das Publikum mit den Knicklichtern ab, ob es für den Vortragenden weitergeht oder nicht. In der dritten Runde wurden schließlich die drei Sieger ermittelt und mit den Preisen (s.o.) ausgezeichnet. Ach ja: in der Regel wird zu Beginn ein „Zungenlöser“ angeboten (Jägermeister oder was auch immer), muss aber natürlich nicht.
Fazit: eine Veranstaltung, die total viel Spaß macht und die Vortragenden rhetorisch im Hinblick auf Spontanität und Schlagfertigkeit schult (es spielt übrigens keine Rolle, ob das Publikum bzw. der Vortragende verstehen, was das Thema der Präsentation ist!). Es ist daher auf jeden Fall ein lohnendes Veranstaltungsformat für Bibliotheken, die sich ja im Bereich der Bildung und des Lernens bewegen.
Die Herausforderung: wie hält man den Spannungsbogen über die gesamte Veranstaltung hin aufrecht? Natürlich nur durch die Qualität der ausgewählten Präsentationen.
Ein absolutes Tabu (sollte man nie machen!): Abbildungen von Krebsgeschwüren – auch wenn sie aus noch so wissenschaftlich fundierten Präsentationen stammen – führen zum absoluten Stimmungsnullpunkt im Publikum. Da kann der Vortragende noch so eloquent sein. Über gewisse Themen kann und sollte man einfach nicht scherzen! Schwere Krankheiten gehören für mich seit der letzten Powerpointkaraoke eindeutig dazu.
UN
Nachfragen gern bei Uwe Nüstedt, e-Mail: uwenuestedt@googlemail.com oder unter Tel. 01525-4238341
Movers & Shakers in Bibliotheken
Wir suchen Personen mit dem Blick nach vorn, die Ideen konkret umsetzen und so Bewegung in die Bibliothekslandschaft bringen. Wir suchen die Movers & Shakers der Bibliotheken.
Der Preis Movers & Shakers in Bibliotheken wird vom Verlag De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift BIBLIOTHEK Forschung und Praxis (BFP) und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. auf dem Bibliothekartag 2012 erstmals verliehen.
Ziel
Mit dem Preis werden Personen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich besonders erfolgreich für die Umsetzung von innovativen und zukunftsweisenden Ideen in öffentlichen oder wissenschaftlichen Bibliotheken oder deren Umfeld engagiert haben.
Prämiert werden jeweils eine Einzelperson oder ein Team in den zwei Kategorien: (1) Innovatives Benutzererlebnis / innovativer Benutzerservice und (2) neue Technikanwendung. Ausgezeichnet werden konkrete Aktivitäten, die in Bibliotheken selbst, um Bibliotheken herum oder allgemein bei der Informationssuche bzw. Wissensvermittlung zum Einsatz kommen. Von besonderem Interesse sind Projekte und Services, die zum Mitmachen anregen oder sich zur Übertragung auf andere Einrichtungen eignen. Sie sollen im Verlaufe der letzten zwei Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden sein. Es dürfen auch Projekte eingereicht werden, die derzeit noch realisiert werden, sofern das Endresultat klar erkennbar ist.
Preis
Der Preis ist je Kategorie mit € 500 dotiert. Die Preisträger (Personen oder Teams) erhalten darüber hinaus ein Anerkennungszertifikat und werden eingeladen, ihre Leistung während des Bibliothekartags 2012 im Rahmen der Veranstaltungen der Zukunftswerkstatt zu präsentieren. Zudem wird ihnen ermöglicht, in der Zeitschrift BFP über Ihre Arbeit zu berichten.
Bewerbung
Für den Preis kann man sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden. Bei Vorgeschlagenen ist die Annahmebereitschaft vorab zu klären.
Teilnahmeberechtigt sind Bibliothekarinnen, Bibliothekare und andere Informationsprofis im deutschsprachigen Raum.
Einzureichende Unterlagen
Erforderlich ist eine max. 3-seitige deutschsprachige Beschreibung des Produktes oder Projektes (einschließlich Abbildungen und weiterführenden Links). Beizufügen ist eine Kurzbiographie der Kandidatin bzw. des Kandidaten oder der Teammitglieder.
Die Unterlagen müssen
bis zum 25.04.2012
beim Verlag als E-Mail-Attachment vorliegen
(alice.keller@degruyter.com).
Bewertung
Eine fünfköpfige Jury, die aus Herausgebern der Zeitschrift BFP und Mitgliedern der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. zusammengesetzt ist, beurteilt die Vorschläge anhand eines Kriterienkataloges. Die Beratung erfolgt nicht öffentlich, die Auswahlentscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bei der Entscheidung wird insbesondere berücksichtigt, ob die Idee / das Projekt
- innovativ und/oder kreativ ist,
- in der Institution oder für ihre Services und Kunden etwas bewegt hat,
- von anderen übernommen oder für ihre Zwecke adaptiert werden kann.
Preisträger
Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisübergabe erfolgt erstmals während des Bibliothekartags 2012.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, bzw. Ihren Vorschlag,
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elmar Mittler, Julia Bergmann, Dr. Alice Keller
Ansprechpartner:
Dr. Alice Keller
Editorial Director, Library and Information Science & History
De Gruyter Saur
Mies-van-der-Rohe-Str. 1
D-80807 München, Germany
Tel. +49 (0)89 76 902-253
Mobile. +49 (0)175 439 1681
Email: alice.keller@degruyter.com
Nach der Gaming-Roadshow ist vor der Gaming-Roadshow…
Liebe Freunde und Unterstützer der Zukunftswerkstatt,
heute möchte ich Euch den zweiten Teil meines Berichtes zur Gaming-Roadshow in Berlin präsentieren. Es ist zugleich eine Zusammenfassung der Aktivitäten der ersten Phase, denn nun werden wir den nächsten Schritt gehen.
Dankeschön!
Vorab möchte ich zwei Dinge ansprechen:
1. Ich glaube wir können sagen: Die Gaming-Roadshow als Idee und als realer Event in Köln und Berlin war und ist ein voller Erfolg. Wir haben etwas bewegen können und das bisherige Feedback ermutigt uns weiter zu machen.
2. Die Gaming-Roadshow war und ist ein Erfolg, weil wir eine beispiellose Unterstützung von vielen Menschen, Institutionen und Unternehmen bekommen haben. Bevor ich also über die Roadshow an sich schreibe möchte ich kurz auf diese Unterstützer eingehen:
Zuerst möchten wir uns ganz herzlich bei der US-Botschaft Berlin bedanken. Nur durch ihre Unterstützung, ihre Netzwerke und Offenheit für dieses Thema konnten wir überhaupt mit dem Aufbau der Roadshow beginnen.
Ebenso wichtig waren die beiden Bibliotheken: Die StadtBibliothek Köln und die Bezirkszentralbibliothek-Friedrichshain-Kreuzberg. Das Team in Köln musste “damit leben”, dass wir in Köln u.a. herausfinden mussten, ob das theoretische Konzept praxistauglich ist. Mit großer Geduld, viel Power und Motivation haben wir gemeinsam die erste Gaming-Roadshow realisiert. Aber nicht nur der Event an sich war wichtig. Vielmehr hatten wir nun ein verändertes Konzept, welches auch in der Praxis umsetzbar war. So hatten wir ursprünglich geplant, eine Gruppe externer Promotoren “einzukaufen”. In der Vorbereitung in Köln konnten wir lernen, dass es viel besser ist, wenn die Mitarbeiter der Bibliothek zu Promotoren werden, und den Besuchern die Spiele erklären. Dadurch ergibt sich sofort die Möglichkeit zu dem angestrebten Dialog zwischen Institution und Kunden.
Nun hatten wir zwar in Köln ein tolles Konzept entwickelt – aber würde es auch woanders funktionieren? Vor allem dann wenn die Vorraussetzungen anders sind? Die Bezirkszentralbibliothek-Friedrichshain-Kreuzberg gab uns die Möglichkeit dies herauszufinden. Auch hier konnten wir wieder etwas Neues probieren. So haben wir zum Beispiel am Abend des ersten Tages einen Einführungsvortrag zum Thema Gaming gehalten. Auf diese Art und Weise konnten die Teilnehmer der Roadshow etwas mehr über die Welt der Computergames und die damit verbundenen Chancen und Risiken erfahren. Dieser Vortrag wird in Zukunft ein elementarer Teil der Roadshow werden.
Ebenso bedanken möchten wir uns bei Eli Neiburger von der Ann Arbor District Library und Justin Hoenke von der Portland Public Library. Beide haben während der Roadshow via Skype mit den Teilnehmern diskutiert und einen Einblick in ihre Arbeit mit Computerspielen als Bibliothekare in den USA gegeben.
Last but not Least: Vielen Dank an unsere Familien und Lebenspartner, die wieder einmal auf uns verzichten mussten.
Gaming-Roadshow in Berlin
Nun aber zurück zur Gaming-Roadshow in Berlin. Wie ich bereits berichtet habe, war der erste Tag ein voller Erfolg. Es gab viele Gespräche und natürlich jede Menge Spass. Das Highlight für alle war sicherlich der Besuch des US-Botschafters Phillip D. Murphy und seiner Familie. Danke nochmal an Max, dass Du hier als Sparringspartner aktiv warst:-) Am Abend schließlich durfte ich meinen Vortrag zum Thema Gaming halten: Es ging dabei weniger darum, die einzelnen Genres vorzustellen. Vielmehr wollte ich einen Einblick in die Chancen und Möglichkeiten bzw. die Bedeutung für die Kultur- und Wissensvermittlung geben. Es gab danach eine sehr spannende Diskussion, bei der es weniger um eine Grundsatzdiskussion, als vielmehr um die Frage, wie die Bibliothek das Thema Gaming in der Zukunft umsetzen kann, ging – und ich glaube zum Thema Gaming wird man in Zukunft einiges, spannendes aus Friedrichshain-Kreuzberg hören:-)
Am zweiten Tag kamen vor allem Familien und Lehrer. Es gab sehr viele Fragen zum Thema Gaming und während die “Kleinen” spielten, diskutierten die “Erwachsenen” wie man Gaming z.B. im Schulalltag nutzen könnte – und was man dafür tun müsste. Natürlich haben wir dafür gesorgt, dass die “Erwachsenen” nicht nur redeten sondern auch spielten…
Gegen 15.00h stellten wir die Geräte ab und versammelten und zu einer kleinen Abschlussdiskussion an der auch wieder Vertreter der US-Botschaft teilnahmen. Das war insofern spannend, als dass sie noch mehr Informationen zum Arbeitsalltag der Bibliotheken in den USA geben konnten. Gegen 15.30h haben wir dann Justin Hoenke von der Portland Public Library via Skype zugeschaltet. Justin zeigte uns nicht nur sein Zelda-Tattoo am Arm, sondern er berichtete auch vom Umgang mit Computergames in seiner Bibliothek. Wir durften z.B. erfahren, dass er “teenlibrarian” und in seiner Bibliothek offiziell verantwortlich für das Thema Gaming ist. Dazu gehört auch das Ausprobieren neuer Spiele bzw. die theoretische Weiterbildung. Die Bibliothek arbeitet am Aufbau einer richtigen Gaming-Sammlung und hat bereits jetzt über 150 verschiedene Spiele im Angebot. Das alles wird erweitert um Gaming-Events. Es gab auch hier eine spannende Diskussion.
Gegen 16.00h war auch der zweite Gaming-Roadshow-Event vorbei. Aber das ist nicht das Ende der Gaming-Roadshow:-)
Nach der Gaming-Roadshow ist vor der Gaming-Roadshow
Seit Samstag 16.00h hat die zweite Phase der Gaming-Roadshow begonnen. Nun wollen wir die Gaming-Roadshow ausbauen. Zum Einen werden wir versuchen, die Hard- und Software zu erweitern. Ziel ist es 20 Stationen zu haben. Zum Anderen können wir ab jetzt in jeder interessierten Institution die Roadshow durchführen. Dafür haben wir ein Konzept entwickelt, auf dessen Basis die Roadshow nun “auf Tour” gehen kann. Das Konzept entspricht im wesentlichen der schon bekannten Gaming-Roadshow. Allerdings haben wir einen zentralen Punkt geändert. Wir haben festgestellt, dass es wichtig ist, den Mitarbeitern einer Institution die Möglichkeit zu geben, in einem geschützten Raum die Spiele auszuprobieren und zudem etwas über die Hintergründe zu lernen. Deshalb soll in Zukunft der erste Tag ein interner Workshop sein, bei dem die Mitarbeiter der Institution eventuell erweitert um Kollegen aus Partnerinstitutionen Spiele ausprobieren und in der deren Nutzung ausgebildet werden. Des weiteren sollen Vorträge und Diskussionen helfen, die damit verbundenen Nutzungsmöglichkeiten für die Kultur- und Wissensvermittlung besser zu verstehen. Am zweiten Tag öffnet die Instituition dann ihre Pforten für die interessierte Öffentlichkeit.
Wir haben zwischenzeitlich auch die Strukturen und Abläufe anpassen können. Zudem wissen wir jetzt auch, welche personellen, räumlichen, technischen und finanziellen Ressourcen auf Seiten der jeweiligen Institution benötigt werden.
Die Gaming-Roadshow richtet sich an alle interessierten Kultur- und Bildungsinstitutionen. Wir freuen uns über interessierte Bibliotheken, Museen, Archive, Theater, Universitäten etc.
Alle an der Gaming-Roadshow interessierten Institutionen können sich gerne bei mir unter christoph.deeg@zukunftswerkstatt.org melden. Ich schicke dann Ihnen/Euch gerne das Konzept zu. Auch bei Rückfragen, Anregungen und Kritik freuen wir uns entweder über eine Nachricht oder einen Kommentar auf diesem Blog. Die Institutionen, die bereits im Vorfeld angefragt haben bekommen heute die Konzepte via Mail zugeschickt.
Aber wir wollen noch mehr: Zum Einen möchten wir die Roadshow um andere Themen wie z.B. eBooks, mobile Internet etc. erweitern. Ebenso wichtig ist der programmatische Ausbau. Wir möchten sehr gerne Themen wie z.B. die Informations- und Medienkompetenz bearbeiten. Hierfür haben wir bereits mit ersten Gesprächen begonnen.
Zum Anderen möchten wir das Thema Gaming noch weiter entwickeln. So planen wir zusammen mit unseren amerikanischen Freunden den Aufbau einer amerikanisch-deutschen Bibliotheks-Gaming-Liga. Hierzu werden wir in Kürze einen eigenen Beitrag posten. Zudem möchten wir versuchen, monatliche Videokonferenzen zum Thema Gaming durchzuführen. Vorbild ist hier der Treffpunkt Kulturmanagement.
Ihr seht: nach der Roadshow ist vor der Roadshow und wir möchten Euch alle einladen, uns zu unterstützen bzw. mit uns gemeinsam die Roadshow weiter zu entwickeln. Wir freuen uns auf Eure Ideen und vor allem auf viele interessierte Institutionen….
Euer Christoph Deeg
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